
Präsidiumsrede
Meine Damen und Herren, unsere Gesellschaft befindet sich in ei-
nem massiven Wandel, nicht nur, aber besonders auch im Hinblick
auf die Altersstruktur. Wir alle kennen den Begriff der Babyboomer
als Bezeichnung für die geburtenstarken Jahrgänge der er-Jahre.
Einige aus dieser Generation – so auch ich – sind heute dabei, und so
dürfte es eigentlich niemanden überraschen, dass diese Babyboomer
in den er-Jahren dieses Jahrhunderts, also gerade jetzt, in den Ru-
hestand gehen.
Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen den voraussichtlichen
Anstieg der Seniorenzahlen: Bis werden in den westlichen Flä-
chenländern circa Prozent, also fast ein Viertel der Bevölkerung, in
den Ruhestand gehen und über Jahre alt sein. In ganz Deutschland
sind das Prozent, in absoluten Zahlen Millionen Seniorinnen
und Senioren.
Hier ist zukünftig die Politik besonders stark, stärker als bisher gefor-
dert. Rückläufigen Erwerbstätigenzahlen stehen immer mehr Men-
schen, die in den Ruhestand gehen, gegenüber. Viele von ihnen füh-
len sich aber noch fit und jung genug, um sich weiter zu engagieren
– sei es im Ehrenamt so wie wir, die wir heute hier versammelt sind,
es tun, oder auch weiterhin im Berufsleben.
Einerseits gilt es hier, neue Wege zu finden, auch im Hinblick auf den
Fachkräftemangel, der ja aktuell für alles, was in der Gesellschaft und
im wirtschaftlichen Leben nicht so ganz rund läuft, herhalten muss.
Andererseits ist aber auch eine bessere Vorbereitung auf den Ruhe-
stand vonnöten. Denn längst nicht alle, die aus dem Berufsleben aus-
scheiden, kommen mit dem plötzlichen Anbrechen des letzten Le-
bensabschnittes zurecht. Wobei ich die Frage stellen möchte, ob es
wirklich der letzte ist. In einem Gespräch vor Beginn dieser Veran-
staltung sagte jemand, es sei der dritte Lebensabschnitt. Ich glaube,
das ist ein ganz guter Begriff, denn ob der vierte oder fünfte Lebens-
abschnitt noch kommt, weiß keiner von uns.