
Eine Möglichkeit zu messen, wie flexibel das autonome Nervensystem im Alltag reagieren kann, ist die
Herzratenvariabilität (HRV). Diese wird über den Vagusnerv gesteuert, der direkten Einfluss auf die
Herzfrequenz nimmt. Man nennt dies Vagusbremse.
Je flexibler der Rhythmus des Herzens ist (Herzratenvariabilität), bzw. die Abstände zwischen den
Herzschlägen sind, desto geringer ist die Stressbelastung und desto größer ist die Fähigkeit des
Menschen, sich auf Stress einzustellen und sich danach wieder zu regenerieren - ergo desto besser ist
Gleichzeitig kann durch den Vagus auch ein lebensgefährliches Absinken der Herzfrequenz, genannt
Bradykardie, induziert werden (dorsaler Zustand). Man spricht hier vom Vagusparadoxon des
Die Polyvagaltheorie in der therapeutischen
Verbindet unser Körper beispielsweise aufgrund eines Traumata eine bestimmte Situation mit Gefahr,
tritt das Gefühl der Unsicherheit auf. Selbst wenn wir in diesem Moment objektiv sicher sind und uns
auch nicht bewusst unsicher fühlen, greift der Schutzmechanismus von unserem Körper. Als Reaktion
auf diese Reaktion wird oft mit einem Schuldgefühl, Angst oder einer Wut reagiert, deren Herkunft wir
oft nicht in Gänze verstehen. Mit dem Wissen, dass diese Reaktionen durch unser Nervensystem
ausgelöst werden und versuchen uns in Sicherheit zu bringen, wird Mitgefühl für die eigene Reaktion
Psychoedukation und innerer Beobachter
In der therapeutischen Arbeit wird daher über Psychoeduktion erst einmal ein grundlegendes
Verständnis für die Wirkweisen das autonome Nervensystem geschaffen. Anschließend wird
gemeinsam untersucht, welche Überlebensstrategien (Kampf, Flucht, Immobilisierung) im Alltag auf
Grundlage der eigenen Geschichte aktiv sind und warum.
Dabei geht es erst einmal um das reine Beobachten und Reflextieren im Alltag, mit welchen Zuständen
das Nervensystem in welchen Situationen reagiert. Über die innere Beobachtung kommt es zu einem
tieferen Verständnis und einer Annahme der eigenen Verhaltensweisen, die ursprünglich schützen
sollten. Auf Basis diesen tieferen Bewusstseins und der wohlwollenden Selbstannahme kann die
Bindungsgeschichte aufgearbeitet werden und es wird Stück für Stück Heilung möglich..!
Herstellung von Sicherheit und Co-Regulation!
Der Therapeut stellt zudem im gesamten Therapieprozess einen sicheren Raum her, in dem er ein
verlässliches, emotional zugewandtes und vertrauensvolles Gegenüber für sein Gegenüber bietet und
. Dies aktiviert und stärkt das System für soziale Verbundenheit
(ventraler Vagusast) beim Klienten und "nährt" positive Bindungserfahrung nach. Denn erst wenn das
ANS die Umgebung als sicher einstuft, ist es möglich, dass therapeutische Interventionen ihre
komplette Wirkung entfalten. Ist eine positive Atmosphäre geschaffen, sind die gute Voraussetzungen
für eine hilfreiche Therapie gegeben.
Förderung der Selbstregulation
Durch das Erlernen passender Übungen zur Selbstregulation der Zustände des ANS (z.B. Orientierung,
Atmung, Bewegung, Self Havening) für den Alltag lernt der Klient mit der Zeit, sich in Triggersituationen
für einen Moment "raus zu nehmen" und sein Nervensystem aktiv zu beeinflussen. Hierdurch kann er
immer bewusster entscheiden, wie er handeln will. Er kommt in die Selbstermächtigung und beginnt
immer mehr zu agieren, statt unterbewusst zu reagieren. Das Nervensystem lernt so, flexibler die
Zustände zu wechseln und das WOT wird geweitet.
Durch gezielte Herausarbeitung und Stärkung der freudebringenden und stabilisierenden Tätigkeiten
und Bindungen des Klienten (Ressourcen) wird zudem der ventrale Vagus bzw. das System für soziale
Verbundenheit gezielt gestärkt.
Die Arbeit mit dem Nervensystem ist dabei jedoch
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von vielen im therapeutischem
Prozess, insbesondere bei einem entwicklungstraumatischem Hintergrund. Sie ist kein "Quick Fix",
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, die stetiges Engagement, Zeit und Geduld bedarf, bis sich Veränderungen
einstellen, indem z.B. das Stresstoleranzfenster sich ausweitet oder die Selbstregulationsfähigkeit
zunimmt. Keineswegs kann ein kurzes Coaching-Programm oder die Ausübung einiger
Selbstregulationsübungen aus Social Media eine profunde Veränderung erzielen.
Hi, ich bin Sonja Elmas, Körpertherapeutin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Ich bin davon
- unter anderem mit der Polyvagaltheorie - der Schlüssel ist,
um wieder in tieferen Kontakt mit uns selbst zu kommen, psychisches Leiden zu lindern und wieder
mehr Lebensfreude und Selbstermächtigung in unser Leben einzuladen. Daher freue ich mich, dir diese
wichtige Theorie in diesem Artikel hoffentlich etwas näher gebracht zu haben.
In meiner schönen Praxis in Hamburg Sasel biete ich dir meine körpertherapeutische Begleitung an.
Institute und Vertreter der Polyvagaltheorie
Falls dieser Artikel dein Interesse für eine tiefere Beschäftigung mit der Polyvagaltheorie geweckt hat,
möchte ich dir verschiedene Institute und bekannte Vertreter empfehlen. Sie arbeiten intensiv daran, die
Polyvagaltheorie in Wissenschaft und therapeutische Praxis immer tiefer zu integrieren. Hier kommen
Tel: 0177 5706 849 !| !Mail: info@sonjaelmas.de !| !Herzöffnungszentrum, Heestweg 16 A, 22143 Hamburg