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nicht in ausreichendem Maße zu seiner weltanschaulichen Position108 und erklärt nicht
hinreichend seine narrativen Absichten, und tritt dazu in öffentlichen Auftritten und
109 wie Thomas Bernhard in Erscheinung, in
dem er jede Frage zu seiner Arbeit, seinen Intentionen oder Person mit der Piroutte
einer abschweifenden, manchmal auch kapriziösen Antwort begegnet, eine Antwort, die
statt zu erhellen durch Wortspiele, Pointen und gezielte Provokationen der gestellten
Frage ausweicht110, übernehmen oft andere die Aufgabe, ihn, seine vermeintlichen
Intentionen und Ziele zu erklären111.
Mit unter wurde etwa durch die Gleichsetzung von Figurenaussage, Stil und Autor-
person112 ein breites Spektrum möglicher Zugänge eröffnet, die das Problem des richti-
108 In bezeichnender Weise antwortet der Protagonist in In der Höhe. Rettungsversuch. Unsinn auf die
was haben Sie denn für eine Weltanschauung?
man davon absieht, daß ich die Weltanschauung habe, die ich haben muß, die jeder hat,
die ganzen Schriften und die ganzen Gespräche der Leute sind angefüllt mit ihrer Weltanschauung
und: Weltbild, Weltbund, Welthysterie, Weltkrise, Weltbankrott, Weltpakt, Weltgesundheit, das alles ist
109 Stefan David Kaufer: Die Abwehr von Körperlichkeit bei Thomas Bernhard. Berlin 1999. S. 18.
110 Vgl. etwa Thomas Bernhard: André Müller im Gespräch mit Thomas Bernhard. Weitra 1992. S. 24,
58 und 81f. Bernhard 1991. S. 71ff., 77f. und 83f.
111 Oliver Jahraus
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reichbarkeit des Bewußtseins. In: Thomas Bernhard. Die Zurichtung des Menschen. Hrsg. von
Alexander Honold und Markus Joch. Würzburg 1999. S. 31-41, hier S. 40.).
112 Schriftsteller-Figuren, wie in Am Ziel oder in Über allen Gipfeln ist Ruh werden von Gitta Honegger
(Thomas Bernhard. »Was ist das für ein Narr?».
Berlin 2003. S. 65.). Huntemanns Einwand, dass es sich doch bei Werk Bernhards letztlich um
bestimmter Figuren zum Tragen kommt, die dazu mit dem Attribut der Geisteskrankheit belegt sind
(»Treue zum Scheitern«. Bernhard, Beckett und die Postmoderne. In: Text und Kritik: Thomas
Bernhard. H. 43. München 31991. S. 42-74, hier: S. 67. Vgl. auch Hermann Korte: Dramaturgie der
»Übertreibungskunst«. Thomas Bernnhards Roman »Auslöschung. Ein Zerfall«. In: Text und Kritik:
Thomas Bernhard. H. 43. München 31991. S. 88-103, hier: S. 88.), wird unter anderem durch das
Argument entkräftet, dass auch Bernhard in Interviews, Artikeln und Reden sich in ähnlicher Weise
zu bestimmten Themen geäussert habe. In diesem Sinne erklärt Bernhard Sorg, dass die Polemik und
ßerungen gesagt
und vermutlich geglaubt hat, seinen persönlichen Ansichten und Urteilen, besser Vorurteilen, sehr
nah (Die Zeichen des Zerfalls. Zu
Thomas Bernhards »Auslöschung« und »Heldenplatz«. In: Text + Kritik: Thomas Bernhard. H. 43.
München 31991. S. 75-87, hier: S. 85.). Dass, wie Peter Handke bemerkt, Bernhards Figuren
Als ich »Verstörung« von Thomas Bernhard
las. In: Über Thomas Bernhard. Hrsg. von Anneliese Botond. Frankfurt/Main 1970. S. 100-106, hier:
S. 106.), wird so durch das Argument w-
Zelinsky 1970. S. 24.). Ähnlich sieht Reich-Ranicki die Figuren als
n
Autorintention avanciert so auch das Autorsubjekt selbst zum Gegenstand der Analyse, wird zu einem
heuristischen Rätsel erhoben, das es mit Mitteln psychologischer Einfühlung oder Demaskierung
aufzulösen gilt. Dementsprechend
(1976. S. 334.). Ria Endres spricht sogar von der