VORSCHAU Frühjahr 2026 PDF Free Download

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VORSCHAU
Frühjahr 2026
2
Die Filmphilosophie ist im Laufe des 20. Jahrhunderts zu
einem kleinen, aber etablierten Bereich der Philosophie
geworden. Von Hugo Münsterberg (1916), Rudolf Arnheim,
Rudolf Harms und Siegfried Kracauer über Benjamin und
Adorno bis zu Stanley Cavell und Gilles Deleuze sind eine
Vielzahl an philosophischen Abhandlungen und Theorien
zum Film entstanden, die den Film schließlich auf eine neue
Reexions- und Bedeutungsebene gehoben haben.
Von Beginn an zogen Fragen nach dem Verhältnis von Film und Kunst, Film und
Gesellschaft, der anregenden Kraft cinematischer Fiktionen und Imaginationen,
dem Stellenwert von Emotionen und der besonderen Art von Narration das
theoretische Interesse auf sich. Josef Früchtl führt in diesem Band zahlreiche
Beiträge zur Philosophie des Films zusammen: von Adornos Plädoyer für einen
Film der unsichtbaren, bilderlosen Bilder über die Selbstreexion der Helden-
gur im Kino, die De-/Legitimation einer panoptischen Gesellschaft in einem
Film wie Minority Report, metaphysische Großerzählungen wie etwa Avatar,
lmische Verarbeitungen von traumatisierenden Ereignissen im Film United 93
und im Science-Fiction am Beispiel von Christopher Nolans Film Interstellar bis
zur Filmkomödie.
Das Buch bietet damit einen guten, anschaulichen Einstieg in die Filmphilo-
sophie.
JOSEF FRÜCHTL ist Professor em. für Philosophy of Art and Culture an der Universität
von Amsterdam. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der philosophischen
Ästhetik, der Theorien der Moderne, der Kritischen Theorie der Kultur und der Philo-
sophie des Films. Von 2003–2023 war er Mitherausgeber der Zeitschrift für Ästhetik und
Allgemeine Kunstwissenschaft.
JOSEF FRÜCHTL
Von süßen Lügen und
bilderlosen Bildern
Film und Philosophie
Guter, anschaulicher Einstieg
in die Filmphilosophie
Analysen bedeutender Filme
aus philosophischer Sicht
Behandelt u. a. Barbie, Avatar,
Cloud Atlas, Interstellar, Minority
Report
JOSEF FRÜCHTL
Von süßen Lügen und bilderlosen Bildern
Film und Philosophie
Blaue Reihe
Ca. 200 S.
• Kartoniert ca. 24,90 €
978-3-7873-4949-4
März
BLAUE REIHE
JOSEF FRÜCHTL
Demokratie der Gefühle
Ein ästhetisches Plädoyer
Blaue Reihe
 S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
Nur die deutsche Sprache kennt das Wort »Weltuntergang«.
Anderswo spricht man von der Apokalypse und vom Ende
der Welt. Das Konzept tritt in seiner modernen Fassung mit
Oswald Spenglers Kulturtheorie in die Welt, wird durch den
Abwurf der nuklearen Bombe zur realen Möglichkeit und
pluralisiert sich in Form verschiedener möglicher Enden ab
der Mitte des 20. Jahrhunderts. Seit 1945 scheint jede Gegen-
wart bestimmt durch denkbare Untergangsszenarien.
Manche Untergangserzähler, um die es in diesem Buch geht – Theodor Lessing,
Maurice Blanchot, Günther Anders, Francis Fukuyama –, hatten eines nicht
bedacht: Die Welt geht im Kleinen ständig unter, das kann man als notwendige
Bedingung eines Wandels in Richtung des Besseren verstehen. Auch Zeit- und
Geschichtskonzepte lehren uns einiges über Untergänge. Die Endzeiterwartung
des frühen Christentums, Apokalypse als Erlösung, ist uns heute aufgrund vie-
ler materieller Drohszenarien fremd geworden. Können wir trotzdem etwas von
ihr lernen?
Dieses Buch lädt dazu ein, einen Denkweg mitzugehen, der einige Gewissheiten
in Frage stellt. Es will keine Analyse oder Deutung aktueller Untergangsszena-
rien und -ängste sein. Aber der Autor kann zeigen, wieso es auch heute Gründe
genug zur Hoffnung gibt. Denn klar ist: Noch gibt es die Welt. Sollte sie unter-
gehen, dann in der Zukunft.
FLORIAN BAAB, Philosoph und Theologe, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am
Fachbereich Religionen der Universität Hamburg. Bei Meiner erschien 2018: Die kleine
Welt. Hermann Lotzes Mikrokosmos: Die Anfänge der Philosophie des Geistes im Kontext des
Materialismusstreits (Paradeigmata 37).
FLORIAN BAAB
Der Weltuntergang
Eine Meditation
Essay über Weltuntergangs-
denken im 20. Jahrhundert
Vom Untergang des Abendlandes
bis zum Ende der Geschichte
Pointiert geschrieben
FLORIAN BAAB
Der Weltuntergang
Eine Meditation
Blaue Reihe
Ca. 160 S.
• Kartoniert ca. 19,90 €
978-3-7873-5073-5
März
GREGORY FULLER
Das Ende
Von der heiteren Honungslosigkeit im
Angesicht der ökologischen Katastrophe
Blaue Reihe
 S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
3BLAUE REIHE
4
Professionelle persönliche Beratungen sind heute nahezu
allgegenwärtig. Berater:innen sollten aber nicht nur konkrete
Hilfe stellung leisten, sondern auch ein Bewusstsein für die
ethischen Fragen haben, die sich jeweils stellen. Hierfür will
dieses Buch eine Handreichung bieten.
Beinahe überall gibt es mittlerweile ein enges Netz von Beratungseinrichtungen,
angefangen von der Verbraucherberatung über die Beratung zur Berufs- oder
Studienwahl, die Schul- und Laufbahnberatung, die Ernährungs-, Gesundheits-
und Suchtberatung, die Schuldner- und Vermögensberatung bis hin zur Rechts-
beratung. Dass in einer Beratungssituation auch ethische Dimensionen zum
Tragen kommen, wird besonders deutlich, wenn man unter Ethik nicht ledig-
lich die Summe moralischer Normen, sondern auch Haltungen versteht.
Die Studie von Rolf Lachmann untersucht ausgehend von verschiedenen ethi-
schen Grundpositionen die Leitmotive Vernunft, Hilfe, Macht und Freiheit und
fasst die Beratung grundlegend als eine »Redepraxis der Befreiung« auf.
Ein Buch für alle, die ihre Beratungstätigkeit philosophisch reektieren möchten!
ROLF LACHMANN studierte Philosophie mit den Schwerpunkten Ethik und ange-
wandte Ethik, Philosophische Anthropologie und Kulturphilosophie in Marburg,
Washington D.C. und Düsseldorf. Er war wiss. Assistent an der Humboldt-Universität
zu Berlin und habilitierte sich ebendort. Bis 2025 war er Berufs- und Studienberater
und lehrte an der Katholischen Hochschule NRW in Köln sowie an der Hochschule
der Bundesagentur für Arbeit, Mannheim.
ROLF LACHMANN
Ethik der Beratung
Umrisse einer Redepraxis der Befreiung
Ethische Dimensionen der
Beratungspraxis
Handreichung für Berater:in-
nen und Klient:innen
Hervorgegangen aus lang -
jähriger Beraterausbildung
ROLF LACHMANN
Ethik der Beratung
Umrisse einer Redepraxis
der Befreiung
Blaue Reihe
Ca. 286 S.
• Kartoniert ca. 29,90 €
978-3-7873-5058-2
März
FRANZHUBERT ROBLING
Rhetorische Ethik
Blaue Reihe
 S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
BLAUE REIHE
Derzeit ndet ein kultureller Befreiungskampf statt: Junge
Menschen wehren sich dagegen, dass ihr sexuelles Selbst-
verständnis verächtlich behandelt und unterdrückt wird.
Denn autoritäre Politik diffamiert Selbstbilder und Identi-
tätsverständnisse, die von überlieferten Normen abweichen,
als widernatürlich. Dem wird eine kulturalistische Position
entgegengesetzt, die die theoretische Legitimation dafür
liefert, das Konzept ›Natur‹ aufzulösen.
An der Transgender-Debatte wird spürbar, dass es sich um weit mehr als einen
akademischen Konikt handelt. Was wird aus dem »Eingedenken der Natur im
Subjekt«, in dem laut Horkheimer und Adorno »die verkannte Wahrheit aller
Kultur« liegt, wenn sich der kulturalistische Ansatz durchsetzt? Schweppen-
users Essay wendet sich nach einem Blick auf aktuelle Kontroversen (etwa
um die feministische Philosophin Kathleen Stock) der Physei-Nomo-Proble-
matik in der antiken Philosophie zu; dann folgt er den verschlungenen Pfaden
der Gender forschung unter den Aspekten der Deutungs- und der Gestaltungs-
hoheit. Der Autor kommt zu dem Schluss: Die Annahme, dass Geschlechtlich-
keit nominalistisch als Genderidentität zu denieren sei, sei ein philosophischer
Irrweg. Die Entleerung des Naturbegriffs bereite den Boden dafür, dass sich der
Wunsch nach gesellschaftlicher Selbstbestimmung in den Wunsch nach radi-
kaler Verfügung über den je eigenen Körper verwandelt.
GERHARD SCHWEPPENHÄUSER ist Professor für Design- und Medientheorie an
der Technischen Hochschule in Würzburg und Privatdozent für Philosophie an der
Universität Kassel. Forschungsschwerpunkte: Kritische Theorie, Ästhetik, Medien-
philosophie.
GERHARD SCHWEPPENHÄUSER
Das konstruktivistische
›Interesse am Körper‹
Geschlecht, Identität und der Naturbegriff der
Kritischen Theorie
Philosophischer Beitrag zur
aktuellen Transgender-Debatte
Aus Sicht der Kritischen Theorie
Wohlabgewogene Darstellung
GERHARD SCHWEPPENHÄUSER
Das konstruktivistische
›Interesse am Körper‹
Geschlecht, Identität und der
Naturbegriff der Kritischen Theorie
Blaue Reihe
Ca. 200 S.
• Kartoniert ca. 24,90 €
978-3-7873-4993-7
März
5BLAUE REIHE
6
Claudia Wirsings Studie beschäftigt sich mit dem Begriff des
Anfangs im Kontext der klassischen Metaphysik und ihrer
Kritik im 20. Jahrhundert. Dass der Anfang nur rückwirkend
verstanden werden kann, ist die zentrale These dieses Buches.
Im Anschluss an Hegel sowie seine Vorläufer und nachmetaphysischen Kritiker
arbeitet die Autorin die primordiale Unschärferelation der Logik des Anfangs
heraus: Je lokaler, isolierter und näher der Anfang fokussiert wird, desto ungreif-
barer werden seine Abläufe und Strukturen. Je weiter der Rahmen hingegen auf-
gespannt und die Gesetze des auf ihn Folgenden als das Grundlegende betrachtet
werden, desto integrierbarer werden seine Funktionen.
Das Buch beginnt mit einem Problemaufriss der klassischen Metaphysik und
versammelt unter anderem Überlegungen zu Parmenides, Platon, Plotin,
Aristoteles, Descartes und Leibniz. Der vornehmliche Fokus liegt jedoch auf der
Rekonstruktion der Spielregeln der Logik des Anfangsbegriffes, wie sie durch
Hegel in bis dahin und auch nachfolgend unerreichter Komplexität erörtert
worden sind. Abschließend werden die postmodernen Ansätze von Lévinas und
Derrida analysiert. Dabei enthält das Buch viele Aus- und Nebenblicke (z. B. auf
den Begriff der Emergenz) und vertritt in diesem komplexen Debattenfeld eine
eigenständige Position.
CLAUDIA WIRSING ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Technischen Univer-
sität Braunschweig. Sie ist Mitherausgeberin des Bandes Hegel – 200 Jahre Wissenschaft
der Logik (Deutsches Jahrbuch Philosophie 5), Meiner 2014.
CLAUDIA WIRSING
Anfang und Ursprung
Die klassische Metaphysik und ihre Kritik im
20. Jahrhundert
Zur Logik des Anfangs bei Hegel
Im Kontext der klassischen
Metaphysik
Kritik bei Derrida und Lévinas
CLAUDIA WIRSING
Anfang und Ursprung
Die klassische Metaphysik und
ihre Kritik im 20. Jahrhundert
Blaue Reihe
Ca. 168 S.
• Kartoniert ca. 24,90 €
978-3-7873-4714-8
Februar
BLAUE REIHE
CHRISTIAN KRIJNEN
Das Absolute
Ein Essay über Einheit
Blaue Reihe
 S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
7
Die Auseinandersetzung mit der Kritik der reinen Vernunft ist
auch nach fast einem Vierteljahrtausend für alle zentralen
Theoriestücke kontrovers geblieben. Dieser irritierende Sach-
verhalt bildet den Ausgangspunkt von Joachim Vahlands
kritischer Studie, die – auch im Widerspruch zu Kants Selbst-
verständnis – in historischer wie systematischer Perspektive
der Frage nachgeht, inwieweit die Ausnahmestellung der
Kritik sachlich begründet ist.
Während Kant selbst seit der »Göttinger Rezension« für seine Transzendental-
philosophie eine realistische Grundlegung reklamiert, verläuft die in der Kritik
entwickelte Theorie faktisch in entgegengesetzter Richtung – hin zu einer mona-
dischen »Selbstgebärung« der Vernunft, »ohne durch Erfahrung geschwängert
zu sein« (B 793). Kants Kommentierungen seines Projekts haben entscheidend
zu dessen disparater Rezeption beigetragen.
Der seit Descartes nahezu verbindlich gewordene Ausgang vom Bewusstsein
und seinen Vorstellungen erzwingt einen Wahrheitsbegriff, dessen Legitimation
wesentlich auf Zustimmung, d. h. auf einem Akt der Anerkennung, beruht.
Damit kommt ein letztlich nicht kontrollierbares dezisionistisches Moment ins
Spiel und in der Folge eine Selbstaufhebung des Apriorismus, womit der Meinung
(dóxa) der Rang einer letztverbindlichen Urteilsinstanz zuerkannt wird – ange-
sichts gegenwärtiger Diskurslagen eine beunruhigende Konsequenz.
JOACHIM VAHLAND unterrichtete bis zu seiner Pensionierung Deutsch und Philo-
sophie an der Kieler Max-Planck-Schule; Mitherausgeber von zeno. Jahrheft für Literatur
und Kritik (1980–2022), zahlreiche journalistische Beiträge und Veröffent lichungen in
Fachzeitschriften und Sammelbänden; Monographien über Gottfried Benn und Max
Weber, Co-Autor der Essay-Sammlung Das Ende der Kritik.
JOACHIM VAHLAND
Kants Hybris
Anmerkungen zur Kritik der reinen Vernunft
Fundamentale Kant-Kritik
Kritik des Anspruchs der
Kritik der reinen Vernunft
Wichtiges Buch für alle, die
sich mit Kants Transzendental-
philosophie beschäftigen
JOACHIM VAHLAND
Kants Hybris
Anmerkungen zur
Kritik der reinen Vernunft
Blaue Reihe
272 S.
• Kartoniert ca. 26,90 €
978-3-7873-5055-1
Februar
BLAUE REIHE
IMMANUEL KANT
Kritik der reinen Vernunft
Nach der . und . Originalausgabe
herausgegeben von Jens Timmermann.
Mit einer Bibliographie von Heiner Klemme
PhB 
XXVI,  S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
8
Herbert Buttereld hat mit seinen Thesen zur Geschichtsthe-
orie bleibende Aufmerksamkeit erregt. Sein Essay »The Whig
Interpretation of History« (1931) avancierte in der angelsäch-
sischen Welt zu einem Klassiker und prägte die stehenden
Begriffe »Whig history« und »Whiggism«.
Buttereld kritisiert die allgemeine Tendenz, historische Tatsachen nach dem
Maßstab der Gegenwart zu interpretieren und mit entsprechenden moralischen
Werturteilen zu bedenken. Die Standardform des erzählten Geschichtsverlaufs
sei die des liberal eingestellten nordatlantischen Protestanten und seiner
welt anschaulichen Überzeugungen. Geschichte werde stets nach einem seit
Jahrhunderten etablierten und kaum jemals reektierten kulturellen Apriori
gelesen, das der Geschichtswissenschaft eine eigene disziplinäre Matrix verwei-
gere und ihr stattdessen ein politisches Auffassungsparadigma unterschiebe.
In seinem Essay untersucht Buttereld, fachwissenschaftlich fundiert, die
Allerweltsweisheit, dass es die ideologischen Gewinner sind, die die Geschichte
schreiben. Gerade das fachliche Fundament und das akademisch Anspruchs-
volle seiner Thesen macht Butterelds Wortmeldung dabei besonders interes-
sant.
Der Band bietet die erste deutsche Übersetzung von Butterelds Kritik der
Geschichtstheorie, die derzeit in der historiographischen Debatte wieder ver-
stärkt diskutiert wird.
SIR HERBERT BUTTERFIELD (1900–1979), Sohn eines Textilfabrikarbeiters in West
Yorkshire, bekleidete ab 1944 zunächst den Chair in Modern History und ab 1963 die
behmte Regius-Professur an der Universität Cambridge. Buttereld zählt zu den
wichtigsten britischen Neuzeithistorikern des 20. Jahrhunderts. Thomas S. Kuhn
bekannte, dass seine Theorien zur kopernikanischen Revolution durch Butterelds
wissenschaftsgeschichtliche Studien beeinusst wurden.
CHRISTIAN SCHÄFER ist Professor r Philosophie (Lehrstuhl I) an der Otto-Fried-
rich-Universität Bamberg.
HERBERT BUTTERFIELD
Die Whig-Interpretation
der Geschichte
Bedeutender Essay zur
Geschichtstheorie
Kritisiert die westliche Vorstel-
lung von Geschichtsverläufen
Erstübersetzung ins Deutsche
HERBERT BUTTERFIELD
Die Whig-Interpretation der Geschichte
Übersetzt und mit einer Einleitung
von Christian Schäfer
PhB 798
Ca. 120 S.
• Kartoniert ca. 19,90 €
978-3-7873-5107-7
April
PHILOSOPHISCHE BIBLIOTHEK
BURKHARD LIEBSCH Hg.
Geschichtskritik nach ›‹
Aktualität und Stimmenvielfalt
 S. · Gebunden · , €

Ebenfalls lieferbar:
9PHILOSOPHISCHE BIBLIOTHEK
Hegels geschichtsphilosophische Vorlesungen sind fast nur
durch die Mit- und Nachschriften seiner Schüler und Hörer
zugänglich – ein Faktum, das frühere Ausgaben, die aus ver-
schiedenen Nachschriften und einigen unveröffentlichten
Manuskripten kompiliert wurden, überdeckt haben. Dieser
Band gibt hingegen eine einzelne authentische Nachschrift
wieder, mlich die von Hegels Sohn Karl Hegel von 1830/31 –
aus dem letzten Semester, in dem Hegel noch lehren konnte.
Karl Hegels Nachschrift dokumentiert damit die reifste Gestalt von Hegels
Geschichtsphilosophie. In seiner Vorlesung skizzierte Hegel die politische,
gesellschaftliche und religiöse Entwicklung eines einheitlichen Weltethos
und des zugehörigen Personseins, wobei erst in Persien, u. a. von Zarathustra,
die Idee der Wahrheit und des Guten allgemein gefasst und erst im Laufe der
Geschichte des Christentums die Würde des einzelnen Menschen und seine
basalen Rechte erfasst werden.
Diese Ausgabe könnte, so der Herausgeber, »zu einer Art Game-Changer für
die Lektüre Hegels insgesamt werden, weil es auf Kants dogmatische Rede von
einem moralischen Gesetz a priori in uns antwortet«. Bis auf leichte Korrekturen
und behutsame Anpassungen an heutige Schreibweisen folgt der Text Band 27,4
der historisch-kritischen Ausgabe G. W. F. Hegel: Gesammelte Werke.
G. F. W. HEGEL (1770–1831) zählt weltweit zu den bedeutendsten Philosophen der
Moderne. Sein veröffentlichtes Werk und seine über die Nachschriften seiner Hörer
überlieferten Vorlesungen umfassen beinahe alle philosophischen Gebiete und bleiben
ein unersslicher methodischer Hintergrund für heutige Philosophie.
PIRMIN STEKELER lehrte bis 2022 Theoretische Philosophie an der Universität Leipzig.
Stekeler zählt zu den wichtigsten Hegelkennern der Gegenwart. Besondere Aufmerksam-
keit fanden seine Dialogischen Kommentare der Phänomenologie des Geistes (PhB 660 a/b),
der Grundlinien der Philosophie des Rechts (PhB 740), der Wissen schaft der Logik (PhB 690–
692), der Realphilosophie (PhB 762) und der Religionsphilosophie (PhB 779). Gegen Ansich ten
der Analytischen Philosophie hält Stekeler die Texte von Hegel, Nietzsche und Heidegger
für bedeutsame Beiträge zu einer philosophischen Logik der Sprache, des Denkens
und sozialen Handelns.
G. W. F. HEGEL
Vorlesung über die
Philosophie der
Weltgeschichte
Nach der Mitschrift von Friedrich Wilhelm Karl Hegel
Reifste Gestalt von Hegels
Geschichtsphilosophie
Wichtige Textgrundlage für
Seminare
Nach der historisch-kritischen
Akademie ausgabe
G. W. F. HEGEL
Vorlesung über die Philosophie
der Weltgeschichte
Nach der Mitschrift von
Friedrich Wilhelm Karl Hegel
Mit einer Einleitung und Registern
herausgegeben von Pirmin Stekeler
PhB 797
Ca. 360 S.
• Kartoniert ca. 26,90 €
978-3-7873-5093-3
Juni
PIRMIN STEKELER
Hegels Religionsphilosophie
Ein dialogischer Kommentar
PhB 
. S. · Leinen · , €

Ebenfalls lieferbar:
10
GIORDANO BRUNO
Der Kerzenzieher
Italienisch–Deutsch
Übersetzt, kommentiert und
herausgegeben von Sergius Kodera
PhB 790
472 S.
• Gebunden 68,00 €
978-3-7873-5125-1
April
GIORDANO BRUNO
Das Aschermittwochsmahl
Italienisch–Deutsch
Mit Einleitung und Kommentar heraus-
gegeben von Angelika Bönker-Vallon
PhB 791
868 S.
• Gebunden ca. 98,00 €
978-3-7873-5140-4
April
GIORDANO BRUNO
Von den heroischen Leidenschaften
Italienisch–Deutsch
Übersetzt von Christiane Bacmeister,
überarbeitet von Henning Hufnagel
PhB 796
852 S.
• Gebunden ca. 98,00 €
978-3-7873-5141-1
Juni
PHILOSOPHISCHE BIBLIOTHEK
GIORDANO BRUNO
Das Aschermittwochsmahl
Italienisch–Deutsch
La cena de le ceneri, verfasst in London im Jahr 1584, gilt als Meilenstein der
Wissenschaftsgeschichte. Das seit Jahrhunderten fraglos akzeptierte Weltbild
eines endlichen Kosmos weicht der Vorstellung eines unendlichen Universums
mit unzähligen feurigen Sonnen und wässrigen Erden. Die kopernikanische
Revolution wird vollendet, ein irreversibler Schritt in die Neuzeit ist vollzogen.
Freilich glänzt das Aschermittwochsmahl auch literarisch. Mit Bedacht verlegt
der Autor die Handlung auf den ersten Tag nach dem Karneval. Im Spiel mit
den Möglichkeiten der Satire und im Vertrauen auf die subversive Kraft des
Lachens wird eine Gesellschaft angeprangert, die über die Fastnachtszeit hin-
aus weiterhin närrisch ist.
GIORDANO BRUNO
Von den heroischen
Leidenschaften
Italienisch–Deutsch
Die Heroischen Leidenschaften, De gl’heroici furori, sind das letzte Werk Brunos,
der 1600 nach einem aufsehenerregenden Prozess als Ketzer verbrannt wurde.
Hier entwickelt der Renaissancephilosoph sein philosophisches Credo und
beeinusste damit die Philosophie bis in die Zeit des deutschen Idealismus,
insbesondere Schelling. Brunos anthropologischer Ansatz ist ein Meilenstein auf
dem Weg der philosophischen Selbstreexion vom Mittelalter in die Moderne.
GIORDANO BRUNO
Der Kerzenzieher
Italienisch–Deutsch
Diese turbulente, im zeitgenössischen Neapel angesiedelte Komödie veröffent-
lichte Bruno 1582 in Paris als sein erstes Werk in italienischer Sprache. Die drei
Hauptguren in diesem sprachlich und soziologisch erstaunlich detailgetreuen
Notturno sind ein geldgieriger Alchemist, ein ehebrecherischer Päderast (nach
diesem »Kerzenzieher« ist das Stück benannt) und ein hochmütiger Schul-
meister. Im Candelaio sind zentrale Positionen angelegt, die Bruno in seinen
philosophischen Schriften ausführt.
NEU
in der PhB:
Die Bände der
Bruno-Werke-
Ausgabe!
11
Mit diesem Band liegt Descartes’ umfangreicher Briefwech-
sel mit seinem langhrigen Freund Constantijn Huygens
(1596–1687), dem Dichter, Musiker und vielseitig wissen-
schaftlich interessierten Diplomaten im Dienst des Hauses
Oranien-Nassau, erstmals auf Deutsch vor.
Dieser Band in der Reihe der kongenialen Neuübersetzungen des Descartes’schen
Werks durch Christian Wohlers enthält Briefe von und an René Descartes aus der
Zeit von 1631 bis 1649, also über fast die gesamte Zeit seines Aufenthalts in den
Niederlanden bis kurz vor seinem Tod 1650 in Stockholm. Den größten Anteil
daran macht der erhaltene Teil des Briefwechsels mit Huygens aus. Constantijn
Huygens gilt als einer der bedeutendsten Dichter der Niederlande im 17. Jahr-
hundert, aber er spielte auch mehrere Instrumente, komponierte hunderte von
Stücken und war vielseitig wissenschaftlich interessiert, vor allem hinsichtlich
der Optik. Der Briefwechsel dokumentiert u. a. seine vielfältigen Anregungen
und Hilfestellungen in Bezug auf die ja auch von Descartes mit Nachdruck
betriebenen Versuche einer Weiterentwicklung des Teleskops.
Hinzugenommen wurden weitere Korrespondenzen Descartes’, u. a. mit David
le Leu de Wilhelm, dem Mathematiker und Orientalisten Jacob Golius, einzelne
Stücke aus Descartes’ Korrespondenz mit Alphonse Pollot und Briefe Descartes’
an seinen langjährigen Freund Anton Studler van Surck.
RENÉ DESCARTES (1596–1650) gilt als Begründer der Philosophie der Moderne.
Als Autodidakt ersann er in seinen Meditationes die Form des methodischen Zweifels.
Durch den Ausschluss alles Bezweifelbaren bleibt zuletzt nur die Tatsache des Zwei-
felns selbst als eine unbezweifelbare Art des Denkens, aus der er rational folgert:
Ich denke, also bin ich.
CHRISTIAN WOHLERS studierte Philosophie an der Universität Hamburg bei
Christos Axelos und Wolfgang Bartuschat und promovierte mit einer Arbeit über
»Kants Theorie der Einheit der Welt« (Würzburg, 1999). Seine bislang neun Descartes-
Neuübersetzungen fanden in der Fachwelt und im Feuilleton hervorragende Resonanz.
RENÉ DESCARTES
Der Briefwechsel mit
Constantijn Huygens
Wichtige Ergänzung zu
Descartes’ Hauptwerken
Mit umfangreichem
Kommentar des Übersetzers
Christian Wohlers
Erstübersetzung ins Deutsche
RENÉ DESCARTES
Der Briefwechsel mit Constantijn Huygens
Übersetzt und mit einer Einleitung,
Anmerkungen und Registern
herausgegeben von Christian Wohlers
PhB 789
Ca. 520 S.
• Leinen ca. 74,00 €
978-3-7873-5105-3
Juni
PHILOSOPHISCHE BIBLIOTHEK
RENÉ DESCARTES
Kleine Schriften 
PhB  a/b
Insg. . S. · Leinen · , €

Ebenfalls lieferbar:
Enzyklopädie
Philosophie
Herausgegeben von Hans Jörg Sandkühler
unter Mitarbeit von Dagmar Borchers, Arnim Regenbogen,
Volker Schürmann und Pirmin Stekeler-Weithofer
nde mit insg. . Seiten
Halbleinen · ,  , 

Jetzt preisreduziert!
»Rund 400 Artikel von über 230 Autoren umfaßt das Monumentalwerk,
dasr Lehrende und Lernende der Philosophie und angrenzender Teil-
disziplinen uneingeschränkt zu empfehlen ist. Sehr gelungen scheint
schon der Aufbau der einzelnen, meist mehrere Seiten langen Artikel,
der ganz einer enzyklopädischen Konzeption folgend, Systematik und
Geschichte gleichrangige Beachtung schenkt. «
Zeitschrift für Politikwissenschaft
Die »Enzyklopädie Philosophie« in drei
Bänden ist dem Pluralismus begründeter
philosophischer Theorien, den Prinzipien
der Aufklärung und der Rationalität sowie
einer engen Beziehung zwischen Philo-
sophie und Wissenschaften verpflichtet.
Ihr Ziel heißt, Orientierung im Denken zu
ermöglichen.
Was dieses Werk von anderen Wörter-
büchern unterscheidet, ist das enzyklopä-
dische Konzept – die Einheit von Begris-
bestimmung, Systematik und Geschichte
des philosophischen Denkens. Da Vollstän-
digkeit nicht erreichbar ist, waren für die
Aufnahme von Stichwörtern und Beiträgen
Repräsentativität, Signikanz und ein ho-
hes Maß an Information ausschlaggebend.
Die »Enzyklopädie Philosophie« tritt dabei
nicht als Nachschlagewerk in der Manier
herkömmlicher Konversations lexika auf,
sondern mit dem Anspruch, Arbeitsmittel
und Forschungsinstrument zu sein. Die
alphabetisch geordneten Artikel zu den
Themen und Themenfeldern der Philo-
sophie der Gegenwart beschränken sich
deswegen nicht auf Berichte über den
Stand des Wissens, sondern bilden selber
Beiträge zur weiteren Ausformung und
Fortentwicklung unseres Wissens über
diese Themen.
Die Neuausgabe berücksichtigt gegenüber
der ersten Aus gabe eine Vielzahl neuer
theoretischer Perspektiven, die seither in
Theorie und Praxis zum Problem geworden
sind. Die Erweiterung der Themenfelder
führte insbesonderezu neuen Beiträgen
zur analytischen Philosophie, zur ange-
wandten Philosophie und angewandten
Ethik, zur Rechtsphilosophie und Staats-
theorie. Neue Lemmata gibt es u. a. zu
Aggression, Gehirn und Geist, Gerechtem
Krieg, Globalisierung, Kulturrelativismus,
Migration, Minderheitenrechte, Multi-
kulturalismus, Nachhaltigkeit, Ökonomie/
Wirtschaft, Rechten zukünftiger Genera-
tionen, Sterbehilfe, Transkultu ralität und
Weltstaat.
13
In der ostasiatischen Tradition des Maha
-ya
-na gilt die Tia
-ntái-
Lehre als eine der ersten und historisch einussreichsten
Schulen des chinesischen Buddhismus. Eines der frühen
Hauptwerke, das noch heute als Lehrgrundlage für Prakti-
zierende in ganz Ostasien dient, wurde von dem gelehrten
Mönch Zhìyı˘ (538–597) verfasst und trägt den Titel Das große
Ruhen und Kontemplieren.
Sein umfangreicher Textkorpus berücksichtigt die damals in China bekannte
indisch-buddhistische Lehrliteratur, die ab dem zweiten Jahrhundert n. Chr.
in die klassische chinesische Schriftsprache übersetzt wurde. Es ist der erste
Text der chinesischen Tradition, der eine komplexe Hermeneutik vorlegt, die
der doktrinären Vielfalt in der übersetzten Lehrliteratur eine innere Einheit
zuspricht und das Erfassen derselben mit der Introspektion, das heißt mit der
geistigen Selbstbeobachtung, verknüpft. In dieser Verbindung deniert der
Text nicht nur das Wesen der buddhistischen Praxis, sondern entwickelt auch
eine an der Exegese ausgerichteten Theorie von ihr.
»Das allumschließende Dekonstruieren« ist das philosophisch relevanteste
Kapitel, da es sich mit der wahren Erkenntnis aller Täuschungen und der exis-
tenziellen Bedeutung dieser Erkenntnis sowie der der Täuschung beschäftigt.
Mit der philosophischen Praxis des dekonstruierenden Kontemplierens der
Geistesaktivität beschreibt Zhìyı˘s Werk die ambivalente Signikanz des unaus-
weichlichen Scheins für die Gestaltung unseres Daseins, die sich in der Einheit
von vita contemplativa und vita activa erfüllt.
HANS-RUDOLF KANTOR ist Professor am Graduate Institute of Asian Humanities
an der Huafan University in Taipei, Taiwan. Seine Forschungsschwerpunkte sind
u. a. die Entwicklung und die Philosophie des chinesischen Buddhismus und dessen
Wechselwirkung mit dem traditionellen chinesischen Denken.
ZHÌYI
˘
Das Große Ruhen
und Kontemplieren
Das allumschließende Dekonstruieren der Dharmas
Chinesisch–Deutsch
Frühes Hauptwerk des
chinesischen Buddhismus
Noch heute Lehrgrundlage für
Praktizierende in Ostasien
Übersetzt von einem der welt-
weit bedeutendsten Forscher
ZHÌYI
˘
Das Große Ruhen und Kontemplieren
Das allumschließende Dekonstruieren
der Dharmas
Chinesisch–Deutsch
Mit einer Einleitung zur Lehre und Praxis
des chinesischen Tia
-ntái-Buddhismus
übersetzt und herausgegeben von
Hans-Rudolf Kantor
Sino-philosophica 4
Ca. 950 S.
• Gebunden ca. 239,00 €
978-3-7873-4591-5
April
EDITIONEN
YÁNGMÍNG WÁNG | QĪNSHÙN LUÓ | DÉ ŌUYÁNG
Kontroversen über die Grundlagen
ethischen Handelns
Sino-philosophica, Bd. 
 S. · Gebunden · , €
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YÁNGMÍNG WÁNG
Kleine Schriften zum »Großen Lernen«
Sino-philosophica, Bd. 
 S. · Gebunden · , €
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TÍNGXIÀNG WÁNG
Pragmatischer Neokonfuzianismus
Sino-philosophica, Bd. 
 S. · Gebunden · , €
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Ebenfalls lieferbar:
14
Der Philosoph, Logiker und Techniktheoretiker Gotthard
Günther (1900–1984) gehört zu den vergessenen Protagonisten
der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem
wechselhaften und intellektuell wie biographisch schillern-
den Werdegang spiegeln sich die Paradoxien und Wider-
sprüche seiner Zeit auf der Ebene der philosophischen
Theoriebildung wider.
Günther beginnt seine zunächst vielversprechende Karriere 1933 als Neuidealist
mit einer immanenten Kritik an Hegels Logik, wechselt dann im US-amerika-
nischen Exil auf das Terrain der formalen Logik, befasst sich schließlich mit
den noch jungen kybernetischen Theorien zu künstlicher Intelligenz und wird
Forschungsprofessor an einer Einrichtung zur Erforschung ›biologischer Com-
puter‹. Zusammengehalten wird dieser Weg vom Idealisten zum (philosophi-
schen) Techniker durch die Überzeugung, dass die bisherige klassisch-logische
Grundlage unseres Verständnisses des menschlichen Geistes dessen wahre Kraft
nicht zu freizulegen vermag und durch eine neue, »trans-klassische« Grundlage
ersetzt werden muss. Die Antwort auf die Frage, wie dies geschehen könnte und
wie eine solche Logik auszusehen hat, sucht Günther bei Hegel, Schelling und
Fichte, ebenso aber im logischen Kalkül und schließlich in den kybernetischen
Entwürfen von »mechanical brains«.
Das Buch von Christoph Görlich rekonstruiert den philosophischen und bio-
graphischen Weg Günthers, führt dabei in sein Werk ein und setzt sich mit der
geschichtsphilosophischen Bedeutung der Günther’schen Konversion von der
philosophischen Idee zum technologischen Entwurf auseinander.
CHRISTOPH GÖRLICH ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ICAM – Institut für
Kultur und Ästhetik digitaler Medien an der Leuphana Universität Lüneburg.
CHRISTOPH GÖRLICH
Im Hohlraum der
Negativität
Gotthard Günther und die Krisen des Idealismus
Über den Philosophen, Logiker
und Techniktheoretiker
Gotthard Günther (1900–1984)
Günthers Weg von der philo-
sophischen Idee zum techno-
logischen Entwurf
Biographische und werk-
geschichtliche Einführung
CHRISTOPH GÖRLICH
Im Hohlraum der Negativität
Gotthard Günther und die Krisen
des Idealismus
Paradeigmata 47
Ca. 288 S.
• Gebunden 78,00 €
978-3-7873-4633-2
Februar
MONOGRAPHIEN / REIHEN
15
Dass man Thesen und Argumente verstehen kann, ist in der
Philosophie nicht kontrovers. Aber kann man eine Philo-
sophie als ganze verstehen? Die Suche nach einer leitenden
Intention ist vielleicht annglich hilfreich, aber sie stößt
schnell auf die Frage: Woher stammt diese Intention?
Im 20. Jahrhundert ist der Begriff ›Denkform‹ in Mode gekommen, um all das
zu fassen, was für einen philosophischen Versuch bestimmend ist: der grund-
legende Ansatz, die leitenden Gesichtspunkte, die unausgesprochenen Grenzen
zwischen dem stillschweigend Vorausgesetzten und dem Begründungsbedürf-
tigen, die Voraussetzungen der Prämissen etc.
Die vorliegende Untersuchung will zeigen, dass die Denkform bereits in der
Philosophie des Mittelalters entdeckt worden ist – also in einem Kontext, in
dem es primär ›nur‹ um die Wahrheit von Aussagen und die Bündigkeit von
Begründungen ging. Falls der Befund zutrifft, liegt darin ein bemerkenswerter
Beleg für ein genuin philosophisches Interesse im Denken des Mittelalters. Ins-
besondere bei Thomas von Aquin lässt sich dieses Interesse im Umgang mit den
bedeutenden Philosophien der Antike – Platon und Aristoteles –, aber auch mit
den prägenden Orientierungsautoren wie Augustinus nachweisen. Thomas hat
sogar versucht, die erste Epoche der Philosophie in ihrer Schrittfolge nicht bloß
doxographisch zu beschreiben, sondern in ihrer Folgerichtigkeit verständlich zu
machen.
ROLF SCHÖNBERGER ist emeritierter Professor für Geschichte der Philosophie mit dem
Schwerpunkt Philosophie des Mittelalters an der Universität Regensburg. Er ist Gesamt-
herausgeber der Regensburger Ausgabe der Quaestiones Disputatae des Thomas von Aquin.
Bei Meiner erschien zuletzt seine Übersetzung der Quaest. disp. de anima (TAQ 13).
ROLF SCHÖNBERGER
Die Formen des Denkens
Eine Entdeckung im Mittelalter
Neuentdeckung bei Thomas
von Aquin
Wichtiger Forschungsbeitrag
zur mittelalterlichen Philo-
sophie
Vom Herausgeber der
Regensburger Ausgabe
ROLF SCHÖNBERGER
Die Formen des Denkens
Eine Entdeckung im Mittelalter
Ca. 240 S.
• Broschur ca. 78,00 €
978-3-7873-5103-9
Mai
MONOGRAPHIEN / REIHEN
STEPHAN GROTZ | CHRISTIAN SCHÄFER |
STEFAN SCHICK Hg.
Studien zu den Quaestiones Disputatae
des Thomas von Aquin
 S. · Klappenbroschur · , €

Ebenfalls lieferbar:
16
Die Vorgeschichte der modernen Sprachphilosophie wird
häug als Kette von Gipfelgesprächen erzählt, in der die vier
großen »H« (Herder, Hamann, Humboldt, Hegel) einander
den Staffelstab weiterreichten, ehe nach dem Ende des Idealis-
mus und mit der beginnenden naturwissenschaftlich inspi-
rierten Sprachforschung, der strukturalistischen Linguistik
und der analytischen Philosophie die Karten neu gemischt
wurden.
Auf diese Weise sind blinde Flecken entstanden, die nicht nur den historischen
Gang verzerren, sondern auch einen systematischen Preis haben. Der Band
behandelt das Denken über Sprache in der Zeit der Frühromantik. Damit soll
nicht bloß eine Forschungslücke gefüllt werden. Vielmehr erweist sich dieses
Denken gerade heute aufgrund seiner umfassenden Berücksichtigung verschie-
denster Themen und Methoden sowie seines experimentellen Charakters als
fruchtbar. Insgesamt zehn systematische und historische Einzeluntersuchungen
arbeiten im vorliegenden Band zentrale Aspekte des frühromantischen Sprach-
begriffs heraus, die eine große Wirkung entfaltet haben oder wiederzuentdecken
sind. Die versammelten Beiträge umfassen den Zeitraum von der unmittelbaren
Vorgeschichte der Frühromantik bis zu ihren Ausläufern und wichtigen Rezep-
tionssträngen.
ALEXANDER KNOPF ist Leiter der literaturwissenschaftlichen Abteilung der Theodor-
Springmann-Stiftung in Heidelberg und Lehrbeauftragter an der Universität ebendort.
Er lehrte und forschte außerdem an der Goethe-Universität, Frankfurt am Main, und an
der Universität Kopenhagen.
CHRISTIAN BENNE ist Professor für Europäische Literatur und Geistesgeschichte
an der Universität Kopenhagen. Gastaufenthalte und Gastprofessuren u. a. in Stanford,
Chicago, Heidelberg, Köln, Tokio, Rom. General Editor von Orbis Litterarum, Vorstands-
mitglied der Friedrich-Schlegel-Gesellschaft.
ALEXANDER KNOPF | CHRISTIAN BENNE (Hg.)
Sprachdenken in der
frühen Romantik
Band zur Vorgeschichte der
modernen Sprachphilosophie
Behandelt zentrale Aspekte
des frühromantischen Sprach-
begriffs
Zehn systematische und histo-
rische Einzeluntersuchungen
ALEXANDER KNOPF |
CHRISTIAN BENNE (Hg.)
Sprachdenken in der frühen Romantik
Herausgegeben von Alexander Knopf
und Christian Benne
Ca. 270 S.
• Kartoniert ca. 39,00 €
978-3-7873-5101-5
Februar
MONOGRAPHIEN / REIHEN
17
Welche Autorität hat ein philosophischer Text? Und wie
kam es dazu, dass ihm diese Autorität zugesprochen wurde?
Unter welchen Bedingungen steht philosophischer Erkennt-
nisfortschritt und welchen Kriterien muss der Umgang mit
der Überlieferung genügen?
Was mit Blick auf den philosophiegeschichtlichen Kanon wie eine Selbst ver-
ständlichkeit wirkt, wird in diesem Band einer kritischen Prüfung unter zogen:
Die Beiträge versammeln sich hinter der These, dass Teile der Philosophie-
geschichte des 20. Jahrhunderts von einer »Hermeneutik der Gewalt« geprägt
sind. Wie Begriffe dabei nicht nur als »Werkzeuge«, sondern auch als »Waffen«
eingesetzt, gezielte Neu- und Umprägungen vorgenommen werden und
interpretatorische Willkür an den Tag gelegt wird, wird u. a. an den Werken
Heideggers, Gadamers, Voegelins, Schmitts und Kosellecks nachzuvollziehen
versucht.
Demgegenüber wirbt der Sammelband für Praxen der philosophischen Ver-
ständigung, die sowohl geschichtliche Bedingtheit als auch wissenschaftlich-
methodische Grundsätze eines Textes beleuchten, wenn es um die Frage geht,
wie ein philosophischer Text gelesen, interpretiert, tradiert und schließlich
kanonisiert wird.
Mit einem Vorwort von Emmanuel Faye, einer Einleitung von Sidonie Kellerer
sowie Beiträgen von Manfred Bauschulte, Christian Berner, Emmanuel Faye,
François Lecoutre, Günter Mensching, Alfred Noll, Louis Pinto, Julio Quesada,
François Rastier und Erhard Schüttpelz.
SIDONIE KELLERER ist Akademische Oberrätin am Philosophischen Seminar der
Universität zu Köln. Sie leitete dort das Forschungsprojekt »Heidegger and Postmoder-
nity. The Story of a Delusion«? 2016 gab sie gemeinsam mit Marion Heinz heraus:
Martin Heideggers »Schwarze Hefte« – eine philosophisch-politische Debatte.
EMMANUEL FAYE ist emeritierter Professor für moderne und zeitgenössische Philo-
sophie an der Universität Rouen-Normandie. Er veröffentlichte u. a. mehrere kritische
Studien zu Heidegger und zur Heidegger-Rezeption, darunter: Hannah Arendt und
Martin Heidegger. Zerstörung des Denkens (2024).
SIDONIE KELLERER | EMMANUEL FAYE (Hg.)
»Werkzeuge oder
Waffen?«
Begriffe und Methoden in der Philosophie
und den Geschichtswissenschaften
Sammelband zur Hermeneutik
im 20. Jahrhundert
Zu den Folgen der Zerstörung
des kritischen Denkens im
Nationalsozialismus
SIDONIE KELLERER |
EMMANUEL FAYE (Hg.)
»Werkzeuge oder Waffen?«
Begriffe und Methoden in der Philosophie
und den Geschichtswissenschaften
Ca. 244 S.
• Kartoniert ca. 39,00 €
978-3-7873-5089-6
Mai
MONOGRAPHIEN / REIHEN
MARION HEINZ | TOBIAS BENDER Hg.
»Sein und Zeit« neu verhandelt
Untersuchungen zu Heideggers Hauptwerk
Blaue Reihe
 S. · Kartoniert · , €

Ebenfalls lieferbar:
18
Medienkunst gibt es nicht erst, seitdem technische Medien
sich ins Kunstgeschehen einschalten. Vielmehr gab es medien-
freie Künste noch nie, ob man unter Medien Bild, Klang,
Licht, Raum oder Sprache versteht. Ebenso wenig sind Mate-
rialien wie Marmor oder Bronze, Töne oder Farben einem
Kunstwerk jemals äußerlich, vielmehr entsteht ästhetische
Bedeutung erst durch die jeweilige medial-materielle Kon-
guration und ließe sich ohne sie gar nicht artikulieren.
Der Band dokumentiert eine Auswahl der Beiträge zum XII. Kongress der Deut-
schen Gesellschaft für Ästhetik in Fribourg, der medientheoretische Fragen
in historischer oder zeitgenössischer, in systematischer oder angewandter
Absicht zum Thema gemacht hat. Es geht dabei um den Eigensinn ikonischer,
choreographischer, lmischer oder architektonischer Artefakte, um die Ana-
log-digital-Differenz, um die medialen Voraussetzungen in der Massenproduk-
tion und -reproduktion von Kunst sowie um die Funktion von Medien bei der
Verbreitung, Kommentierung und Archivierung künstlerischer Arbeit bis hin
zum Einsatz von KI im Schaffensprozess. Jede Kunst kann in diesem Sinne als
Medienkunst gelten, wenn und weil sie mit Medien reexiv und kritisch arbeitet
und aufzeigt, wie diese arbeiten.
Mit Beiträgen von Florian Arnold, Johannes Bennke, Kathrin Busch, Christian
Grüny, Christoph Haffter, Dieter Mersch, Alva Noë, Mirjam Schaub, Ludger
Schwarte, Martin Seel, J. Emil Sennewald, Luca Viglialoro, Christiane Voss und
Lambert Wiesing.
EMMANUEL ALLOA ist ordentlicher Professor für Ästhetik und Kunstphilosophie an
der Université de Fribourg.
EVA SCHÜR MANN ist Inhaberin des Lehrstuhls für philosophische Anthropologie,
Kultur- und Technikphilosophie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.
EMMANUEL ALLOA | EVA SCHÜRMANN (Hg.)
Künste der Medien /
Medien der Künste
Beiträge zum XII. Kongress
der Deutschen Gesellschaft für
Ästhetik (in Auswahl)
EMMANUEL ALLOA |
EVA SCHÜRMANN (Hg.)
Künste der Medien / Medien der Künste
Zeitschrift für Ästhetik und Allgemeine
Kunstwissenschaft, Sonderheft 27
230 S.
• Kartoniert ca. 98,00 €
978-3-7873-4956-2
März
ZEITSCHRIFTEN
19MONOGRAPHIEN / REIHEN
THIEMO BREYER (Hg.)
Erfahrungslogiken
Festschrift für Dieter Lohmar
Dieser Band erscheint aus Anlass des 70. Geburtstags von Dieter Lohmar, eines
herausragenden Phänomenologen, dessen von intellektueller Neugier und
methodischer Strenge ausgezeichnete Forschungen die philosophische Land-
schaft in Deutschland und darüber hinaus nachhaltig geprägt haben. Über
Jahrzehnte hinweg trat Lohmar nicht nur durch scharfsinnige Analysen und
neuartige Beiträge in den Bereichen Phänomenologie, Empirismus, Anthropo-
logie und Transzendentalphilosophie hervor, sondern trug auch als langjähriger
Direktor des Husserl-Archivs an der Universität zu Köln maßgeblich zur Bewah-
rung und Weiterentwicklung der Husserl’schen Denktradition bei. Mit Beiträgen
von Philipp Battermann, Rudolf Bernet, Irene Breuer, Thiemo Breyer, Emanuele
Caminada, Marco Cavallaro, Saulius Geniusas, George Heffernan, Julia Jansen,
Sebastian Luft, Takuya Nakamura, Inga Römer, Klaus Sellge, Hans Rainer Sepp,
Rochus Sowa, Andrea Staiti und Michela Summa.
THIEMO BREYER (Hg.)
Erfahrungslogiken
Festschrift für Dieter Lohmar
Phänomenologische Forschungen,
Beiheft 7
355 S.
• Kartoniert ca. 112,00 €
978-3-7873-4971-5
Lieferbar
KONSTANTIN POLLOK | LUIGI FILIERI (Hg.)
Kant and Cassirer
Legacy – Interpretation – Frontiers
This volume provides a comparative re-evaluation of central aspects of Kant’s
and Cassirer’s philosophical systems. Instead of seeing Cassirer merely as the
historian of Kant’s philosophy, or as eclectically introducing Kantian themes
to his own philosophy of culture, the contributions collected in this volume
advance a mutually illuminating account of Kant and Cassirer. This volume
aims to foster philosophical discourse at a number of yet unexplored herme-
neutic frontiers: from the status and the consistency of our cognitive activities
to their relationship with the positive sciences, from the nature and value of
moral agency to the political and institutional challenges of the contemporary
world, and from the dialectic between knowledge and morality to the need of
a comprehensive perspective on the whole of human practices. The research
interests articulated in these essays thus revolve around three main axes. The
rst is devoted to Kant’s legacy and its presence and role in Cassirer’s philoso-
phy; the second focuses on Cassirer’s own interpretation, appropriation and
development of Kant’s critique of reason; the third consists in a philosophical
confrontation between Kant and Cassirer connected by the idea that our reason
shapes the world we live in, and that this formation process is premised on a
moral standpoint.
KONSTANTIN POLLOK |
LUIGI FILIERI (Hg.)
Kant and Cassirer
Legacy – Interpretation – Frontiers
Cassirer-Forschungen 26
Ca. 200 S.
• Kartoniert 78,00 €
978-3-7873-4394-2
Februar
»… ein kluger, wunderbar erzählter Ritt durch
2.500 Jahre Radikalitätsgeschichte mit Ausflügen
in Politik, Kunst und Philosophie. «
Philosophie Magazin 1/2026
… und der Riss zwischen Theorie und Praxis
 S. · Gebunden · , € · 
… und der Mut zum Gebrauch des eigenen Lebens
 S. · Gebunden · , € · 
Auch im Set:  Bde. · , € · 
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