
Die Gottheit Christi Papst Schenouda III.
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17. Die Engel gebrauchten die Anrede, Herr‘, als sie die Geburt Christi und seine
Auferstehung ankündigten. Bei der Geburt sprach der Engel zu den Hirten:
„Fürchtet euch nicht, denn ich verkünde euch eine große Freude, die dem
ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist euch in der Stadt Davids der Retter
geboren; er ist der Messias, der Herr“ (Lk 2, 10-11). Am Tage seiner
Auferstehung sagte der Engel zu den Frauen: „Ich weiß, ihr sucht Jesus, den
Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat.
Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag“ (Mt 28, 5-6). Der Engel
bezeugt hiermit, dass Christus der Herr ist.
18. Die Anrede, Herr‘ wurde auch beim Wunder der Auferstehung gebraucht.
Der Evangelist Markus schreibt: „Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen
gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur
Rechten Gottes. Sie aber zogen aus und predigten überall. Der Herr stand
ihnen bei und bekräftigte die Verkündigung durch die Zeichen, die er
geschehen ließ“ (Mk 16, 19-20). Dies bedeutet, dass das Wort ‚Herr‘ nicht
auf gewöhnliche Art und Weise gebraucht wird, sondern in Verbindung mit
seiner Göttlichkeit, Gott der Herr.
19. Bei vielen Gelegenheiten gebrauchten die Evangelisten die Anrede ‚Herr‘ um
damit Christus zu bezeichnen. Als Jesus den Sohn der Witwe von Nain
erweckte, schreibt der heilige Lukas: „Als der Herr die Frau sah, hatte er
Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!“ (Lk 7, 13). Als die Apostel
die Unterwerfung der Dämonen erfahren durften, sprachen sie: „Herr, sogar
die Dämonen gehorchen uns, wenn wir deinen Namen aussprechen“ (Lk 10,
17). Beim Wunder seiner Verklärung sagten die Jünger zu ihm: „Herr, es ist
gut, dass wir hier sind“ (Mt 17, 4). Bei der Verleumdung durch den heiligen
Petrus schreibt der Evangelist Lukas: „Da wandte sich der Herr um und
blickte Petrus an. Und Petrus erinnerte sich an das, was der Herr zu ihm
gesagt hatte: Ehe heute der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen“
(Lk 22, 61). In der Geschichte über Zachäus sagt der heilige Lukas: „Zachäus
aber wandte sich an den Herrn und sagte: Herr, die Hälfte meines Vermögens
will ich den Armen geben“ (Lk 19, 8). Auch im Kapitel 22, in den Versen
31-61 ist die Anrede, Herr‘ sechsmal für Christus verwendet worden.
20. Die Anrede ‚Herr‘ ist auch in andern Büchern des Neuen Testamentes
verwendet worden. Es steht in der Apostelgeschichte, bei der Bekehrung des
Saul: „Wer bist du, Herr? Dieser sagte: Ich bin Jesus, den du verfolgst....“
(Apg 9, 5). Die Anrede, Herr‘ wurde gebraucht, als der Herr dem Saul in
einem großen Licht erschien. Der heilige Apostel Paulus schreibt: „Wir
glauben im Gegenteil, durch die Gnade Jesu, des Herrn, gerettet zu werden,
auf die gleiche Weise wie jene“ (Apg 15, 11). Das Wort ‚Gnade‘ wurde sehr
oft wiederholt, wie z.B.: „Die Gnade Jesu Christi, des Herrn,… sei mit euch
allen“ (2.Kor 13, 13).