Digitale Trends 2025: Aktuelle Entwicklungen in den Branchen Technologie, Medien & Telekommunikation (TMT) PDF Free Download

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Digitale Trends 2025: Aktuelle Entwicklungen in den Branchen Technologie, Medien & Telekommunikation (TMT) PDF free Download. Think more deeply and widely.

DIGITAL & TRENDS
Digitale Trends 2025
Aktuelle Entwicklungen in den Branchen Technologie, Medien &
Telekommunikation (TMT)
Inhaltsverzeichnis
2
01 Generative KI
Marktprognose 5
KI und der Arbeitsmarkt 6
Einsatzfelder von KI 7
KI im Suchmaschinenmarkt 8
KI-Assistenten 9
02 Konnektivität
5G und Glasfaser 11
IoT 12
Smart City 13
Smart Home 14
03 Mediennutzung
Nutzungsgewohnheiten 16
Mobile Internetnutzung 17
Etablierte Medienformate vs. Streaming 18
Digitales Informationsverhalten 19
04 Nachhaltigkeit
Energieverbrauch digitaler Trends 21
Smartphones 22
Rechenzentren 23
KI und Nachhaltigkeit 25
05 Cybersicherheit
Bedrohungslage 27
Datenschutz 28
KI in der Cybersicherheit 29
Regulierung 30
Digitale Desinformation 32
3
Digitale Welt: Potenziale, Risiken und Verantwortung
Mehr denn je sind Menschen digital verbunden. Die digitale Transformation wirkt
sich auf diverse Aspekte des Alltags aus. Für Privatpersonen, Unternehmen und
staatliche Institution sind digitale Trends gleichbedeutend mit Potenzialen, aber
auch Hürden und Standardverschiebungen. Einer der entwicklungsfähigsten
Trends ist generative Künstliche Intelligenz (KI), die in diversen Einsatzfeldern von
Relevanz ist. Die Digitalisierung wirkt sich umfassend auf das gesellschaftliche
Zusammenleben aus und wirft entscheidende Fragen auf: Wie werden Medien und
Geräte genutzt? Was bedeutet der digitale Fortschritt für den Arbeitsmarkt?
Welchen digitalen Entwicklungen vertraut die Bevölkerung?
Generative KI
Das globale Marktvolumen für KI-Anwendungen wird für 2025 auf über 58
Milliarden Euro prognostiziert und wird auch in Zukunft rasant ansteigen. 2025
könnte zudem das Jahr der KI-Assistenten werden Unternehmen planen vermehrt
den Einsatz im Betriebsalltag.
Konnektivität
In Deutschland war und ist der flächendeckende Ausbau von 5G und Glasfaser ein
wichtiger Bestandteil einer wachsend digital verbundenen Gesellschaft. Das
ermöglicht Konzepte wie Smart City. Allein für den Bereich Smart Home wird im Jahr
2025 ein Umsatzvolumen von 8,8 Milliarden Euro prognostiziert.
Mediennutzung
Technologische Transformationen in der Medienbranche machen gewisse Geräte
obsolet und entwickeln neue Nutzungsgewohnheiten: So befindet sich die
Nutzungsdauer von Videostreaming in Deutschland auf einem neuen Höchstwert
und der private Gang ins Internet ist mittlerweile überwiegend mobil.
Nachhaltigkeit
Technologische Innovationen ermöglichen es, neue und umweltfreundliche
Lösungen zu definieren. Gleichzeitig stellt es uns durch einen hohen
Energieverbrauch vor nachhaltige Herausforderungen. Für 2025 wird der weltweite
Stromverbrauch von Rechenzentren auf rund 335 TWh geschätzt - mehr als viermal
so hoch wie drei Jahre zuvor.
Cybersicherheit
Das unbekannte Maß technologischer Fortschrittsmöglichkeiten wie KI steigert die
Gefahr von Cyberangriffen und ruft Sicherheitsregulierungen auf den Plan. Im Jahr
2025 beginnen die ersten Regelungen des seit August 2024 in Kraft getretenen AI-
Acts zu gelten.
Generative KI
01
Marktprognose
KI und der Arbeitsmarkt
Einsatzfelder von KI
KI im Suchmaschinenmarkt
KI-Assistenten
5Hinweise:
Quellen:
Weltweit wird generative KI vermehrt eingesetzt und erleichtert
so die Arbeit vieler Menschen und beschleunigt Prozesse.
Die Anwendungsbereiche sind dabei vielfältig und reichen von
der Content-Erstellung bis zur Softwareentwicklung.
Unternehmen erwarten von KI höhere Gewinne, größeres
Wachstum. Bis 2030 wird laut den Statista Market Insights
weltweit eine Marktgröße von fast 334 Milliarden Euro erwartet.
In Deutschland wird ein Marktvolumen von etwa 15 Milliarden
Euro prognostiziert.
Dennoch entstehen mit der Technologie auch neue
Herausforderungen. Beispielsweise sind die Auswirkungen auf
die Sicherheit und den Arbeitsmarkt noch nicht absehbar. Die
Gefahr von KI gesteuerten Desinformationskampagnen ist
ebenfalls ein Risiko für Demokratien.
4,8 6,5 11,4 18,9 33,4
58,4
96,5
146,6
201,4
264,2
333,7
2020 2021 2022 2023 2024 2025 2026 2027 2028 2029 2030
CAGR:
+46.73%
Weltweit; 2024
Statista Market Insights
Marktgröße im Generative-KI-Markt weltweit bis 2030
In Milliarden Euro
Generativer KI-Markt wächst rasant
Der Hype um Künstliche Intelligenz ist ungebrochen
Während 30 Prozent der Befragten in den nächsten Jahren
weltweit keine oder nur geringe Veränderung bei der
Mitarbeiteranzahl von Unternehmen erwarten, rechnen über 40
Prozent mit einer weltweiten Abnahme der Mitarbeiterzahlen.
Mittlerweile gibt es diverse Studien, die verschiedene Jobprofile
auf ihr Automatisierungspotenzial durch KI untersuchen und
somit eine Wahrscheinlichkeit für ihre Veränderung oder gar
einen Verlust prognostizieren.
Die gemeinsame Erkenntnis der Untersuchungen: Besonders
betroffen sein werden sogenannte White-Collar-Jobs, also
Schreibtischjobs, die weltweit fast von einer Milliarde Menschen
ausgeführt werden.
Anders hingegen sieht es für die sogenannten Blue-Collar-Jobs
aus, die insbesondere körperliche Tätigkeiten erfordern. Berufe
im Handwerk, der Altenpflege oder auch der Kinderbetreuung
werden von der KI-Revolution weniger beeinflusst, da sie kaum
maschinell ausführbar sind.
6
Viele Unternehmen rechnen mit einem Abbau von Arbeitsplätzen
Ist KI ein Jobkiller?
Hinweise:
Quellen: McKinsey & Company; ID: 1476119; Text: Business Insider
Weltweit; Stanford University; McKinsey & Company; 11. 04.2023 - 21.04.2023; 1.684 Befragte; Online-Umfrage
Anteil der Befragten
Auswirkungen von KI auf die Anzahl der Beschäftigten bis 2026
Abnahme 43%
Keine Veränderung 30%
Zunahme 15%
7
Generative KI-Tools werden den Arbeitsmarkt in den kommenden Jahren revolutionieren
Generative KI: Die Einsatzfelder sind vielfältig
Quelle: Statista
Internetsuche
Programmierhilfe
Einzelhandel
Journalismus
Rechtswesen
Medizin
Mit dem Launch von ChatGPT im November 2022
begann der KI-Hype. Bei dem veröffentlichten
Programm handelt es sich um ein generatives KI-
Tool, das klassische Textarbeiten wie das
Verfassen von E-Mails oder journalistischen Texten
übernehmen kann. Aber auch komplexere
Aufgaben wie die Zusammenfassung großer
Textdatensätze, beispielsweise Gerichtsakten, das
Programmieren einer Website oder die Analyse
einer DNA-Helix ist durch die Anwendung möglich.
Dadurch findet generative KI in vielen Bereichen
bereits Anwendung und könnte ganze
Berufsbilder tiefgehend verändern.
Marketing und Werbung
Spieleentwicklung
Automobile
Bildung
Der neueste Trend im Online-Suchverhalten bereitet traditionellen
Suchmaschinen Kopfzerbrechen. Die Rede ist von der KI-gestützten Suche
durch Chatbots wie zum Beispiel ChatGPT. Besonders junge Menschen nutzen
neben herkömmlichen Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckGo
immer öfter Chatbots, um Antworten auf alltägliche Fragen zu erhalten.
Die auf generativer KI basierenden Anwendungen bieten dabei einige Vorteile
im Vergleich zur Websuche. Im Gegensatz zu Google und Co. müssen
Nutzer:innen sich bei ihrer Suchanfrage nicht auf Keywords beschränken und
erhalten von der KI zusammengefasste und aufbereitete Antworten.
Gleichzeitig ermöglichen Chatbots, Rückfragen zu stellen und sich auf
vorherige Interaktionen zu beziehen. Zugang zu Links erhalten Nutzer:innen
seit neuestem auch direkt auf ChatGPT.
Googles Position als Marktführer im Suchmaschinenmarkt wird KI vermutlich
nur geringfügig beeinflussen. Bedroht wird durch eine Änderung des
Suchverhaltens vor allem die Haupteinnahmequelle von Google: das
Werbegeschäft. Gesponserte Links und Shopping-Anzeigen, die im Umfeld der
Suchergebnisse zu finden sind, werden durch Chatbots umgangen. Dabei
macht Werbung rund 80 Prozent der Gesamteinnahmen von Google aus.
8
Die neue Konkurrenz für den Marktführer Google
Gehrdet KI den Suchmaschinenmarkt?
Hinweise: Weltweit; November 2016 bis November 2024; Desktop Search Engine Market Share
Quellen: StatCounter; ID: 225953, Text: Google
Marktanteile der meistgenutzten Suchmaschinen weltweit bis 2024
90,1% 87,7% 91,5% 88,2% 87,7% 85,6% 83,8% 82,8% 80,3%
4,2% 5,5% 3,4% 5,2% 6,3% 7,9% 9,6% 9,6% 11,5%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Google bing Yahoo! Sogou DuckDuckGo YANDEX Baidu
Immer mehr Unternehmen kündigen an, sogenannte AI-Agents (auch KI-
Agenten oder KI-Assistenten genannt) einzusetzen und so
Mitarbeiter:innen zu entlasten. Laut einer Befragung von Capgemini planen
über 80 Prozent der Befragten die Umsetzung in den nächsten Jahren.
KI-Assistenten nnen spezielle Aufgaben übernehmen und agieren dabei
weitestgehend autonom. Ebenso können KI-Agenten miteinander
kommunizieren und sich gegenseitig kontrollieren. Ein Beispiel wäre ein im
Kundenservice arbeitender KI-Assistent, welcher freundlich und hilfsbereit
auf Beschwerden der Kunden reagiert und sich bei spezielleren Fragen zu
Rechnungen oder Umbuchungen an weitere KI-Agenten wendet, um die
Kundenanfrage bestmöglich zu beantworten. Ein Mensch schaltet sich nur
noch ein, wenn die KI-Assistenten nicht mehr weiterwissen oder aus
rechtlichen Gründen Menschen involviert sein müssen.
Der CEO von Nvidia, Jensen Huang, kündigte an, in Zukunft 100 Millionen
solcher KI-Agenten einzustellen, weitere Tech-Unternehmen wie Google,
Salesforce etc. folgten seinem Beispiel. Dennoch beteuern alle, dass sie die
neuen KI-Mitarbeitenden nicht als Ersatz für ihre Belegschaft sehen,
sondern nur als Unterstützung.
9
KI-Agenten gelten als der Tech-Trend des Jahres 2025
Google, Nvidia und Co planen vermehrten Einsatz von KI-Assistenten
Hinweise: Weltweit; Mai bis Juni 2024; 981 Befragte; Unternehmen, die generative KI-Funktionen erproben
Quellen: Capgemini; Text: Handelsblatt, t3n
Plant ihr Unternehmen den Einsatz von KI-Agenten in den nächsten Jahren?
Umsetzung in
den nächsten
23 Jahren
30%
Umsetzung
nächstes Jahr
52%
Bereits in der
Umsetzung
10%
Keine
Pläne
7%
Konnektivit
02
5G und Glasfaser
IoT
Smart City
Smart Home
Rund 93 Prozent der Fläche Deutschlands sind mittlerweile mit schnellem 5G-Mobilfunk
versorgt und 98,5 Prozent der Haushalte haben an ihrem Wohnort Zugang zum 5G-Netz.
Auch der Glasfaserausbau hat in den letzten Jahren an Fahrt aufgenommen. Momentan
sind rund 19 Millionen Haushalte an das Glasfasernetz angeschlossen. Die
Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2025 mindestens 50 Prozent aller
Haushalte und Unternehmen mit Glasfaser zu versorgen.
Diese Entwicklungen sind entscheidend für die digitale Transformation und
Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Schnelle und zuverlässige Internetverbindungen sind
die Grundlage für zahlreiche Anwendungen und Dienste, die im digitalen Zeitalter
unverzichtbar sind.
Gleichzeitig steht dieser Transformationsprozess aber auch vor mehreren
Herausforderungen. Der weitere Ausbau der Glasfaser- und 5G-Netze erfordert
erhebliche Investitionen, wird teilweise durch langwierige Genehmigungsverfahren
verlangsamt und stößt nicht immer auf eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung.
Diese Herausforderungen gilt es zu meistern, um in Deutschland eine zukunftsfähige
digitale Infrastruktur zu schaffen, die als Voraussetzung für Smart Cities, das Internet der
Dinge (IoT) und andere innovative Zukunftsthemen gilt.
11
5G- und Glasfaserausbau in Deutschland schreiten voran
Konnektivität als Grundlage digitaler Technologien
Hinweise: (1) Deutschland; Juli 2024; (2) Deutschland; August 2024; (3) Deutschland; Mai 2024
Quellen: (1) Bundesnetzagentur; ID: 1346916; (2) Bundesnetzagentur; ID: 1476074; (3) VATM, Dialog Consult; ID: 275118
Fläche mit 5G-Versorgung
98,5%
1,5%
Haushalte mit 5G-Versorgung
93,2%
6,8%
1,4 1,9 2,6 3,4 4,2 4,6
1,5 1,8 2,1 2,4 2,7 4,1 6,3
9,6
14,3
0
5
10
15
2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 HJ 2024
Inaktiver Haushalt (kein Anschluss gebucht)
Aktiver Haushalt (Anschluss gebucht)
Glasfaserversorgung in Deutschland
Millionen Haushalte
Anteil Anteil
Versorgt Nicht versorgt
12
IoT wird in nahezu allen Branchen wichtiger
Internet der Dinge (IoT) Vernetzung für eine smarte Zukunft
Automotive IoT
Bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 8,31% erwartet.
Dies würde zu einem prognostizierten Marktvolumen von etwa
348,2 Mrd. € im Jahr 2029 führen.
Innovative Technologien und Konnektivitäts-lösungen.
Consumer IoT
Bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 11,48% erwartet.
Deutschland ist weltweit führend im Bereich des Consumer IoT, mit
einer Vielzahl innovativer Produkte und Lösungen, die das tägliche
Leben der Verbraucher:innen verbessern
Industrielles IoT
Bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 14,03% erwartet.
In Deutschland entwickelt sich das industrielle IoT zu einer
treibenden Kraft für die digitale Transformation in der
Fertigungsindustrie
Hinweise: Weltweit; 2024
Quellen: Statista Market Insights
IoT im Gesundheitswesen
Bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 10,15% erwartet.
Das Internet der Dinge (IoT) ermöglicht im Gesundheitswesen weltweit
innovative Lösungen zur Verbesserung der Patientenversorgung und der
effizienten Datenverwaltung.
Smarte Finanzen
Bis 2029 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 6,56% erwartet.
Nachfrage nach smarten Finanzlösungen steigt weltweit, da
Verbraucher:innen in allen Ländern zunehmend digitale Tools nutzen, um
ihre finanzielle Situation zu verwalten.
Smarte Städte
Bis 2029 weltweit eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 9,96% erwartet.
Deutschland ist führend in der Entwicklung und Implementierung von Smart
City Lösungen. Die Schwerpunkte liegen auf nachhaltiger Energie,
intelligentem Verkehr und digitaler Verwaltung.
13
Effizienz, Nachhaltigkeit und Lebensqualität durch die Integration moderner Technologien
Smart City Stadt der Zukunft?
Quellen: BSI, Statista
Smarte Stadtplanung heißt z.B. datenbasierte
Entscheidungsfindung, eine digitale Infrastruktur, smarte
Stromnetze und Integration der Bürger:innen.
Smarte Bildung z.B. über optimalen Zugang zu E-
Learning und Onlinekursen, über Personalisierung
des Lernens mithilfe von KI oder Gamification.
Smarte Sicherheit kann über Videoüberwachung und
analyse erreicht werden. Öffentliche Plätze werden so
überwacht, Verkehrsströme gesteuert und die Sicherheit der
Bürger:innen sichergestellt.
Smarter Transport und Mobilität über vernetzte
Verkehrssysteme, Carsharing, autonomes Fahren,
Parkraumanagement und Elektromobilität.
Smarte Infrastruktur zielt darauf ab, dass sich
Infrastrukturelemente miteinander vernetzen und
entsprechend aufeinander reagieren können.
Smarte Energieversorgung über intelligente Stromzähler,
Batteriespeicher, Ladesysteme und Smart Grids.
Smarte Gesundheitsvorsorge bezieht sich z.B. auf den Einsatz von
Wearables (Analyse Gesundheitsdaten), telemedizinische
Plattformen, Gesundheitsapps oder KI-basierte Diagnose-Systeme.
Smarte Verwaltung heißt mehr Online-Dienste
wie digitale Ausweise, E-Government-Dienste und
Automatisierung von Routineaufgaben.
Smarte Wasserversorgung über Sensorentechnologie und
Messung der Wasserqualität. Smarte Abwassersysteme über
Echtzeit-Überwachung und Frühwarnsysteme.
Smarte Gebäude verfügen z.B. über proaktive
Sicherheitsüberwachungen, automatisierte
Wartungsmaßnahmen oder intelligente
Belüftungssysteme.
Alle Elemente der smarten Stadt zielen darauf ab, über
moderne Technologien und digitale Lösungen eine gesteigerte
Nachhaltigkeit, Effizienz und Ressourcennutzung zu erreichen.
0,9 1,0 1,1 1,2 1,3
0,8 0,9 1,0 1,1 1,2
0,8 0,9 0,9 0,9 1
1,0
1,1
1,2
1,3
1,5
2,7 3,1 3,4 3,7 4
1,8
2
2,2
2,4
2,6
0
2
4
6
8
10
12
2024 2025 2026 2027 2028
Energie Management Gebäudesicherheit Home Entertanment
Komfort & Licht Smarte Haushaltsgeräte Vernetzung & Steuerung
Smarte Haushaltsgeräte sind mit moderner Technologie ausgestattet und
können dadurch online oder über lokale Netzwerke gesteuert werden. Sie
können oft über Smartphone-Apps, Sprachassistenten oder automatisierte
Systeme bedient werden. Beispiele für smarte Haushaltsgeräte sind:
intelligente Kühlschränke, die den Inhalt überwachen und Einkaufslisten
erstellen,
smarte Thermostate, die die Temperatur automatisch anpassen,
smarte Waschmaschinen, die sich von unterwegs aus steuern lassen,
smarte und selbstfahrende Staubsauger, die autonom agieren,
smarte Beleuchtungssysteme, die sich den Nutzungsmustern anpassen,
smarte Sicherheitskameras, die Gefahren automatisch erkennen und
warnen.
Diese Geräte bieten nicht nur Komfort, sondern können auch zur
Energieeinsparung und zur Verbesserung der Effizienz im Haushalt beitragen.
14
Umsatz steigt im Jahr 2025 auf knapp neun Milliarden in Deutschland
Smart Home Intelligente Technologie r mehr Komfort und Sicherheit
Hinweise: Deutschland; 2024
Quellen: Statista Market Insights
In Milliarden Euro
Smart Home Umsatz nach Segmenten in Deutschland bis 2028
Mediennutzung
03
Nutzungsgewohnheiten
Mobile Internetnutzung
Etablierte Medienformate vs. Streaming
Digitales Informationsverhalten
16
Internet, Fernsehen und Radio werden viele Stunden am Tag genutzt
Welche Medien prägen den Alltag?
Hinweise: Deutschland; Februar und März 2024; forsa; 2.446 Befragte, 14-69 Jahre; Face-to-Face-Interviews und CAVI
Quellen: Seven.One Media GmbH; ID:165834; Text: Europäische Kommission; DataReportal
Als meistgenutzte Medienformate im internationalen als auch
deutschen Kontext gelten das Internet, Fernsehen sowie Radio.
Etablierte Medien sind bei dem Fortbestehen ihrer Reichweiten
immer wieder Herausforderungen ausgesetzt und bedürfen einer
Anpassungsfähigkeit, denn verschiedene Altersgenerationen
besitzen eine unterschiedliche Art der Mediennutzung.
Soziale Netzwerke werden mittlerweile von über fünf Milliarden
Menschen genutzt. In Nordeuropa ist die Verbreitung am höchsten,
dort beläuft sich der Anteil der aktiven Social-Network-
Nutzer:innen an der Bevölkerung auf fast 82 Prozent
Trends im digitalen Medienbereich betreffen diverse Bereiche: Von
digitalen Zeitungsabonnement, Video-/TV- und Musikstreaming bis
zum Smart-TV kamen in den vergangenen Jahrzehnten einige
Innovationen auf. Der mediale Alltag von Menschen findet zum
größten Teil online statt. Ein zentraler Nenner in den Entwicklungen
ist die Konnektivität sowie eine schnelle und mobile Abrufbarkeit.
Medienverwendung pro Nutzer in Deutschland 2024
In Minuten pro Tag
TV
177
Min.
76
Min.
RADIO
53
Min.
MUSIK
49
Min.
ONLINE-
AKTIVITÄTEN
37
Min.
GAMES
36
Min.
SOCIAL MEDIA
38
Min.
SUBSCRIPTION-
VIDEO-ON-
DEMAND
29
Min.
YOUTUBE
24
Min.
BUCH
19
Min.
SONSTIGES
16
Min.
PRINT
86% 88%
91% 93% 94%
74%
80% 82% 84% 85%
40%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2019 2020 2021 2022 2023
Anteil Internetnutzer:innen Anteil mobiler Internetnutzer:innen
Der Anteil der Bevölkerung mit einem Zugang zum Internet stieg in den
vergangenen Jahren kontinuierlich an, mittlerweile sind 5,4 Milliarden Menschen
online, dies entspricht einem Anteil von 67 Prozent. Noch massentauglicher
machte das Internet der Zugang von unterwegs. In nahezu allen Weltregionen
übersteigt der Anteil mobiler Endgeräte an allen Seitenaufrufen im Internet den
Anteil über Desktop-Geräte.
Beim Zugang zum Internet über das Smartphone ist vor allem der Browser
Chrome von Google beliebt und lässt die Konkurrenz um Safari (Apple),
Samsung und Firefox im Marktanteil weit hinter sich zurück. Am Beispiel der
mobilen Internetnutzung wird die Verschiedenheit der Verwendung digitaler
Medien zwischen Altersgenerationen sichtbar. Je jünger deutsche Internetnutzer
sind, desto eher neigen diese dazu, das Internet über den mobilen Weg zu
nutzen. Die rasant anwachsende Integration des Smartphones in den Alltag der
Menschen hat das Leben rund um den Konsum von Medien wie soziale
Netzwerke, Musik- oder Videoinhalte mobiler gemacht.
17
Mobile Internetnutzung nimmt weiter zu
Internet immer und überall
Hinweise: Deutschland; Februar und März 2024; Kantar; 2.446 befragte Internetnutzer:innen, ab 14 Jahre; Telefoninterviews (CATI)
Quellen: Initiative D21; ID: 13077; Text: ARD; ZDF, ITU; StatCounter
Anteil der (mobilen) Internetnutzer in Deutschland bis 2023
Streaming löst das lineare Fernsehen zunehmend ab
Streaming vs. TV und Print
Nutzungsdauer von Pay VoD bzw. SVoD-Inhalten in Deutschland bis 2024 Der endgültige Wegfall des sogenannten Nebenkostenprivilegs im Jahr
2024 und der einhergehende Abschied vom Kabelfernsehen reiht sich
beispielhaft in die gegenwärtigen Entwicklungen auf dem deutschen TV-
und Videomarkt ein. Der lineare Fernsehkonsum sinkt und wird
schrittweise durch den Zugriff auf Fernseh- und Videoformate wie Filme
und Serien per Internet und Streaming ersetzt. Auch die
Geräteausstattung spielt dabei eine Rolle. Connected-TV oder auch Smart-
TV ist die Zukunft der TV-Branche. In Deutschland läuft der Anteil
internetfähiger Fernsehgeräte am gesamten Fernsehgeräteabsatz den
100 Prozent entgegen.
Im Musikbereich ist Streaming die treibende Kraft des digitalen Ausbaus.
Die Nutzerzahlen von Musikstreaming-Plattformen wie Spotify, Apple
Music oder YouTube wachsen stetig und werden auch künftig auf einem
Hoch bleiben. Darüber hinaus wirkt sich die digitale Vernetzung auf die
Kommunikationsweise zwischen Menschen aus. WhatsApp gilt mit
mehreren Milliarden Nutzenden als der meistgenutzte Messenger
weltweit.
(1) Region; Date; Notes (option al); (2) Region; Date; Notes (optional)
95%
83%
94%
68%
50%
60%
70%
80%
90%
100%
2014 2016 2018 2020 2022 2024
Anteil der Befragten, die mindestens selten Fernsehen schauen
Anteil der Befragten, die mindestens selten Zeitungen lesen
18 Hinweise:
Quellen:
Nutzerkreis von Fernsehen und Zeitungen in Deutschland bis 2024
In Minuten pro Tag
Weitester Nutzerkreis
(1) Deutschland; 2016 bis 2024, jeweils 2. Quartal; forsa, AGF; 59.039 Befragte; 14-69 Jahre; Computergestützte Telefoninterviews (CATI); (2) Deutschland; 2014 bis 2024, jeweils im Frühjahr; forsa; 2.450 Befragte; 14-69 Jahre;
Computergestützte Telefoninterviews (CATI)
(1) Seven.One Media GmbH; ID: 321177; (2) ID: 614237; Text: Deutsche TV-Plattform, Statista Digital Market Insights, DataReportal
47
14 19 24
31 35 34 36
0
10
20
30
40
2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024
Internet
Wahl-O-Mat
Fernsehen
Radio
Informationen der Parteien im Internet
Tageszeitungen (Print)
Persönliche Gespräche
59%
54%
53%
36%
34%
34%
30%
Digitale Medien, Plattformen und Netzwerke entwickelten sich zur
priorisierten Informationsquelle. Rund 70 Prozent der
Europäer:innen rufen mindestens mehrmals in der Woche
Nachrichten online ab. Zwar rutscht das Fernsehen als
Informationsmedium nicht in die Irrelevanz, jedoch nutzen
Deutsche inzwischen vor allem das Internet als
Informationsquelle bei anstehenden Wahlen. Eine gesonderte
Rolle beim Nachrichtenkonsum nehmen Social-Media-Plattformen
ein. Hier begegnen Nutzer:innen viele Inhalte in hoher
Geschwindigkeit und es kann zu einer Informationsflut kommen.
Zuletzt stieg weltweit insbesondere der Nutzeranteil von TikTok
für den Informationskonsum. In Deutschland gilt YouTube als das
beliebtestes soziale Netzwerk bei der Informationsbeschaffung.
Die zunehmende gesellschaftliche Relevanz von Online-
Informationsmedien steigert zugleich das künftige
Gefahrenpotenzial von Fake News.
19
Ob zu Wahlen oder im Alltag: Menschen informieren sich hauptsächlich über das Internet
Das Internet ist die wichtigste Informationsquelle
Hinweise:
Quellen:
(1) Deutschland; 21. Mai bis 25. Mai 2024; forsa; 1.003 Deutschsprachige private Internetnutzer; ab 14 Jahre; Online-Umfrage; (2) EU; 10. Oktober bis 05. November 2024; Verian;
26.525 Befragte; ab 15 Jahre; Face-to-Face-Interviews und CAVI
(1) Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen; ID: 1496114; (2) European Commission; ID: 325532; Text: Reuters Institute for the Study of Journalism
Meistgenutzte Medien als Informationsquelle bei
anstehenden Wahlen in Deutschland
Täglich oder
fast täglich
2- bis 3-mal in der
Woche, ungefähr
einmal die Woche
2- oder 3-mal
pro Monat,
seltener
Niemals
43%
27%
11%
19%
Anteil der Befragten
Häufigkeit des Nachrichtenlesens im
Internet in der EU
Anteil der Befragten
Nachhaltigkeit
04
Energieverbrauch digitaler Trends
Smartphones
Rechenzentren
KI und Nachhaltigkeit
Gaming
PS5 Pro - Größter Stromfresser
unter den Konsolen
Jährlicher Stromverbrauch von
Spielekonsolen (3 Stunden
Betriebszeit pro Tag in kWh)
Social Media
Jährlich 353.466 Gramm CO2
pro Person
CO2-Ausstoß der Social-Media-
Plattformen (pro Tag und Person)
Videostreaming
Jährlich etwa 200 Milliarden kWh
CO2-Ausstoß in Gramm pro Stunde
Videostreaming
ChatGPT
Jährlich 453,6 Millionen kWh
Das reicht aus um...
Jedes Elektroauto in den USA 2x
aufzuladen
43.204 Haushalte in den USA mit
Strom zu versorgen
Täglich 95,7 Millionen iPhones für
ein Jahr aufzuladen
Eine Anfrage
benötigt rund
2,9 Wattstunden
...10x mehr als
eine Anfrage
bei Google
21
Quellen: BestBrokers, Handelsblatt, Verivox, CloudZero, Statista
Hoher Energiebedarf als Begleiterscheinung
So negativ wirken sich ChatGPT und Co auf den digitalen Fußabdruck aus
76 Gramm
3 Gramm
56 Gramm
2,64 Gramm
0,79 Gramm
1,5 Gramm
251,9
220,1
226,7
Smartphones sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken, doch ihre Herstellung und
Nutzung haben auch erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt. Jährlich werden mehr als eine
Milliarde Smartphones verkauft. Ihre Produktion erfordert wertvolle Rohstoffe wie seltene
Erden, deren Abbau oft unter umweltschädlichen Bedingungen erfolgt. Zudem verursachen
die Herstellung und der Transport von Smartphones hohe CO2 -Emissionen.
Eine nachhaltigere Alternative ist der Kauf von gebrauchten und aufbereiteten Smartphones.
Diese Geräte haben bereits einen Lebenszyklus durchlaufen und ihre Wiederverwendung
reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen und den damit verbundenen Umweltbelastungen.
Eine Studie der französischen Umwelt- und Energieagentur (ADEME) kommt zu dem Ergebnis,
dass durch aufbereitete Smartphones mehr als 85 Prozent des Wasserverbrauchs eingespart
werden können und der Rohstoffverbrauch und die CO2-Emissionen sogar um über 90
Prozent reduziert werden.
Weltweit zeigt sich ein immer stärker wachsendes Bewusstsein für die Umweltvorteile von
Second-Hand-Technologie. Laut den Marktforscher:innen von IDC wird der Absatz von
gebrauchten Smartphones kontinuierlich ansteigen. Für das Jahr 2027 wird ein Absatz von
mehr als 430 Millionen Geräten prognostiziert. Zusammengefasst können gebrauchte und
aufbereitete Smartphones eine umweltfreundlichere Alternative zu neuen Geräten bieten.
22
Der Markt für aufbereitete Smartphones wächst
Ressourcen sparen mit gebrauchten Smartphones
Hinweise:
Quellen: (1) Back Market, ADEME; ID: 1440466; (2) IDC; ID: 1361840
253,4 282,6 309,4
431,1
0
100
200
300
400
500
2021 2022 2023¹ 2027²
Ressourcenverbrauch gebrauchter Smartphones im Vergleich
zu neuen Smartphones
Absatz von refurbished Smartphones weltweit
In Millionen Stück
Anteil im Vergleich zu neuen Smartphones
8,4%
13,6%
8,7% 11,0%
0,0%
5,0%
10,0%
15,0%
20,0%
COe
Wasser Rohstoffe Elektroschrott
(1) Weltweit; April 2023; (2) Weltweit; Januar 2024; ¹ vorläufig; ² Prognose
Quellen:
Hinweise: Europa, 2024; Karte erstellt mit flourish.studio
Cloudscene; ID: 1405175; Text: Tagesschau
23
Frankfurt am Main ist die Hauptstadt der Rechenzentren in Europa
KI-Anwendungen benötigen Unmengen von Energie und
Rechenpower. Durch die explosionsartige Verbreitung von
KI-Tools wie ChatGPT oder Gemini steigt der Bedarf an
Rechenzentren und damit der Energieverbrauch weltweit
an. In Europa lag Deutschland beim Ranking der Länder
mit den meisten Rechenzentren zuletzt vorne. Im Jahr
2024 gab es in Deutschland 522 Rechenzentren, das
Rhein-Main-Gebiet ist hierzulande die Region mit der
größten Dichte an Rechenzentren. Um Frankfurt am Main
befinden sich rund die Hälfte der deutschen
Großrechenzentren.
Die Entwicklung hin zu immer leistungsfähigeren KI-Tools
dürfte den Bedarf an Rechenzentren in Zukunft weiter
steigen lassen.
522
315
168
19 143
517
251
57
144
58
58
95
48
34
14
30
24
27
18
120
68
79
300
50
34
12
14
15
13
23
Deutschland hat die meisten Rechenzentren in Europa im Jahr 2024
24 Hinweise:
Quellen:
Der steigende Energieverbrauch durch KI-Anwendung zeigt sich
sehr deutlich an dem Stromverbrauch der KI-Rechenzentren in
den kommenden Jahren. Das könnte ein großes Problem für die
Stromversorger werden, da die vorhandenen Kapazitäten
überstiegen werden könnten.
Aktuell wird vermehrt über die Rückkehr oder den Ausbau von
Atomenergie diskutiert. Nahezu alle großen Tech-Player planen
den Kauf eigener Mini-Atomkraftwerke, um dem Bedarf Gerecht
zu werden.
Da Atomkraft als grüne Energie geführt wird, könnte dies dabei
helfen, die Ziele der Klimaneutralität bis 2030, denen sich die
großen Tech-Unternehmen verpflichtet haben, zu erreichen.
Weltweit; 2022-2024
Gartner; ID: 1538264
Geschätzter Stromverbrauch von KI-Rechenzentren bis 2027
Stromverbrauch in Terawattstunden (TWh)
Stromverbrauch von KI-Rechenzentren wird sich bis 2027 verdoppeln
Künstliche Intelligenz könnte die vorhandenen Stromkapazitäten sprengen
2022 2023 2024 2025 2026 2027
74 195 261 335 401 500
Entwicklung von Leitlinien für eine verantwortungsvolle Nutzung
Verwendung energieeffizienterer Hardware
Kompensation durch Emissionsgutschriften
Investitionen in erneuerbare Energien
Optimierung der Trainingsalgorithmen
Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und der Fortschritt sollte mit
Verantwortung begleitet werden. Damit sind nicht nur die Umweltauswirkungen
gemeint, sondern auch die Risiken, die mit dem Fortschritt der Technologie
einhergehen. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Übernahme der
Weltherrschaft durch KI, aber um die gesellschaftliche Pflicht, die ethische und faire
Nutzung sicherzustellen und Missbrauch zu verhindern. Verordnungen wie der
europäische AI-Act nehmen sich dieser Aufgabe an. Bezüglich des enormen
Energieverbrauchs von KI-Anwendungen wurden bereits Wege gesucht, die
Prozesse energieeffizienter und sparsamer zu gestalten. Die Frage nach der
Regulierung bleibt auch in den kommenden Jahren wichtig.
25
Mit fortschreitender Entwicklung drängen sich die Fragen nach Regulierung und Kontrolle auf
Wie kann den negativen Auswirkungen von KI entgegengewirkt werden?
Hinweise: (1) Weltweit; 2024; (2) Deutschland; 2024
Quellen: (1) Capgemini; ID: 1483740; (2) TÜV-Verband
Maßnahmen zur Kompensation der Umweltauswirkungen von KI
durch Unternehmen
Größte Risiken von KI
54%
47%
37%
36%
31%
Es bestehen derzeit nicht abschätzbare Risiken der KI-Technologie
1
Ich habe Sorge, dass die Menschheit die Kontrolle über die Technologie verliert
2
Sehr viele Menschen werden ihren Job als Folge des KI-Einsatzes verlieren
3
Cybersicherheit
05
Bedrohungslage
Datenschutz
KI in der Cybersicherheit
Regulierung
Desinformation
Vom Enkeltrick über QR-Code-Phishing bis hin zu Deepfakes
mit Künstlicher Intelligenz den kreativen Machenschaften
von Cyberkriminalität sind keine Grenzen gesetzt. So
grenzenlos wie der Ideenreichtum der Angreifer:innen ist, so
groß ist auch das wachsende Problem von Cyberangriffen für
Unternehmen und Privatpersonen.
Die Bedrohung der digitalen Sicherheit und des Datenschutzes
im Internet wächst dabei nicht nur in Deutschland, sondern ist
ein weltweites Phänomen. Im Jahr 2024 gaben 60 Prozent der
Unternehmen in Deutschland an, von mehr Cyberangriffen
betroffen gewesen zu sein als im Vorjahr.
Unternehmen stellen beliebte Cyberkriminalitätsziele dar, da
sie besonders viele wertvolle Daten besitzen. Doch auch
Privatpersonen sind vor Cyberangriffen nicht sicher. Die Sorge
einer Cyberattacke im Privatleben ist dementsprechend
länderübergreifend hoch. In Indien gaben sogar 80 Prozent
der Befragten an, sich vor einem Cyberangriff zu sorgen - in
Deutschland waren es immerhin 44 Prozent.
27
Bedrohung für die digital vernetzte Welt
Globale Sorge: Die wachsende Gefahr von Cyberangriffen
Hinweise: Weltweit; Dezember 2023; Global C-Level und Mitarbeitende
Quellen: Munich Re; ID: 1489180; Text: Hiscox
<80%
6079%
2039%
4059%
Anteil der Befragten
Sorge über einen möglichen Cyberangriff im Privatleben nach Ländern 2024
68,5%
71,7%
71,7%
73,0%
74,8%
70,5%
77,3%
77,3%
77,6%
78,4%
80,2%
80,6%
Regelmäßige Installation von
Updates bei Programmen
Ausloggen bei Benutzerkonten
auf Webseiten
Schutz des Geräts mit einer PIN
Regelmäßige Updates von Apps
Verwendung starker Passwörter
Nutzung sicherer Zahlungssysteme
2024 2023
Die größte Sicherheitslücke in Bezug auf Cyberkriminalität
ist häufig die Person, die hinter dem Bildschirm sitzt. Ein
grundlegender Schutz gegen Cyberangriffe kann daher
bereits durch einfache Datenschutzmaßnahmen wie die
Verwendung starker Passwörter, die Aktualisierung von
Software und Betriebssystemen, die Vermeidung
verdächtiger Links oder Anhänge in E-Mails und die
Nutzung sicherer Netzwerke geschaffen werden.
Im Jahr 2024 hat die Nutzung von Datenschutzmaßnahmen
in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr bereits deutlich
zugenommen. Während 2023 rund 71 Prozent sichere
Zahlungssysteme verwendeten, waren es 2024 bereits
rund 81 Prozent.
28
Bewusstsein für Sicherheitsmaßnahmen nimmt zu
Datenschutz fängt beim Menschen an
Hinweise: Deutschland; 2023 bis 2024; Verbraucher:innen
Quellen: Deutschland sicher im Netz; ID: 1479490
Meistgenutzte Cybersicherheitsmaßnahmen 2023 und 2024
Anteil der Befragten
Cyberangriffe gelten für Unternehmen weltweit als
einer der größten Bedrohungsszenarien. Der Einsatz
von Künstlicher Intelligenz birgt dabei Vor- und
Nachteile. Einerseits kann KI dabei helfen, Cyberangriffe
schnell zu erkennen und so größere Schäden zu
verhindern. Andererseits nutzen Cyberkriminelle KI-
Tools, um automatisierte Cyberangriffe durchzuführen
und verschärfen damit die Bedrohungslage für
Unternehmen und Privatpersonen.
Unternehmen und die Bevölkerung sehen die Folgen
von KI gleichermaßen kritisch. Rund zwei Drittel der
befragten Unternehmen weltweit und in Deutschland
befürchten, dass die zunehmende Verbreitung von KI-
Tools die Angriffsfläche weiter vergrößert und die IT-
Landschaft verändert. Unter den Verbraucher:innen
haben ebenfalls rund zwei Drittel der Befragten große
Bedenken gegenüber Künstlicher Intelligenz.
29
Unternehmen und Privatpersonen befürchten einen negativen Einfluss durch KI-Tools
Künstliche Intelligenz verschärft die Cybersicherheitslage weiter
Hinweise: (1) Weltweit; Deutschland; Mai bis Juli 2024; 1.762 Befragte; Sicherheitsverantwortliche; (2) Weltweit; Censuswide; Dezember 2023 bis Januar 2024; 7.335 Befragte; 16-55+ Jahre; Verbraucher:innen
Quellen: (1) PwC; ID: 1537460; (2) BitDefender; ID: 1537408
Bedenken der Verbraucher gegenüber KI
9%
19%
67%
9%
21%
68%
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
70%
80%
Verringert Keine Veränderung Gestiegen
Deutschland Weltweit
Veränderung der Cyberangriffsfläche durch genAI
Anteil der Befragten Anteil der Befragten
Nicht besorgt
Besorgt
67%
33%
Hinweise: Region; Date; Notes (optional)
30
Unternehmen müssen in den kommenden Jahren strengere Regeln für KI und Cybersicherheit beachten
Diese Gesetze und Richtlinien kommen in den nächsten Jahren
Cyber Resilience Act
Meldepflichten für die
Hersteller bei Kenntnis von
ausgenutzten Sicherheits-
lücken treten in Kraft.
Cyber Resilience Act
Unternehmen müssen
Produkte an die neuen
Anforderungen anpassen.
NIS-2-Richtlinie
Bis zum Frühjahr 2025 müssen bis zu 40.000
deutsche Unternehmen die Gesetzgebung
umgesetzt haben. Bei Nichteinhaltung der
Richtline drohen hohe Bußgelder von bis zu
zehn Millionen Euro oder zwei Prozent des
weltweiten Jahresumsatzes.
AI-Act
Zum 01. August 2024 tritt der AI-Act in Kraft: Mit
dem KI-Gesetz soll sichergestellt werden, dass
die in der EU entwickelte und eingesetzte KI
vertrauenswürdig ist und die Grundrechte der
Menschen geschützt werden.
NIS-2-Richtlinie
Veröffentlichung der zweiten EU-
Richtlinie zur Netzwerk- und
Informationssicherheit, um
Sicherheitslücken in Sektoren wie
Energie- und Wasserversorgung,
Verkehr, Finanzwesen etc. zu schließen.
Cyber Resilience Act
Rat der EU-Innenminister:innen
verabschieden den CRA. Dieser
soll die Cybersicherheit von
Produkten und Anwendungen in
der EU sicherstellen.
AI-Act
Alle anderen Bedingungen
müssen erfüllt sein.
AI-Act
Die ersten Verbote und
Regeln für KI-Systeme
beginnen zu gelten.
2022 2024 2026 2027
2025
17%
37%
20%
12%
8%
6%
0%
10%
20%
30%
40%
24%
76%
31
Bewusstsein für digitale Desinformation nimmt zu
Hinweise: (1) Deutschland; 21. Mai bis 25. Mai 2024; forsa; 1.003 deutschsprachige private Internetnutzer; ab 14 Jahre; (2) Deutschland; 07. März 2024 bis 18. März 2024; GfK; 2.012 Befragte; 18 bis 74 Jahre
Quellen: (1) Landesanstalt r Medien Nordrhein-Westfalen; ID 496189; (2) NIM; ID 1496169; Text: WDR, Bertelsmann Stiftung, Friedrich-Naumann-Stiftung
Wahrnehmung von politischer Desinformation im Internet in Deutschland
In einer wechselwirkenden Dynamik bieten zukunftsweisende, technologische
Voraussetzungen wie KI und das digitale Mediennutzungsverhalten einen wachsenden
Raum für Fehl- und Desinformation aus dem In- sowie Ausland. In den USA wurde im
November 2024 mit Donald Trump ein Präsident gewählt, dessen Wahlkampfstrategie auf
das Streuen von Falschinformationen ausgelegt war. Plattformen wie X (ehemals Twitter)
und dort kursierende KI-Inhalte haben eine verunsichernde und beeinflussende
Auswirkung auf Menschen. Die von Falschinformationen und Deepfakes ausgehende
Gefahr kann auch für die Bundestagswahl 2025 in Deutschland Folgen haben. Über 60
Prozent der Deutschen haben große Bedenken bezüglich Wahlmanipulation durch Fake
News. In Deutschland sind es vor allem Onlinebeiträge und Kommentare auf Sozialen
Medien, in denen Internetnutzer:innen Desinformationen begegnen. Es erscheint nur wenig
verwunderlich, dass Social-Media-Plattformen deutlich geringere Glaubwürdigkeit
zugemessen wird, als unter anderem öffentlich-rechtlichen Medien.
Anteil der Befragten
Auswirkung von Desinformation auf die Nutzung von Medien in Deutschland
Anteil der Befragten
Inwieweit könnte sich das Risiko steigender politischer Desinformation auf die Bundestagswahl 2025 auswirken?
Falsch- und Desinformation
haben keinen Einfluss auf mein
Mediennutzungsverhalten
Falsch- und Desinformation
verändern, wie ich mit Medien im
Allgemeinen umgehe
häufig
ab und zu
selten
bisher noch nie, hatten
es aber schon vermutet
noch nie und auch
nicht vermutet
weiß nicht/k.A.
32
Wichtigste Schlussfolgerungen und Ausblick
Die Zukunft ist digital
Die digitale Welt wird sich im Jahr 2025 rasant weiterentwickeln. Wie schnell der
technologische Fortschritt voranschreitet, hängt in erster Linie mit Künstlicher
Intelligenz zusammen. Vergleiche mit der Einführung des Internets kommen nicht
von ungefähr. Dabei wird es neben den großen Potenzialen und Chancen
entscheidend sein, die Risiken in den Blick zu nehmen und eine entsprechende
Kontrolle und Regulierung zu ermöglichen.
Ein Auszug digitaler Trends wurde in diesem Report beleuchtet und analysiert. Die
wichtigsten Take-aways:
Generative KI wird zunehmend in Bereichen wie Content-Erstellung und
Automatisierung eingesetzt, revolutioniert kreative Prozesse und ermöglicht neue
Formen der Interaktion. Generell ist es schwierig, einen verlässlichen Ausblick zu
definieren, da unklar ist, wie schnell sich die Technologie entwickelt. Fest steht
jedoch, dass generative KI die Art und Weise, wie wir arbeiten, kommunizieren und
Inhalte erstellen (Musik, Video, Text) grundlegend verändern wird.
Konnektivität ist die Grundlage für technologische Entwicklungen, Geräte und die
Digitalisierung. Die Einführung von 5G und der Ausbau des Internets der Dinge (IoT)
wird weiter verstärkt werden. Schnelles Internet ist für eine noch engere
Vernetzung von Geräten und Städten elementar. In Deutschland soll bis 2030
flächendeckend Glasfaserinternet und 5G-Netz verfügbar sein. Das Etappenziel bis
Ende 2025 die Hälfte aller Haushalte mit Glasfaser auszustatten, wird vermutlich
erreicht.
Mediennutzung verändert sich mit einer verstärkten Nachfrage nach interaktiven,
auf Nutzer:innen zugeschnittenen Inhalten, während Streaming und Social-Media
weiter wachsen. Nichtsdestotrotz spielen die klassischen Medienformate wie
Fernsehen und Radio in Deutschland weiterhin eine große Rolle.
Nachhaltigkeit wird durch digitale Technologien zum einen unterstützt, wie etwa
durch smarte Energiemanagementsysteme und datengetriebenen Ansatz zur
Reduzierung des CO2-Ausstoßes, zum anderen aber auch herausgefordert.
Insbesondere die fortschreitende Entwicklung von Künstlicher Intelligenz könnte
für Engpässe bei den Stromkapazitäten sorgen. Hier gilt es, klimafreundliche
Lösungen zu finden.
Cybersicherheit gewinnt an Bedeutung, da steigende Cyberbedrohungen und
Datenschutzanforderungen Unternehmen und Privatpersonen dazu zwingen, ihre
Sicherheitsarchitekturen zu stärken und innovative Schutzlösungen zu entwickeln.
In einer vernetzten, digitalen Welt ist das Risiko solcher Angriffe immens und hat
das Potenzial, kritische Infrastruktur lahmzulegen.
33
Glossar
CAGR
Compound Annual Growth Rate (CAGR) beschreibt die durchschnittliche jährliche Wachstumsrate.
Pay VoD
Pay Video on Demand beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem für den Zugang zu einzelnen oder
einer Zusammenstellung an Videoinhalten direkt bezahlt wird.
SVoD
Subscription-on-Demand beschreibt das Over-the-Top (OTT)-Modell, bei dem Videoinhalte per
Stream und gegen eine wiederkehrende Gebühr (Abonnement) abgerufen werden können.
QR-Code-Phishing
Betrugsmethode, bei der manipulierte QR-Codes verwendet werden, um Nutzer auf gefälschte
Websites zu leiten und sensible Daten wie Passwörter oder Zahlungsinformationen zu stehlen.
34
Quellen
ADEME
ARD
Back Market
Bertelsmann Stiftung
BestBrokers
BitDefender
BSI - Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik
Bundesnetzagentur
Capgemini
Cloudscene
CloudZero
DataReportal
Deutsche TV-Plattform
Deutschland sicher im Netz
Dialog Consult
Europäische Kommission
Friedrich-Naumann-Stiftung
Gartner
Google
Handelsblatt
Hiscox
IDC
Initiative D21
IT-Business
ITU
Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen
McKinsey & Company
Munich Re
NIM
PwC
Reuters Institute for the Study of Journalism
Seven.One Media GmbH
StatCounter
Statista Market Insights
VATM
Verivox
WDR
ZDF
35
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36
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