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WURZEL
MÄNNCHEN
Zeitshrift der Fahshaft Mathematik und Informatik
an der TU Clausthal
2
/
12
35. Jahrgang
Heft 2
/
12
Oktober 2012
Ausgabe 78
KOSTENLOS
2
WURZEL 2/12
Editorial
Lieb e Leser,
so shnell ist das Semester herum
und das nähste beginnt shon wieder!
Wir wollen euh auh das Winterse-
mester 2012/13 mit einer neuen Ausga-
be des Wurzels versüÿen und das ver-
gangene Semester kurz revue passieren
lassen.
Es gab neben dem wie immer sehr ge-
lungenen Sommerfest der Fahshaft
auh ein Sommerfest des Instituts für
Informatik, das sein 30-jähriges Beste-
hen gefeiert hat. Auh von Seiten des
Wurzels sei dazu no h herzlih gratu-
liert!
Wo wir gerade b ei Jubilaren sind: Das
Layout des Wurzels hat das halbe IfI-
Jubiläum auf dem Bukel. . . Andre-
as Shlehte hatte damals 1997
die Redaktion des Wurzels üb ernom-
men und das Layout (als T
E
X-Freak)
in L
A
T
E
X erstellt. Zeit für eine Neuge-
staltung? Was meint ihr dazu? Zeitlos
oder üb erholt? Anregungen für Neues?
Bitte lasst uns eure Meinungen wissen!
Kein Jubilar, ab er bald niht mehr in
Clausthal: Sasha hat seine Redakti-
onstätigkeit im Wurzel nah der letz-
ten Ausgabe b eendet nah fünf Se-
mestern. Das Wurzel wünsht ihm viel
Erfolg für seine Zukunft. Mit Sasha
sind allerdings auh die Rätsel aus
dem Wurzel vershwunden. . . Aber
vielleiht werden sie ja wiederbelebt?
Genug der Rükshau was erwartet
euh im neuen Wurzel?
Wir wollen das Wurzel, abseits der
Vorlesungs-Evaluationen, auh in Sa-
hen allgemeiner Informationen wie-
der stärker aufstellen und hab en zwei
neue Reihen für euh aufgelegt: Ei-
ne Artikelserie ermögliht euh Einbli-
ke in die Forshungsarbeit der hiesi-
gen Arb eitsgrupp en, die zweite hte
die Ho hshulpolitik etwas enträtseln
und gibt zum Start einen Überblik
über die studentishen Organe. In den
nähsten Ausgaben wird es dann vor-
aussihtlih weitere Artikel zu den ein-
zelnen Gremien geb en.
Mit der Bitte um die Vorstellung ih-
rer jeweiligen Arb eitsb ereihe und den
sih in der Arb eitsgrupp e ergebenden
Perspektiven für Studenten konnten
wir Prof. Dix (Computational Intelli-
gene) für die Informatik und Dr. Kal-
sis (Kombinatorishe Optimierung)
für die Mathematik gewinnen, die erst-
genannte Artikelserie zu erönen: Hier
sind für euh zwei spannende Artikel
entstanden, vielen Dank an die Auto-
ren! In dieser Form wollen wir nah
und nah weitere Arb eitsgrupp en bei-
der Fahbereihe vorstellen und da-
durh gleihzeitig auh den Arb eits-
gruppen eine Plattform bieten.
Bereits gute Tradition haben die Buh-
besprehungen im Wurzel: In dieser
Ausgabe geht es um kombinatorishe
Optimierung aus Bonn. Und natürlih:
Auh wieder mit dabei sind neun Ar-
tikel zu Vorlesungen des vergangenen
WURZEL 2/12
4
Editorial
Semesters. Nur neun? Ja. Und nur
zwei aus der Informatik?! Ja, leider.
(Erwähnten wir shon, dass wir euh
ohne euer Feedbak keine Feedbak-
Artikel shreib en können? Wahrshein-
lih. Und wir glauben an euh und bau-
en auf das nähste Semester!)
Apropos Planung des nähsten Semes-
ters: Nahdem Sasha die Redaktion
verlassen hat, suhen wir einen Nah-
folger. Hast Du Lust, Dih zu engagie-
ren? Journalistishe Erfahrung zu sam-
meln? Ja, Du! Dann melde Dih ein-
fah b eim Wurzel oder sprih jeman-
den in der Fahshaft an. Vielleiht
gibt's ja dann auh wieder Rätsel?
Und zum Shluss, wie üblih: Das
Wurzel lebt durh euh! Eure Buh-
rezensionen und die Frageb ögen, die
ihr ausfüllt, bilden einen integralen
Bestandteil des Wurzels. Ab er niht
nur: Habt Ihr Ideen für Neuerun-
gen im Wurzel? Gibt es Themen,
die eurer Meinung nah eine öent-
lihe Plattform nötig haben? Was
bewegt Mathematik und Informatik?
Wir freuen uns auf eure Anregungen
an
wurzeltu-lausthal.de
!
Viel Spaÿ b eim Lesen und ein erfolg-
reihes Semester
Fabian und die Wurzelredaktion
WURZEL 2/12
Inhalt
35. Jahrgang 2. Ausgab e Oktober 2012
Editorial 3
Allgemeines 6
Fahshaft - Was ist das üb erhaupt? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Ein Leb en neb en dem Feiern Willkommen in Clausthal! . . . . . . . . . . 8
Computational Intelligene Group . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Gebietsplanung Arb eitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung . . . . . . . 16
Hohshulp olitik: So wird's gemaht! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Feedbaks 24
Funktionentheorie b ei Dr. Vogt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Numerik I b ei Dr. Behnke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Ingenieurmathematik II bei Dr. Brashe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Kombinatorishe Optimierung b ei Dr. Kalsis . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Lineare Algebra und diskrete Strukturen I I b ei Prof. Kairies . . . . . . . . . 30
Mathematik für BWL & Chemie II b ei Prof. Kolonko . . . . . . . . . . . . 32
Stohastishe Simulation und Statistik b ei Dr. Sandmann . . . . . . . . . . 34
Informatik I I b ei Prof. Hartmann . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Einführung in die künstlihe Intelligenz b ei Prof. Dix . . . . . . . . . . . . . 38
Wir brauhen euer Feedbak . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Buh-Rezensionen 41
Büher kostenlos? Shreibt eine Rezension! . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
B. Korte, J. Vygen: Kombinatorishe Optimierung . . . . . . . . . . . . . . 42
Impressum 43
WURZEL 2/12
Allgemeines
Fahshaft - Was ist das üb erhaupt?
Der Fahshaftsrat
Fahshaft - Was ist das üb er-
haupt?
Mitglied der Fahshaft Mathema-
tik/Informatik sind alle Studenten der
Mathematik- und Informatikstudien-
gänge. Dies waren im Sommersemester
2012 a. 335 Studenten.
Die Studenten der Fahshaft wählen
jedes Wintersemester die 7 Mitglieder
des Fahshaftsrates. Dieser vertritt
die Studenten der Fahshaft gegen-
über der Uni, den Instituten und den
Professoren.
Der aktuelle Fahshaftsrat setzt sih
wie folgt zusammen (Amtszeit vom
01.04.2012 bis zum 31.03.2013):
Spreher:
Marel Bergmann
Stellvertretender Spreher:
Daniel Arnsberger
Finanzel:
Dennis Wimmer
Rezensionswart:
Robert Fulshe
Sehshlangenwart Informatik und
Webmaster:
Christian Barthel
Sehshlangenwart Mathematik:
Jan Kerk
Protokollant:
Johann-Robert Kummer
Der Fahshaftsrat bietet auÿerdem
folgendes:
Bereitstellung von Prüfungsproto-
kollen von mündlihen Prüfungen
(auh Sehshlangen genannt) und
Klausuren zur Vorb ereitung auf
Prüfungen und Klausuren
Beratung in allen studentishen Be-
langen, b esonders in Fragen zu
Prüfungen, Vorlesungen o der euren
Prüfungsordnungen
Zusätzlih organisiert er:
die Redaktion und den Druk des
Wurzelmännhens
jedes Semester einen Fahshafts-
stammtish
jedes Sommersemester ein Som-
merfest
Wie und wo bekomme ih denn die
Sehshlangen und Klausuren?
Die Sehshlangen könnt ihr euh im
Raum der Fahshaft Mathe/Info wäh-
rend der Serviezeiten ausleihen (siehe
jeweils unten).
Das Ausleihen funktioniert folgender-
maÿen:
Ihr müsst ein Pfand für die Kopier-
vorlage hinterlegen, am b esten etwas
mit eurem Namen drauf, also z. B. eu-
ren Studentenausweis. Das Pfand be-
WURZEL 2/12
Fahshaft - Was ist das überhaupt?
7
kommt ihr dann zurük, wenn ihr die
Kopiervorlage wieder abgebt.
Rezensionen
Werft mal einen Blik auf das shwar-
ze Brett der Fahshaft. Es b endet
sih am ob eren Eingang des Instituts
für Mathematik. Dort werden Einla-
dungen, Protokolle und Informationen
ausgehängt und ihr könnt dort auh se-
hen, welhe Büher der Fahshaft ge-
rade kostenlos für Rezensionen (Buh-
besprehungen) angeb oten werden.
Falls ihr eins der Büher rezensieren
wollt, dann nehmt den dazugehörigen
Zettel vom Brett ab und kommt damit
während der Serviezeiten vorb ei. Das
Buh wird dann bestellt und es dau-
ert a. zwei Wo hen, bis ihr das Buh
abholen könnt. Ihr müsst als Gegen-
leistung nur eine Rezension shreiben,
die im Wurzelmännhen veröentliht
wird. Ein Exemplar des Wurzelmänn-
hens shiken wir dann an den ent-
sprehenden Verlag.
Kann ih mitmahen?
Der Fahshaftsrat suht immer neue
Leute, die mithelfen wollen Arbeit
gibt es genug (und wenn niht, nden
wir shon welhe für euh). Kommt ein-
fah mal vorbei o der quatsht einen
von uns an, wir beiÿen im Normalfall
niht. . .
Serviezeiten
In der Vorlesungszeit:
Mittwo h 12.15 - 13.00 Uhr
In den Semesterferien:
Dienstag 12.15 - 13.00 Uhr
Adresse
Fahshaft Mathematik/Informatik
Silberstraÿe 1, 2. Ob ergeshoss
E-Mail-Adresse
fs-mitu-lausthal.de
Homepage
www.tu-lausthal.de/student/fsmi/
Der Fahshaftsrat
Mathematik/Informatik
xkd.om
WURZEL 2/12
8
Ein Leben neb en dem Feiern Willkommen in Clausthal!
Ein Leb en neb en dem Feiern Willkommen in Clausthal!
Daniel Arnsberger
Das Abi ist in der Tashe, das Studien-
fah gewählt, die Uni ausgesuht und
die Wohnung ist auh shon gemietet?
Na super. . . dann kann das Ab enteuer
ja beginnen! Do h die meisten stehen
nun erstmal vor dem Sprung ins eis-
kalte Wasser: weg von zu Hause, von
den Freunden und der bekannten Um-
gebung. Vor ihnen liegen nun ein ei-
genes Zimmer oder eine eigene Woh-
nung, die geputzt werden wollen und
der Kühlshrank hte auh regelmä-
ÿig gefüllt sein. Und dann rükt auh
der erste Tag in der Uni näher wo
muss ih hin, was muss ih mitneh-
men? Am Anfang ersheint das alles
sehr stressig und shwierig. Na ja, im
Grunde ist es das gar niht. Ih h-
te euh hier einen kleinen Einblik ins
Studentenleben ermöglihen und ein
paar Tipps mit auf den Weg geben, da-
mit ihr den Start etwas einfaher habt.
Den ersten Shritt habt ihr ja bereits
gemaht. Die Einführungswohen lie-
gen nun hinter euh und die ersten
Kontakte sind hoentlih auh shon
geknüpft. Das ist zu Beginn auh das
Wihtigste! Lernt eure neuen Mitstrei-
ter kennen und ndet neue Freunde. In
einer Grupp e ist das studieren viel ein-
faher.
Dann kommt der Moment, die erste
Vorlesung wie wird sie sein? Der
Professor kommt herein, stellt sih vor
und shon geht es los. Shnell ist klar,
dass es hier niht mehr wie in der Shu-
le ist, keine groÿe Vorstellungsrunde,
auf geht's in die Materie.
Nah 90 mehr o der weniger langen Mi-
nuten ist die erste Vorlesung auh ge-
shat, du hast alles sup er verstanden
und hast mit den ersten Hausaufgab en
auh kein Problem? Prima, ab er lass
dih davon niht blenden. Du hattest
in der Shule 15 Punkte in Mathema-
tik? Dann hast du natürlih beste Vor-
aussetzungen für ein Studium auf dem
Gebiet, aber Uni ist niht gleih Shu-
le. Das soll niht abshreken, sondern
euh nur vor einer bösen Überrashung
shützen.
Das Tempo steigt shnell und wenn
ihr niht regelmäÿig dranbleibt, kann
es passieren, dass ihr auf einmal niht
mehr wisst, worum es dort eigentlih
geht. In der Vorlesung niht alles auf
Anhieb zu verstehen ist normal und
auh gar niht shlimm, solange du
dih zu Hause hinsetzt und versuhst,
es z. B. anhand der Hausaufgab en zu
verstehen. Dann wird auh die Prü-
fung kein Problem darstellen.
Nutzt die Angebote, die euh hier ge-
boten werden. Manhe mögen denken,
dass die Vorlesung ausreiht, aber das
ist meist niht der Fall. Viel wihtiger
sind die regelmäÿigen Übungen, in de-
WURZEL 2/12
Ein Leben neb en dem Feiern Willkommen in Clausthal!
9
nen der Sto vertieft und anhand von
Beispielaufgaben erklärt wird.
So anstrengend das auh alles im ers-
ten Moment klingen mag, bietet dir
das Studium auh viel Neues und Auf-
regendes. Du hast dein eigenes Zuhau-
se, lernst viele neue Leute kennen und
kannst dein Leben viel freier gestalten.
Hier sagt dir keiner mehr, was du zu
tun oder zu lassen hast. Du kannst ma-
hen was du htest, ab er verlier nie
dein Ziel aus den Augen, ein erfolgrei-
hes Studium!
Solange du dih selbst motivieren
kannst, wirst du im Studium viel Spaÿ
haben und eine Menge neuer Dinge er-
leben und entdeken.
WURZEL 2/12
10
Computational Intelligene Group
Computational Intelligene Group
Prof. Dr. Jürgen Dix
Leiter
: Prof. Dr. Jürgen Dix
Derzeitige Mitglieder
: Dr. Tristan Beh-
rens, Dr. Nils Bulling, PD Dr. Wo-
jtek Jamroga, Dipl.-Inf. Mihael Kös-
ter, Li. Federio Shlesinger
Webseite
:
http://ig.in.tu-lausthal.de
Lehre und Mitarb eiter
Meine Gruppe forsht im Bereih der
Künstlihen Intelligenz, und zwar im
Bereih der
logikbasierten, symboli-
shen
KI. Wir arbeiten grundlagenori-
entiert mit formalen mathematishen
Methoden im Gebiet der
Multiagen-
tensysteme
. Wir organisieren seit eini-
gen Jahren einen internationalen Wett-
bewerb (
http://multiagentontest.org/
)
an dem a 5 10 Teams aus allen
Teilen der Welt teilnehmen. Im Rah-
men dieser Arbeiten wurde eine sta-
bile Simulations-Plattform entwikelt,
die es uns ermögliht, beliebige Simu-
lationen zu implementieren und Teams
von Agenten zu programmieren, um ei-
ne bestimmte Aufgabe zu lösen.
Wir suhen daher motivierte Hiwis,
die insb esondere vor Formeln, Bewei-
sen und abstrakten Methoden niht
zurükshreken. Unsere Gruppe (3 6
Mitarbeiter) war von Anfang an
sehr international aufgestellt: unse-
re wissenshaftlihen Mitarb eiter kom-
men/kamen aus China, der Slowa-
kei, Polen, Mexiko, Argentinien, sogar
Menshen aus Norddeutshland sind
bei uns.
In den letzten Jahren sind an meinem
Lehrstuhl eine Habilitation (
Mobile
Proesses: Ideas, models, properties
,
Wo jtek Jamroga (2009) und folgen-
de Dissertationen angefertigt worden:
Towards Building Bloks for Agent-
Oriented Programming
, Tristan Beh-
rens (2012),
Model ling and Verify-
ing Abilities of Rational Agents
, Nils
Bulling (2010),
On Updates of Epis-
temi States
, Juan C. Guadarrama
(2009),
Behavioural State Mahines -
Agent Programming and Engineering
,
Peter Novak (2008),
Fault Toleran-
e for Multiagent Systems
, Yingqian
Zhang, (2006). Zwei weitere Disserta-
tionen und eine Habilitation sind in
Bearbeitung.
In der Lehre bieten wir im Bahelor
die
Informatik 3
(ehemalige Theore-
tishe Informatik), die
Künstlihe In-
WURZEL 2/12
Computational Intelligene Group
11
tel ligenz
und, im neu geplanten Ba-
helor, eine Vorlesung
Logik und Ve-
rikation
an. Weiterhin haben wir in
den letzten Jahren die
Multiagenten-
systeme I
angeboten. Dies ist zu ei-
nem kleinen Teil eine Vorlesung, und
zu einem groÿen Teil ein Praktikum.
Es geht darum, ein Agententeam zu
entwikeln (in einer geeigneten Agen-
tenprogrammiersprahe), das in einem
Anwendungsszenario gegen ein ande-
res Team antreten muss. Idealerweise
teilen sih die Studenten in zwei Teams
auf, die am Ende des Semesters gegen-
einander spielen.
Im Master bieten wir die
Komplexi-
tätstheorie
, die
Modal logik
, die
Mul-
tiagentensysteme II
(die im neuen
Master
Spieltheorie
heiÿen wird),
For-
male Grund lagen von Agentensyste-
men
, und
Computersiherheit und Si-
herheitsprotokol le
an. Dies sind eher
theoretish-mathematish orientierte
Vorlesungen, in denen auh formale
Beweise geführt werden.
Unter den in den letzten Jahren bei
uns betreuten Abshlussarbeiten sind
etwa folgende:
Model Cheking Ratio-
nal Behaviour of Agents
,
Transforma-
tion von Promela nah SLPN
,
Im-
plementierung eines URBI- und Ru-
bymoduls für Jazzyk zur Entwiklung
von Robotern
,
Optimierte SLPN-LTL-
Modelheker
,
Implementierung eines
autonomen Agenten in einer Simulier-
ten 3D Umgebung
,
Entwurf und Im-
plementierung eines ontologiebasierten
Systems zur Extraktion von Produkt-
informationen aus Onlineshops
,
Sol-
ving onsisteny onits in distri-
buted ontologies
,
Statishe Analyse
von Spe-Sharp-Programmen
,
Model-
lierung des Temperaturverlaufs in ei-
nem Shmelzofen
,
Model lbasierte Dia-
gnose des Zündsystems im Ottomo-
tor: Entwiklung neuer Model lierungs-
tehniken
,
Anwendungen von semanti-
shen Netzen auf die Struktierung von
Lehrinhalten im Rahmen einer Multi-
Agentenarhitektur für das E-Learning
.
Eine der letzten Abshlussarbeiten ist
über die Ehrenfeuht-Vermutung. Sie
behandelt ein Problem aus der theore-
tishen Informatik, das ebenso gut in
die reine Mathematik (Algebra) passt.
Wir sind daher auh sehr oen für Ma-
thematiker!
Forshung und Zusammenarb eit
Wir arb eiten sowohl in der Forshung
als auh in der Organisation von Kon-
ferenzen und Workshops eng mit Grup-
pen in Europa zusammen: Delft (Prof.
Witteveen, Dr. Dastani), Liverpo ol
(Prof. Fisher), Luxemburg (Dr. Jamro-
ga), Norwegen (Prof. Agotnes), Däne-
mark (Prof. Goranko), und in Üb ersee
(Brasilien (Prof. Bordini, Prof. Hüb-
ner), Argentinien (Prof. Simari), USA
(Prof. Subrahmanian)). Wir sind in
den wihtigsten PC's sowie in Edi-
torial Boards von Zeitshriften und
Steering ommittees vertreten und ge-
ben regelmäÿig Kurse auf internationa-
len Sommershulen (eine genaue Auf-
listung ist auf unserer Homepage
1
ver-
1
http://ig.in.tu-lausthal.de
WURZEL 2/12
12
Computational Intelligene Group
fügbar). Zu fast allen obengenannten
europäishen Universitäten hab en wir
auh Erasmus Programme etabliert.
Übergeordnetes Ziel unserer Forshun-
gen sind die Grundlagen von Agen-
tensystemen.
Wie kann man solhe
Systeme model lieren und spezizie-
ren? Wie wihtige Eigenshaften aus-
drüken bzw. solhe Systeme program-
mieren? Gibt es geeignete Logiken, in
denen man Teile von Agentensystemen
spezizieren und Tehniken des model-
heking anwenden kann? Wie ist die
Komplexität solher Verfahren?
Eine eher praktishe Anwendung sind
unsere Untersuhungen über eine ge-
eignete Plattform zum Vergleih von
vershiedenen Agentensystemen (im
Rahmen des oben erwähnten Multi-
Agent Programming Contest).
Formale Grundlagen von Multiagenten-
systemen
Ende des 20. Jahrhunderts wurde das
Agentenparadigma
vorgestellt, welhes
zu einem vielfältigen Forshungsgebiet
im Bereih autonomer und verteilter
Computersysteme, dem der
Multiagen-
tensysteme
, führte. Ein groÿer Teil die-
ser Forshung beshäftigt sih mit ko-
operativen Asp ekten von Agenten und
insbesondere deren kollaborativen Fä-
higkeiten. In den letzten Jahren lag in
diesem Gebiet das Forshungsinteresse
meiner Grupp e bei Logiken zur Model-
lierung und Verikation von Fähigkei-
ten von Koalitionen.
Neben diesen eher theoretishen
Grundlagen umfasst unsere Forshung
in Multiagentensyteme auh aktu-
elle Themen neuartiger (Compu-
ter)Netzwerke und Siherheitseigen-
shaften. Zum Beispiel befassen wir
uns derzeit mit Routing-Methoden in
Delay-Tolerant Networks
und
Oppor-
tunisti Networks
. Dab ei handelt es
sih um
ad-ho
Netzwerke, deren Kom-
munikationsstruktur sih dynamish
verändert und in denen keine zuverläs-
sige Kommunikation möglih ist. Stel-
len Sie sih zum Beispiel Krisen- und
Rettungsszenarien vor, in denen die
Infrastruktur zusammengebrohen ist
und der Informationsuss nun (tem-
porär) üb er heterogene p eer-to-p eer
Verbindungen mit b eshränkter Reih-
weite und unzuverlässiger Konnektivi-
tät gewährleistet werden muss.
Generell ist unsere Forshung im Be-
reih der Multiagentensysteme in Ge-
bieten der Formalen Methoden, Spiel-
theorie und Verikation angesiedelt
und lässt sih auf viele aktuelle Pro-
bleme der Praxis anwenden. Für Stu-
dierende bieten wir die Pro jektgruppe
Multi-Agent Systems: Modeling, Rea-
soning, and Veriation
an und freu-
en uns immer über interessierte Stu-
dentinnen und Studenten, die aktiv
in diesem Bereih mitarb eiten h-
ten. Die Anmeldung geshieht üb er
das StudIP System. Für weitere Infor-
mationen können Sie sih auh gerne
an Dr. Nils Bulling wenden.
Agent Contest
Im Jahre 2005 haben wir den ersten
Agent Contest veranstaltet. Ziel war
WURZEL 2/12
Computational Intelligene Group
13
es, eine verteilte künstlihe Intelligenz
für die Lösung eines Problems zu ent-
wikeln: Auf einer zunähst unerforsh-
ten Karte waren Leb ensmittel verteilt.
Autonome, simulierte Agenten sollten
dieses Essen nden, einsammeln und
in ein Lager bringen. Dieses Szenario
haben wir insgesamt dreimal gespielt.
Wir hab en gesehen, dass hier die
Wegndung mit den entsprehenden
Algorithmen ein leihtes Unterfangen
war. Leider war die Koop eration der
Agenten eher dürftig die Strategien
funktionierten gröÿtenteils, obwohl die
Agenten niht bzw. kaum miteinander
kommunizierten. Dieses Manko haben
wir mit dem Cowboy-Szenario beho-
ben. Hier mussten nun Agententeams
programmiert werden, die gemeinsam
in der Steppe Kühe nden und ein-
fangen sollten. Der Reiz lag hier in
der Tatsahe, dass ein einzelner Agent
niht in der Lage war, Kühe zu fangen.
In den drei Malen, in denen wir die-
ses Szenario spielten, haben wir viele
interessante Kuh-Fang-Strategien ken-
nengelernt.
Ein kleiner Nahteil der ersten bei-
den Szenarien war immer die Agenten-
Homogenität. Alle Agenten waren völ-
lig gleih, was ihre Wahrnehmung üb er
ihre Sensoren und ihre Fähigkeiten be-
traf. 2011 haben wir das geändert und
shikten die Agenten zum Mars. Je-
des Team hatte zehn Agenten auf der
Planetenoberähe und es waren je-
weils fünf vershiedene Rollen vertre-
ten. Es gab Agenten, die die Karte
mit ihren Sannern erforshen, Agen-
ten die gegnerishe Agenten sab otieren
und sogar Agenten, die beshädigte
Agenten reparieren konnten. Ziel war
es, auf dem Mars Gebiete mit einem
hohen Wasservorkommen zu nden, zu
erobern und zu verteidigen.
Seit 2005 haben sehr viele fähige Stu-
dierende zum Agent Contest beigetra-
gen. In den ersten Jahren wurde die
sehr stabile und zuverlässige MASSim-
Plattform in Java entwikelt. Danah
wurden die vershiedenen Szenarien
entwikelt und To ols wie etwa eine
Visualisierung in Form von Videos
oder sogar ein Leveleditor. Auh ha-
ben wir den Contest mehrfah in un-
serer b eliebten Multiagentensysteme-
Vorlesung b enutzt, in der wir praktish
wihtige Themen der Künstlihen In-
telligenz vermittelt haben.
Weitere Informationen zum Agent
Contest gibt es unter:
http://multiagentontest.org/
WURZEL 2/12
14
Computational Intelligene Group
Model Cheking von lokalen Communi-
ties
Die Bedeutung von sozialen Netzwer-
ken wie
Faebook
und
Twitter
oder be-
rufsorientierten Portalen wie
Xing
für
den Alltag nimmt stetig zu: Verabre-
dungen werden üb er diese getroen,
Informationen und Fotos geteilt o der
die aktuelle Position einer bestimm-
ten Gruppe b ekannt gegeb en. Aller-
dings gibt es dabei meist keine direk-
te Verknüpfung des sozialen Netzwerks
mit dem realen Leben, d. h., jede Ver-
änderung im realen Leb en muss von
Hand in das soziale Netzwerk üb ertra-
gen werden.
Die Idee hinter den lokalen Communi-
ties ist es nun, das reale Leben mit
dem sozialen Netzwerk zu verbinden,
indem jede Person ein Smartphone mit
sih trägt und dieses Gerät automa-
tish und ohne Nutzerinteraktion er-
kennt, in welhem Kontext (eine Be-
sprehung, eine Vorlesung, im Kino,
et.) die Person sih gerade bendet.
Wenn die Person also zum Beispiel ge-
rade in einer Vorlesung sitzt, bilden al-
le Teilnehmer und der Vortragende ei-
ne sp ontane Grupp e, in der wihtige
Informationen (Handouts, Foliensatz,
Kontaktdaten des Profs, Übungsblät-
ter, Termine, et.) automatish ausge-
tausht werden. Sobald die Vorlesung
zu Ende ist, löst sih die Gruppe auf.
Bei solh sp ontanen Grupp enbildun-
gen muss natürlih darauf geahtet
werden, dass wirklih nur die Daten
ausgetausht werden, die für diesen
Personenkreis gedaht sind; so hte
ein Student vielleiht niht die Fotos
von der letzten Party an den Professor
shiken. Deshalb ist es wihtig, diese
sogenannten Minimaleigenshaften si-
herstellen zu können.
Dazu b enutzen wir die Tehnik des
Model Cheking
. Zuerst muss man ein
formales Mo dell des Netzwerkes erstel-
len, welhes die möglihen Zustands-
veränderungen b eshreibt. Die Mini-
maleigenshaften (Datenshutz, et.)
werden in einer Logik beshrieben. Die
Gültigkeit dieser kann man dann for-
mal verizieren.
Die Shwierigkeit und der Forshungs-
bereih sind dabei, wie man solhe Sys-
teme formal spezizieren und wie man
die Komplexität des Model Chekings
trotz dieser groÿen Systeme noh im
Gri hab en kann. Dazu entwikeln
wir zum Beispiel Abstraktionstehni-
ken, die den Zustandsraum vor dem
Model Cheking verkleinern oder pas-
sen den Mo del Cheking Algorithmus
so an, dass er auf parallel aufgebauter
Hardware läuft.
Planen und LTL
In vielen Anwendungen der (Mul-
ti-)Robotik bis zur Ambient Intelli-
gene spielt ein spezielles Planungs-
problem, nämlih
Planen in kooperati-
ven Umgebungen
, auh
Teamwork
ge-
nannt, eine groÿe Rolle. Trotz vieler
Fortshritte im Bereih der Planung in
Multiagentensystemen ist dieses Pro-
blem no h weit von einer Lösung ent-
fernt und stellt eine groÿe Herausforde-
rung in vielen Anwendungsproblemen
WURZEL 2/12
Computational Intelligene Group
15
dar. Wir wollen daher die Grundlagen
des Planens in Multiagentensystemen
untersuhen. Unser Ansatz ist die An-
nahme, dass ein groÿer Teil dieses Pro-
blems auf kleinere Probleme des Mo-
del Chekings (sowie auf aussagenlo-
gishe Erfüllbarkeit) gewisser
tempo-
raler modaler Logiken
zurükgeführt
werden kann. Die
lineare temporale Lo-
gik
(LTL) ist eine solhe Logik, ab er es
gibt viele Erweiterungen davon.
Wir arbeiten an einem präzisen theo-
retishen Rahmen für das Problem
des
Team Level Mission Planning
, um
dann entsprehende Algorithmen zur
Lösung dieses Problems zu evaluieren
und zu implementieren. Insb esondere
soll das Potential dieser Tehniken für
das Design von shnellen Planungsal-
gorithmen in nihttrivialen Anwendun-
gen untersuht werden.
Weitergehende Informationen üb er un-
sere Forshung sind auf unserer Web-
seite
ig.in.tu-lausthal.de
zu nden.
WWW.PAPIERFLIEGER-VERLAG.DE · 0 53 239 67 46
DIGITALDRUCK
OFFSETDRUCK
BINDEARBEITEN
GESTALTUNG · SATZ
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vom Taschenbuch bis zur ledergebundenen Schwarte
FARBDRUCK VON PDF
WURZEL 2/12
16
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
Gebietsplanung Oder wie teile ih Gebiete optimal auf
(Arb eitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung)
Dr. rg Kalsis
Einfah gesagt b eshäftigt sih Ge-
bietsplanung damit, kleine geographi-
she Einheiten, genannt Basisgebiete,
so zu übergeordneten Gebieten oder
Bezirken zusammenzufassen, dass ver-
shiedene Planungskriterien b erük-
sihtigt werden. Was heiÿt das im kon-
kreten Fall? Shauen wir uns drei klas-
sishe Beispiele an.
Wahlkreise in Baden-
Württemberg bei der
Bundestagswahl 2009.
Planung von Wahlkreisen
Die Aufgabe der Wahlkreisplanung
besteht darin, ein Wahlgebiet, z. B.
ein Bundesland, in einzelne Wahlkrei-
se aufzuteilen, aus denen jeweils ein
Kandidat direkt ins Parlament ge-
wählt wird. Um den Grundsatz glei-
hen Stimmgewihts zu gewährleisten,
müssen daher in jedem Wahlkreis un-
gefähr gleih viele Wähler leb en. Basis-
gebiete sind in diesem Zusammenhang
i. A. Stadtteile o der Landkreise, die je-
weils komplett einem Wahlkreis zuge-
ordnet werden.
Darüber hinaus sollen die Wahlkrei-
se zusammenhängend und kompakt
sein, u. a. um das so genannte Gerry-
mandering zu verhindern. Der Name
geht auf den amerikanishen Gouver-
neur Elbrige Gerry zurük, der Anfang
des 19. Jhds. seinen Wahlkreis so ent-
artet zugeshnitten hatte, dass seine
Wiederwahl als siher galt.
Satirishe Darstellung der
Wahlkreise in
Massahusetts 1812.
WURZEL 2/12
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
17
Planung von Verkaufsgebieten
Hierbei geht es um die Unterteilung
des gesamten Absatzgebietes in Zu-
ständigkeitsbezirke für einzelne Mit-
arbeiter. Dabei soll zum einen die
Arbeitsauslastung der Mitarb eiter an-
nährend gleih sein und zum ande-
ren sollen die Bezirke zusammenhän-
gend und kompakt sein, so dass die
meist unpro duktive Fahrzeit minimal
wird. Zusätzlihe Kriterien können ei-
ne ungefähr gleih starke Kaufkraft
in den Bezirken sein oder die Berük-
sihtigung der Standorte der Mitarbei-
ter o der Verkaufszentren. Basisgebiete
sind in der Regel einzelne Kunden o der
Postleitzahlgebiete.
Gebietsaufteilung von
Adressen.
Planung von Einsatzb ezirken für die
Müllabfuhr oder den Winterdienst
Ziel dieser Planung ist es, die Straÿen
einer Region (z. B. einer Stadt) in meh-
rere Bezirke zu unterteilen, für die je-
weils eine Müllfahrzeug o der ein Streu-
fahrzeug zuständig ist. Auh hierb ei
sollen Arb eitsauslastung und Fahrzeit
möglihst gleih verteilt werden.
Aufteilung von Straÿen in 3
Bezirke.
Zudem sollen die Bezirke zusammen-
hängend und kompakt sein und inner-
halb der Bezirke sollte eine gute und
sinnvolle Routenplanung möglih sein.
Typishe Planungskriterien
Trotz der so untershiedlihen Anwen-
dungen sind die zugrundeliegenden
Kriterien (fast) immer dieselben:
Ausgeglihenheit (Balane): Die
Bezirke sollen (ungefähr) gleih
groÿ b ezüglih eines o der meh-
rerer Aktivitätsmaÿe sein. Dab ei
kann es sih z. B. um Einwohner-
zahlen, Kaufkraft, Arbeitsauslas-
tung oder Wahlb erehtigte han-
deln.
WURZEL 2/12
18
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
Links sind die Punkte gleih-
mäÿig üb er die Bezirke verteilt
im Gegensatz zu rehts.
Kompaktheit: Die Bezirke sollen ei-
ne shöne Form hab en, d. h. annä-
hernd rund und ohne Entartungen.
Links sind die Gebiete
deutlih kompakter als rehts.
Zusammenhang: Die Bezirke sollen
zusammenhängend sein.
Während die linke Gebiets-
aufteilung zusammenhängend
ist, haben wir rehts Enklaven.
Jedes Basisgebiet soll genau einem
Bezirk zugeordnet werden.
Eine feste Anzahl von Gebieten.
Forshungsaufgab en und Ziele
Eine Vielzahl von Forshungsarbei-
ten b eshäftigt sih mit Lösungsan-
sätzen für spezielle Einsatzgebiete.
Im Gegensatz dazu verwenden wir
ein generishes, anwendungsunabhän-
giges Basismo dell, welhes alle gängi-
gen Planungskriterien für die Gebiets-
planung berüksihtigt (s. o.). Beglei-
tend dazu haben wir einen geometri-
shen Lösungsalgorithmus entwikelt,
der selbst für groÿe Probleme in we-
nigen Sekunden gute Lösungen liefert.
Unsere aktuellen Zielsetzungen für
Forshungsarbeiten liegen in der Er-
weiterung und Modikation dieses Ba-
sismodells, um eine gröÿere Anwend-
barkeit zu erreihen. Dies b einhaltet
beispielsweise die Betrahtung praxis-
relevanter Probleme, wie die unvoll-
ständige Zuordnung von Basisgebie-
ten, überlapp ende Gebiete, hierarhi-
she Unterteilungen oder gewünsh-
te Ausgeglihenheit über einen gewis-
sen Zeitraum hinweg. Es kann sih
aber auh um im Rahmen von OR-
Modellen (Op erations Researh) niht
behandelte interdisziplinäre Einüsse
handeln, wie beispielsweise p olitishe
Überlegungen. Ein weiterer Aspekt b e-
trit die Erforshung der Anwendbar-
keit der Algorithmen auf niht OR
spezishe Problemstellungen. Bei der
Clusteranalyse z. B. geht es darum, in
groÿen Datenmengen ähnlihe Daten
zusammenzufassen. Die einzelnen Da-
ten könnten als Basisgebiete, die Clus-
ter als Bezirke aufgefasst werden.
WURZEL 2/12
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
19
Anknüpfungspunkte für Studieren-
de
Im Rahmen der oben b eshriebenen
Forshungziele gibt es vershiedene
Themengebiete für die Mitarb eit von
Studierenden. Diese können sowohl
im Rahmen von Abshlussarbeiten
als auh durh Hilfskräfte b earb eitet
werden und bieten die Möglihkeit
sih aktiv in die Forshung einzubrin-
gen. Voraussetzung sind ausreihende
Programmierkenntnisse, b evorzugt in
C++. Auf Wunsh können diese The-
men auh in Zusammenarbeit mit ei-
ner Firma bearb eitet werden. Die The-
mengebiete sind:
Entwurf von Verbesserungsheuristiken
Der von uns entwikelte Line-Parti-
tioning-Algorithmus zerlegt das Ge-
samtproblem iterativ so lange in im-
mer kleinere Teilprobleme, bis jeweils
eine triviale Lösung für ein Teilpro-
blem angegeben werden kann. Die Lö-
sungen der Teilprobleme bilden dann
eine Lösung für das Gesamtproblem.
Jede Zerlegung erfolgt durh die Wahl
einer Linie, die das Problem in zwei
Teilprobleme zerlegt. Bei der Wahl
der Linie gibt es zwei Probleme: Zum
einen kann sih die Wahl einer Linie
in einer späteren Iteration als ungeeig-
net herausstellen, da man u. U. unzu-
lässige Teilprobleme erhält. Zum an-
deren können bei der Wahl der Linie
im Wesentlihen nur die Kriterien Ba-
lane und Kompaktheit berüksihtigt
werden.
Ein erster Ansatz zielt auf den Ent-
wurf einer Datenstruktur zur eindeuti-
gen Beshreibung einer Lösung basie-
rend auf den gewählten Linien für die
Unterteilung. Mit Hilfe dieser Struktur
soll eine Heuristik entworfen und im-
plementiert werden, die eine lokale Su-
he auf den möglihen Linienrihtun-
gen durhführt.
Darüber hinaus wollen wir eine Heu-
ristik entwikeln, die auh Kriterien
betrahten und optimieren kann, die
sih nur shwer im Line-Partitioning-
Algorithmus b erüksihtigen lassen.
Hier gibt es vershiedene Ansatzpunk-
te für die Mitarb eit von Studierenden,
zum Beispiel b eim Entwurf und der
Implementierung einer Meta-Heuristik
(Tabu Searh oder Variable Neighb or-
hoo d Searh) und der zugehörigen
Nahbarshaftsstrukturen oder der Er-
weiterung des Algorithmus zur Berük-
sihtigung von Zusammenhangsinfor-
mationen.
Unvollständige Ab dekung
Im Allgemeinen ist ein Planungskrite-
rium der Gebietsplanung die vollstän-
dige Zuordnung aller Basisgebiete zu
Gebieten. Es kann jedo h passieren,
dass eine vollständige Zuordnung auf-
grund von Kapazitätsbeshränkungen
(z. B. zu wenig Mitarb eiter) niht mög-
lih ist. Nun gilt es zu entsheiden, wel-
he Basisgebiete niht zugeordnet wer-
den (z. B. auf welhe Kunden verzih-
tet wird). Die Aufgab enstellung um-
fasst die Entwiklung mathematisher
Modelle, die Denition mögliher Ziel-
setzungen und Vorgab en, z. B. die Mi-
WURZEL 2/12
20
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
nimierung der Ausdehnung der Ge-
biete o der die Maximierung des Ge-
winns, sowie die entsprehende Anpas-
sung des Line-Partitions-Algorithmus.
Dynamishe Gebietsplanung
Ein wihtiges Kriterium der Gebiets-
planung ist die Balane. Dabei wird
im Allgemeinen nur der Wert des
Aktivitätsmaÿes zum aktuellen Zeit-
punkt b erüksihtigt. Dieser Wert
kann sih jedoh über die Zeit ändern
(z. B. durh demographishe Entwik-
lungen o der Veränderungen im Kun-
denstamm). Basierend auf einer Pro-
gnose der zeitlihen Entwiklung die-
ser Daten ergeben sih neue Planungs-
kriterien, z. B. die Balane über al-
le Zeitperio den zu erreihen und/oder
die Anzahl der notwendigen Anpas-
sungen je Zeitperio de gering zu hal-
ten. Die Aufgabenstellung umfasst die
Entwiklung mathematisher Mo delle,
die Denition mögliher Zielsetzungen
und Vorgaben, z. B. die Minimierung
der notwendigen Änderungen o der die
Minimierung der maximalen Abwei-
hung üb er die Zeit, sowie die Entwik-
lung geeigneter Lösungsverfahren.
xkd.om
WURZEL 2/12
Gebietsplanung Arbeitsgrupp e Kombinatorishe Optimierung
21
WURZEL 2/12
22
Hohshulp olitik: So wird's gemaht!
Ho hshulp olitik: So wird's gemaht!
Dennis Wimmer, Johann-Robert Kummer
Liebe Studierende,
dieser Artikel bildet den Beginn ei-
ner Reihe, in der wir euh die Ho h-
shulstrukturen näher bringen wollen
wer hte niht wissen, was um ihn
herum passiert? Da die Gremien der
Hohshule und ihre Aufgaben niht je-
dem bekannt sein dürften, werden wir
euh in dieser Reihe die wihtigsten
vorstellen und ihre Funktionen erläu-
tern.
Die Hohshulgremien lassen sih
in Gremien der Ho hshulverwaltung
und Organe der Studierendenshaft
unterteilen, wobei letztere der Ho h-
shule gegenüber eine b eratende Funk-
tion einnehmen und sih aus studenti-
shen Mitgliedern zusammensetzen.
Während wir in den nähsten Aus-
gaben die einzelnen Organe genauer
betrahten wollen, werden wir euh
in diesem Heft zunähst einen groben
Überblik über die Organe der Studie-
rendenshaft geben. Die Zusammen-
hänge der Gremien sind im Shaubild
auf der nähsten Seite nah dem She-
ma Name/Anzahl der Mitglieder dar-
gestellt.
Die Studierendenshaft besteht aus
sämtlihen eingeshriebenen Studen-
ten der TU Clausthal, welhe alle das
Studierendenparlament (SP) wählen
können. Dies entsheidet üb er die meis-
ten Angelegenheiten der Studierenden-
shaft und wählt auÿerdem die Mit-
glieder des Allgemeinen Studierenden-
ausshusses (AStA). Für diese Wahlen
können sih alle Studenten aufstellen
lassen.
Wenn ihr keine deutshe Staatsangehö-
rigkeit habt, könnt ihr zusätzlih no h
den Ausländerrat (AuslR) wählen, der
sih neben den anderen Gremien sp ezi-
ell um die Belange ausländisher Stu-
dierender kümmert. Für diese letzten
beiden Gremien kann sih jeder von
euh, der sie wählen darf, auh zur
Wahl aufstellen lassen.
Des Weiteren wählt ihr entsprehend
eurer Fahrihtung einen der vier Fah-
shaftsräte (GRW, MI, MVC, PMC)
(FSRe), welhe von Seiten der Stu-
dierenden die Fahb ereihe vertreten.
Darüber hinaus entsendet jeder der
Fahshaftsräte für die fahüb ergrei-
fende Koordination eines seiner Mit-
glieder in den Fahshaftszentralrat
(FZR).
Der Ältestenrat (ÄRa), dem zwei Mit-
glieder aus dem FZR und drei aus dem
SP angehören, stellt siher, dass die
Satzungen und Ordnungen der Studie-
rendenshaft eingehalten werden.
Das letzte Gremium in dieser Ausgabe
ist das Sp ortreferat (SpRef ), das vom
SP gewählt wird. Es bildet die Ver-
tretung der sporttreib enden Studenten
im Breiten- und im Wettkampfsp ort.
WURZEL 2/12
Hohshulp olitik: So wird's gemaht!
23
AStA/3 5
(im Vorstand)
ÄRa/5
SP/25 SpRef/mind. 1
AuslR/5
Studierende der TU
Ausländishe Stud.
FSRe/je 7
FZR/4
Organe der Studierendenshaft
WURZEL 2/12
Feedbaks
Funktionentheorie b ei Dr. Vogt
Christian Barthel
Allgemeines
Zu Beginn hörten 10 Bahelorstuden-
ten der angewandten Mathematik im
4. Semester die Vorlesung, von denen 6
bis zum Shluss durhgehalten haben.
Von 4 Teilnehmern bekamen wir Feed-
bak.
Vorlesung
Die Meinungen der Teilnehmer zur
Vorlesung liefern insgesamt ein sehr
einheitlihes Bild. Es gab viel zu ler-
nen und zu verstehen, was bei einer an-
spruhsvollen Veranstaltung wie dieser
siherlih einige Stunden mühsamen
Grübelns zur Folge hatte. Aber dank
der guten Struktur ging der Faden nie
verloren. Um den Lernprozess noh
weiter zu unterstützen wurden genü-
gend Anregungen gegeb en, wodurh
auh die Gedanken und niht nur die
shreibenden Hände der Studenten an-
gekurbelt wurden.
Dozent
Wie in den vergangenen Vorlesungen
gibt es auh in dieser niht viel üb er
Dr. Vogt zu shreiben. Er maht seine
Sahe sehr gut, ist sehr motiviert, lie-
fert gute Erklärungen und lässt den
Sto interessant werden. Welh gröÿe-
res Kompliment könnte man einem Do-
zenten wohl mahen? Sein gewohnt gu-
tes Shriftbild sowie die gute Shreib-
geshwindigkeit runden dieses Bild ab.
Tutorium
Ergänzt wurde die Vorlesung von ei-
nem Tutorium. In diesem wurden vor
allem die Hausaufgaben, deren Ab-
gabe Piht war, vorgerehnet. Die-
se waren, wie auh die Vorlesung,
sehr anspruhsvoll aber auh lösbar.
Siherlih muss man auh dem Tu-
tor einen groÿen Anteil an der erfolg-
reihen Stovermittlung zusprehen.
Denn dieser hat eine sehr gute Leis-
tung abgeliefert und die Studenten gut
unterstützt. Er ist einfah groÿartig!
Danke!
Fazit
Alles in allem war Funktionentheorie
eine hervorragende Vorlesung. Beste
Vorlesung des Semesters!
WURZEL 2/12
Numerik I b ei Dr. Behnke
25
Numerik I bei Dr. Behnke
Dennis Wimmer
Allgemeines
Die von Dr. Behnke gehaltene Vorle-
sung Numerishe Mathematik I ist für
die meisten eine Pihtveranstaltung,
welhe eine Einführung in die Nume-
rik darstellen soll. So kam das Feed-
bak von fünf Bahelor-Studenten, die
Informatik oder Mathematik im vier-
ten Semester studieren.
Vorlesung
Die Studenten empfanden die Vorle-
sung als gut und üb ersihtlih und
niht mit zu vielen Informationen b e-
laden. Der Sto war oenbar niht zu
einfah und wehselte für mindestens
einen kritisierenden Hörer zu plötzlih
von trivial zu shwer. Obwohl die Be-
wertungen im folgenden Bereih b esser
ausfallen als b ei anderen Veranstaltun-
gen, wünsht sih der Durhshnitts-
student, noh mehr in den Vorlesungs-
betrieb eingebunden zu werden.
Dozent
Es sheint unter den Studenten eine
groÿe Zufriedenheit mit Herrn Behnke
zu herrshen. Sie bewerten seine Vor-
tragsweise als eher anregend und sind
sih einig, dass er immer motiviert und
gut vorbereitet ist. Eb enso b eantwor-
tet er etwaige Zwishenfragen immer
gut und kann sih oenbar auh sonst
gut auf die Studenten einstellen.
Material
Wie für Mathevorlesungen üblih
shrieb Herr Behnke die Vorlesungs-
inhalte shnell und in gut lesbarer
Shrift an die Tafel.
Hausaufgab en & Groÿe Übung
Die Pihtabgaben wurden im Allge-
meinen als anspruhsvoll, aber niht
zu shwierig aufgefasst, wobei die ein-
zelnen Aufgab en nah den Feedbaks
einen durhwahsenen Shwierigkeits-
grad von einfah bis sehr shwierig hat-
ten. In der groÿen Übung wurden sie
vorgerehnet, was zum Beispiel einer
der Hörer als sehr hilfreih empfand.
Tutorium
Während Motivation und Vorberei-
tung als gut empfunden wurden, b e-
werteten die Studenten die Vortrags-
weise leider nur durhshnittlih. Die
Aufgaben waren für die Feedbak-
gebenden relativ shwer, ab er dafür
gut erklärt. Die gerehneten Übungen
empfand ein Student als niht so nütz-
lih, da sie angeblih mit den Hausauf-
gaben wenig zu tun hatten, was aber
nur die Meinung eines Einzelnen zu
sein sheint, da der Rest hier zufrie-
den ist, trotzdem es teilweise Zusatz-
informationen waren, die über die Vor-
lesung hinausgingen.
WURZEL 2/12
26
Ingenieurmathematik I I b ei Dr. Brashe
Ingenieurmathematik I I b ei Dr. Brashe
Rob ert Fulshe
Allgemeines
Die Ingenieurmathematik I I b ei Herrn
Brashe konnte dieses Semester mit
ungefähr 400 Hörern am Anfang und
noh rund 200 Studenten am Ende
ein groÿes Publikum verzeihnen. Die-
se groÿe Hörershaft setzte sih da-
bei wie der Name der Vorlesung be-
reits vermuten lässt aus den ver-
shiedensten Ingenieursstudiengängen
zusammen. Zu Beginn des Semesters
wurde die Vorlesung, wie im letzten
Semester shon die Ingenieurmathema-
tik I, in zwei Hörsälen gehalten: Die
Vorlesung, die Herr Brashe im Au-
dimax hielt, konnte per Videoüb er-
tragung zeitgleih auh im Werner-
Grübmeyer-Hörsaal verfolgt werden.
Vorlesung
Auh dieses Semester gelang es Herrn
Brashe wieder, eine üb erzeugende
Vorlesung zu gestalten. Die als relativ
anspruhsvoll empfundene Vorlesung
war stets gut strukturiert und organi-
siert, der Sto wurde gut erklärt. Da-
bei blieb den Hörern auh oft genug
die Möglihkeit, sih selbst Gedanken
zum Sto zu mahen. Der einzige, je-
doh nur kleine Kritikpunkt ist, dass
die Stomenge als etwas zu Umfang-
reih empfunden wurde. Leider emp-
fanden einige Hörer der Vorlesung die
Theorie als uninteressant o der unwih-
tig, was dazu führte, dass sie der Vor-
lesung fern blieben. Das spiegelte sih
auh in den Feedbaks wider: zum Be-
stehen der Veranstaltung sei ein Be-
suh der Übungen und Tutorien aus-
reihend gewesen.
Dozent
Als Dozent erhielt Herr Brashe durh-
gängig hstbewertungen. Mit sei-
nem einzigartigen Vorlesungsstil ver-
stand er es, den Sto auf eine Art
zu vermitteln, die dazu führte, dass
auh der Theorieteil der Vorlesung nie
langweilig wurde. Er ershien stets bes-
tens vorbereitet zur Vorlesung und war
hohmotiviert. Auh auf Fragen aus
dem Publikum wurde stets zufrieden-
stellend eingegangen.
Materialien
Die Vorlesung wurde durhgängig als
Tafelvortrag gehalten. Das Tafelbild
blieb dabei immer ordentlih und gut
lesbar. Leider war die Shreibgeshwin-
digkeit des Dozenten hierb ei jedo h
stellenweise etwas zu hoh.
Ergänzend zur Vorlesung gab es ein
gutes Skript. Mit diesem Skript war
neben einer guten Nahb ereitung der
Vorlesung auh die Möglihkeit gege-
ben, sih den Sto selbst zu erarb eiten,
falls einmal eine Teilnahme an der Vor-
lesung niht möglih war.
WURZEL 2/12
Ingenieurmathematik I I b ei Dr. Brashe
27
Übungen
Im Übungsbetrieb oenbart sih eine
weitere Stärke von Herrn Brashes Vor-
lesung: Dieser spaltet sih in 2 Teile
auf: die groÿe Übung und die Tutorien.
In beidem wurden Übungsaufgaben ge-
rehnet. Aufgrund der groÿen Teilneh-
merzahl mussten jede Wo he 2 groÿe
Übungen gehalten werden. Eine von
beiden wurde dab ei durhgängig das
ganze Semester von Herrn Brashe ge-
halten, die Andere wurde ungefähr ab
der Hälfte des Semesters von Herrn Ha-
nauska gehalten. Dabei erhielten bei-
de Übungen unabhängig vom Dozen-
ten durhgängig sehr gute Bewertun-
gen.
Ein Ähnlihes Bild zeihnete sih bei
den Tutorien ab. Auh diese erhiel-
ten durhweg sehr gute Bewertungen,
die Tutorien wurden als groÿe Hilfe
beim Verständnis des Stos b eshrie-
ben. Jedoh shien hier eine etwas in-
homogene Hausaufgabenp olitik gefah-
ren worden zu sein. In manhen Tu-
torien wurden die Übungsaufgaben als
freiwillige Abgab e aufgefasst, welhe
dann später in den Tutorien bespro-
hen wurde, in anderen Tutorien wur-
de auf die freiwillige Abgabe verzih-
tet. Der Verziht von Pihthausauf-
gaben wird von vielen als positiv auf-
gefasst, die Veranstaltung wird durh
den geringeren Zeitaufwand angeneh-
mer. Jedoh würden manhe auh gern
durh Pihtaufgaben zu ihrem Glük
gezwungen werden, sih intensiver mit
dem Sto zu beshäftigen.
Gesamtb ewertung
Insgesamt ershien die Ingenieurma-
thematik I I als eine ausgezeihnete
Vorlesung. Mit Herrn Brashe wurde
sie von einem Dozenten gehalten, b ei
dem die Lehre groÿ geshrieben wird.
Mit seinem einzigartigen Stil und ei-
nem ausgezeihneten Team an Tuto-
ren und Übungsleitern hat er eine Vor-
lesung gestaltet, wie man sie sih als
Student nur wünshen kann.
Kommentare
Super interessante Vorlesung
Es soll so bleiben, wie es ist
Der Vorlesungsstil ist einzigartig -
man merkt die Freude am Fah
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Kombinatorishe Optimierung bei Dr. Kalsis
Kombinatorishe Optimierung b ei Dr. Kalsis
Christian Barthel
Allgemeines
An der Vorlesung nahmen 33 Mathe-
matiker und (Wirtshafts-)Informati-
ker teil, für die es eine Pihtveranstal-
tung im 4. Semester war. Von den 17
Hörern, die zum Ende des Semesters
noh dabei waren, bekamen wir 8 Be-
wertungsbögen.
Vorlesung
Die Vorlesung b ekommt eine durh-
shnittlihe Bewertung. Die Stomen-
ge war in Ordnung, der Shwierigkeits-
grad wurde als trivial, teilweise sogar
als zu einfah empfunden. Bei der
Strukturierung gehen die Meinungen
etwas auseinander. Es gibt sowohl po-
sitive als auh negative Bewertungen,
wobei leider niht näher auf Gründe
eingegangen wurde. Zu Verständnis-
problemen ist es ab er niht gekommen,
denn Dr. Kalsis war in seinen Aus-
führungen sehr gründlih.
Dozent
Dr. Kalsis bekommt insgesamt ei-
ne durhwahsene Bewertung. Es wird
kritisiert, dass er eine reht monoto-
ne und ermüdende Vortragsweise ha-
be, wodurh der Sto niht sonder-
lih spannend vermittelt werde. Auh
in Sahen Motivation könnte hier et-
was zugelegt werden. Was die Beant-
wortung von Fragen angeht so kann
man Dr. Kalsis keinerlei Vorwürfe
mahen.
Material/Präsentation
Präsentiert wurden die Inhalte an der
Tafel. Es waren jedoh niht alle Zu-
hörer mit dem Shriftbild und der Ge-
shwindigkeit des Dozenten zufrieden,
denn teilweise gab es Probleme b eim
Entziern der Shrift sowie längere
Wartezeiten, da es wohl nur reht lang-
sam voran ging.
Übungsb etrieb
Ergänzt wurde der Vorlesungsb etrieb
um eine groÿe Übung, in der die Lö-
sungen der Hausaufgab en bespro hen
wurden. Diese waren Piht. Geleitet
wurde die Übung ebenfalls von Dr.
Kalsis. Auh hier gibt es geteilte
Meinungen unter den Teilnehmern. Ei-
nige fanden die Aufgab en gut, ande-
re hingegen viel zu trivial, weshalb
auh niht an jeder Übung teilgenom-
men wurde. Des Weiteren wird kri-
tisiert, dass die Übungen niht sehr
gut auf die Klausur vorbereiten wür-
den, sofern diese anspruhsvoller als
der Übungsbetrieb werde.
Fazit
Die Vorlesung Kombinatorishe Opti-
mierung bekommt nur durhshnittli-
he Noten. Der Sto ist reht einfah
WURZEL 2/12
Kombinatorishe Optimierung b ei Dr. Kalsis
29
und teilweise unterfordernd. Durh die
Vortragsweise des Dozenten wird dies
niht unb edingt verbessert. Erfreulih
ist jedo h, dass es sih hier um ein
Mathe-Fah, das niht ganz unsha-
bar ist handelt.
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Lineare Algebra und diskrete Strukturen I I b ei Prof. Kairies
Lineare Algebra und diskrete Strukturen I I b ei Prof. Kairies
Jan Kerk
Allgemeines
Die Veranstaltung LADS II wurde
anfangs von etwa 24 Studenten gehört,
von denen 10 die Vorlesung bis zum
Shluss b egleiteten. Die sehs Feed-
baker sind alle Bahelorstudententen
der Informatik, die die Veranstaltung
als Pihtfah besuhten. Von Mathe-
matikern gab es leider kein Feedbak.
Vorlesung
Der Vorlesungssto wurde von den
Feedbakern als anspruhsvoll empfun-
den. Allerdings gelang es dem Dozen-
ten mit Hilfe der sehr guten Struktu-
rierung, den Studenten den Sto gut
zu erklären. Er konnte komplizierte
und abstrakte Sahverhalte verständ-
lih und anshaulih erklären.
Dozent
Herr Kairies kam bei den Studenten
sehr gut an. Es herrshte eine sehr
gute Atmosphäre , da er sehr gut auf
die Studenten eingestellt, sowie stets
hoh motiviert war. Zudem konnte er
aufkommende Fragen auf verständli-
he Art beantworten.
Materialien
Bei der Vorlesung handelte es sih um
einen Tafelvortrag, dem die Studenten,
auh auf Grund der sehr guten Lesbar-
keit und Struktur, gut folgen konnten.
Übungen
Es gab Hausübungen, die verpih-
tend abgegeb en werden mussten. Zur
Vorb ereitung der reht anspruhsvol-
len Hausaufgaben wurden, passend
zum aktuellen Vorlesungssto, in der
groÿen Übung Aufgaben vorgerehnet.
Hier konnte der motivierte Dozent Fra-
gen der Studenten sehr gut beantwor-
ten. Zudem konnte man ihm durh
seine anrregende Vortagtragsweise gut
folgen, sodass die groÿe Übung ins-
gesamt eine hilfreihe Veranstaltung
für die Studenten war. Die Hausauf-
gaben wurden in zwei Tutorgrupp en
bespro hen. Leider wurden nur fast
ausshlieÿlih Feedbaks von der Mitt-
wohsgruppe abgegeb en, so dass nur
diese b ewertet werden kann. Der moti-
vierte Tutor konnte die anspruhsvol-
len Sahverhalte den Studenten gut er-
klären. Auh ihm gelang es sehr gut,
sih auf die Studenten einzustellen.
Gesamtb ewertung
Insgesamt handelte es sih bei der Vor-
lesung LADS II um eine reht an-
spruhsvolle Veranstaltung, bei der je-
doh der Dozent, auh durh seine Er-
klärungen, den Studenten gut zur Sei-
te stand. Des Weiteren runden die gu-
WURZEL 2/12
Lineare Algebra und diskrete Strukturen I I b ei Prof. Kairies
31
ten und somit hilfreihen Übungen das
sehr gute Gesamtbild ab.
Kommentare
Sehr gut. Der Sto wurde gut er-
klärt.
Gut!
sehr gut gelungen!
guter Dozent
sehr gut, da gute Strukturierung
blog.beetlebum.de
WURZEL 2/12
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Mathematik für BWL & Chemie I I b ei Prof. Kolonko
Mathematik für BWL & Chemie I I b ei Prof. Kolonko
Johann-Rob ert Kummer
Allgemeines
Wie der Titel der Veranstaltung shon
vermuten lässt, b estand die Hörer-
shaft aus BWL- und Chemiestudie-
renden, ab er auh Studierende der
Rohsto-Geowissenshaften waren zu
nden, meist im zweiten Semester. Am
Ende des Semesters gingen no h etwa
20 bis 30 Studenten in die Vorlesung.
Insgesamt wurden erfreulihe 35 Feed-
baks abgegeb en. Wie viele Hörer es
am Anfang waren, ist shwer zu sa-
gen, da die Angaben der Feedbaker
zwishen 50 und 250 shwanken. Man
kann auf jeden Fall festhalten, dass
es viele waren. Alle Feedbaker hörten
diese Veranstaltung als Pihtfah im
Bahelor.
Vorlesung
Viele Feedbaker b esuhten die Vor-
lesung so gut wie immer. Diejenigen,
die dies niht taten, gaben unter ande-
rem als Grund an, dass Übungen für
die Klausurvorb ereitung reihen. Die
Meinungen zur Vorlesung sind auh
sehr breitgefähert. Als Tendenz ist
zu erkennen, dass auf jeden Fall niht
zu wenig Sto b ehandelt wurde und
dass die Organisation in Ordnung war.
Ob es insgesamt eher leiht oder an-
spruhsvoll und strukturiert war und
der Sto gut erklärt wurde, das lässt
sih niht eindeutig sagen da hat je-
der Feedbaker eine andere Meinung.
Dozent
Prof. Kolonko war in der Lage, sih
gut vorbereitet auf die vielen Studen-
ten einzustellen, aber leider niht auf
alle. Die meisten Feedbaker empfan-
den den Dozenten als motiviert, ab er
ob Prof. Kolonkos Vortragsweise einen
mitriss oder eher das Verlangen nah
einem kurzen Nikerhen förderte, nah-
men die Studenten sehr untershied-
lih wahr. Die Äuÿerungen dazu wa-
ren über die Meinungsmöglihkeiten
gleihmäÿig verteilt. Manhe Feedba-
ker fanden zudem, dass Prof. Kolonko
zu leise spriht.
Materialien
Diese Mathevorlesung wurde mit Hilfe
von Folien gehalten. Diese fanden die
Feedbaker einigermaÿen bis gut struk-
turiert und konnten sie auh ganz gut
lesen. Für viele Hörer war das Temp o,
in dem Prof. Kolonko den Sto lehr-
te, angenehm. Etlihen war der Dozent
aber auh etwas shnell.
Bei der Qualität des Skriptes sheiden
sih wiederum die Geister: Ein Teil der
Feedbaker war damit zufrieden, ande-
re hielten niht sehr viel davon.
WURZEL 2/12
Mathematik für BWL & Chemie II bei Prof. Kolonko
33
Übungen
Der Übungsb etreib zu dieser Veran-
staltung bestand aus einer groÿen
Übung und einem Tutorium in kleiner
Runde. Die groÿe Übung und beson-
ders die Tutorien erfreuten sih groÿer
Beliebtheit. Jens Poppenborg stellte
als motivierter, guter Übungsleiter
mit einem oenen Ohr und viel Ge-
duld in der groÿen Übung die Lösung
der freiwilligen Hausaufgaben vor und
erhielt durhweg gute bis sehr gute
Bewertungen. Die Hausaufgaben wur-
den durhaus als anspruhsvoll emp-
funden. Wie die groÿe Übung wurden
auh die Tutorien als sehr hilfreih
zum Verständnis der Vorlesung von
den Feedbakern empfunden. In den
Tutorien wurden weitere Übungsauf-
gaben gerehnet und b espro hen, die
vom Shwierigkeitsgrad her den Haus-
aufgaben ähnlih waren. Die Tutoren
erhielten gute bis sehr gute Bewertun-
gen, wob ei der Tutor, der dienstags um
15 Uhr in Raum 308 im IfM die kleine
Übung geleitet hat, besonders positiv
aufgefallen ist, da er sehr kompetent
ist und kompilzierte Sahverhalte gut
verständlih maht.
Gesamtb ewertung
Wie es shon häuger bei dieser Ver-
anstaltung war, ist es auh in diesem
Semester wieder so gewesen, dass der
Dozent darum bemüht war, die nötige
Theorie zu vermitteln was niht über-
mäÿig positiv wahrgenommen wurde.
Auf der anderen Seite stehen groÿe
und kleine Übung, die den Studenten
eher Spass mahten, da sie dort mehr
das Gefühl hatten, am Ende des Se-
mesters die Klausur bestehen zu kön-
nen.
Kommentare
gute und interessante Veranstal-
tung
zu viel Sto
Mathe ist Learning-by-doing
sehr gut
Es gab immer einen Sitzplatz
(gut)
zu wenig Praxisb ezug für die
BWL
Mathe lernt man durh Praxis
Folien in Mathe niht eektiv
Übungen und Tutorien sind sinn-
voller
WURZEL 2/12
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Stohastishe Simulation und Statistik b ei Dr. Sandmann
Sto hastishe Simulation und Statistik bei Dr. Sandmann
Daniel Arnsberger
Allgemeines
Die Veranstaltung Sto hastishe Si-
mulation und Statistik wurde zu Be-
ginn von etwa 7 Studenten gehört,
von denen ungefähr vier die Vorle-
sung bis zum Shluss b esuht haben.
Die drei Feedbaker sind allesamt Stu-
denten der angewandten Mathematik
und sind vornehmlih Viertsemester
(Bahelor), die die Veranstaltung als
Pihtfah regelmäÿig besuhten.
Vorlesung
Die Vorlesung wird mit eher durh-
shnittlihen Noten beurteilt. Die
Menge des Stoes und dessen Shwie-
rigkeitsgrad werden als weder zu viel
noh zu wenig, die Erklärung des Stof-
fes als ausreihend angesehen. Als gut
wurde die Organisation der Veranstal-
tung bewertet.
Dozent
Auf der einen Seite war Herr Sand-
mann sehr motiviert und gewillt seinen
Stundenten das Thema näher zu brin-
gen und hat sih somit gut auf die Stu-
denten eingestellt, jedo h wurde b e-
mängelt, dass einige Fragen niht aus-
reihend beantwortet werden konnten.
Weiterhin hatten sih die Studenten ei-
ne etwas leb endigere Vortragsweise ge-
wünsht.
Materialien
Für die Vorlesung wurden sowohl Ta-
fel, als auh Folien genutzt. Die Struk-
turierung und die Lesbarkeit wurden
als gut bis sehr gut bewertet. Ledig-
lih die Shreibgeshwindigkeit hätte
für einige Studenten etwas shneller
sein können.
Übungen
Die Hausaufgab en waren eine Piht-
abgabe und wurden in der groÿen
Übung vorgerehnet. Diese wurde
durhgehend mit sehr guten Noten
bewertet. Die Motivation und Vor-
bereitung des Dozenten sind b eson-
ders hervorzuheben. Der Shwierig-
keitsgrad wird als reht anspruhsvoll
angesehen. Insgesamt war die Übung
sehr hilfreih.
Fazit
Insgesamt kann die Veranstaltung Sto-
hastishe Simulation und Statistik als
gelungen bezeihnet werden. Die rest-
lihen Studenten hab en die Vorlesung
regelmäÿig besuht und in Verbindung
mit der groÿartigen Übung konnten
sie die Thematik erfolgreih bewälti-
gen. Jedo h könnte die Vorlesung et-
was lebendiger werden und der Bezug
zum Vorlesungstitel dürfte ausführli-
her hergestellt werden.
WURZEL 2/12
Informatik I I bei Prof. Hartmann
35
Informatik I I bei Prof. Hartmann
Marel Bergmann
Allgemeines
Eines vorweg: Wir haben uns dazu
entshieden, diesen Artikel zu shrei-
ben, obwohl wir relativ wenige Feed-
baks bei einer sehr breit gestreuten
Meinungsvielfalt vorfanden. Denn es
gibt zu der Vorlesung Informatik I I
von Prof. Hartmann ein paar Kritik-
punkte, die von ausnahmslos allen (!)
Studenten, die einen Bewertungsb ogen
ausfüllten, stark hervorgehoben wur-
den die wir daher im Wurzelmänn-
hen niht untershlagen wollen.
Insgesamt haben wir 8 Feedbaks be-
kommen, wobei laut den Angaben der
Studenten am Ende der Veranstaltung
noh a. 20 Zuhörer dabei waren. Es
handelte sih hierbei um Studenten
des zweiten Semesters, hauptsählih
aus der Fahrihtung Informatik, ab er
auh ein Wirtshafts- und ein Tehni-
sher Informatiker waren dabei. Sie b e-
suhten die Veranstaltung häug bis
immer, was auh dazu beitrug, dass
wir ihnen Gehör shenken wollten.
Dennoh reiht das gestreute Mei-
nungsbild niht durhgehend für ei-
ne repräsentative Aussage, was in den
folgenden Abshnitten auh entspre-
hend vermerkt wird.
Vorlesung
Wie gesagt gibt es, was die Bewertun-
gen angeht, kein einheitlihes Bild. In
der Tat wurde für die Vorlesung das ge-
samte Sp ektrum an Bewertungen ver-
geben, so dass nur der Shluss gefasst
werden kann, dass sie insgesamt sehr
untershiedlih wahrgenommen wurde:
zu überladen, zu überfordernd, ausge-
zeihnet, zu unstrukturiert o der sehr
leiht.
Viele der Bewerter bemängelten, dass
der Sto unangemessen erklärt wor-
den sei: Leihte Themen seien teilwei-
se sehr ausführlih, shwierigere dage-
gen zu shnell abgehandelt worden.
Ebenso empfanden es die Studenten
oft als übermäÿig shwierig, mit Hil-
fe des in der Vorlesung behandelten
Stos die Hausaufgaben zu lösen.
Dozent
Auh hier lieÿen es sih die Studenten
niht nehmen, jedes verfügbare Käst-
hen aus dem Bewertungsspektrum
mindestens einmal anzukreuzen. Des-
halb ist auh hier eine klare Aussage
über den Dozenten niht möglih, die
Tendenz ist aber positiv.
WURZEL 2/12
36
Informatik I I bei Prof. Hartmann
Materialien
Einig waren sih die Studenten dar-
über, dass die Lesbarkeit der Folien
gut bis sehr gut war. Auh das Vor-
tragstempo konvergiert in Rihtung
angenehm. Zur Struktur kann man
aus den Feedbak-Bögen keine Shlüs-
se ziehen, da, wie bei den anderen
Fällen, die Bewertungen querb eet ge-
hen. Drei Studenten hatten zudem be-
mängelt, dass es auÿer zur Program-
miersprahe Python keine weiteren Li-
teraturangaben gab. Gerade vor dem
Hintergrund, dass die Erklärungen der
shwierigeren Themen für manhe un-
genügend auselen, hätten diese viel-
leiht helfen können.
Übungen
An dieser Stelle wird es nun um die
eingangs erwähnte deutlihe Kritik ge-
hen, die von den Studenten geäuÿert
wurde. Um ein wenig Systematik hin-
einzubringen, gliedert sih dieser Ab-
shnitt in zwei Teilgebiete. Tutorien
gab es keine, dafür mehrere, angeblih
parallel stattndende, groÿe Übungen,
in denen die Hausaufgab en vorgereh-
net wurden.
Assistenten
Aufgrund der Aussagen aus den
Feedbak-Bögen nehmen wir an, dass
es mehrere Assistenten gab, die ver-
shiedene Übungsgrupp en betreuten
und selten war die Kritik an ihnen der-
maÿen konsequent negativ. Sie seien
oensihtlih nahezu komplett unvor-
bereitet gewesen und mahten zudem
den Eindruk, als hätten sie keiner-
lei Kompetenzen, um anderen Studen-
ten den Sto zu erklären. Dementspre-
hend ungenügend wären daher auh
die Erklärungen und die Beantwortun-
gen der Fragen gewesen. Ein demoti-
vierendes und ermüdendes Auftreten
und ein Heruntergeshreibe der Mus-
terlösung seien die Folge dessen gewe-
sen. Eb enso hatten einige Studenten
das Gefühl, ungereht bewertet wor-
den zu sein. Dazu aber mehr im nähs-
ten Punkt.
Hausaufgaben
Bei den Hausaufgaben herrsht auh
wieder Uneinigkeit darüber, wie der
Shwierigkeitsgrad zu beurteilen ist.
Aus den Bemerkungen entnehmen wir,
dass es sih hierb ei um praktishe An-
wendungen und Übungen zur Theorie
aus der Vorlesung handelte, was gene-
rell ja sehr gut ist. Allerdings mein-
ten einige, dass die Aufgaben zum Teil
niht eindeutig gestellt wurden, was
zu Missverständnissen führte. In Kom-
bination mit den vermeintlih kaum
vorbereiteten und niht im Sto ste-
henden Assistenten führte dies dazu,
dass Lösungen, die unter Umständen
hätten rihtig sein können, aus Siht
der Studenten falsh b ewertet wur-
den. Auh wurde angeblih jede Ab-
gabe, die niht der Musterlösung ent-
sprah, unkommentiert als falsh be-
wertet. Dies war auh einer der Kritik-
punkte, der die meisten der Studenten
störte: Es gab keine Erklärungen dar-
über, warum etwas als Fehler angestri-
hen wurde. Darüber hinaus kritisier-
WURZEL 2/12
Informatik I I bei Prof. Hartmann
37
ten die Studenten, dass b ei Nahfra-
gen zu diesem Thema ebenfalls meist
keine Antwort gegeb en werden konnte
und stattdessen auf die Musterlösung
verwiesen wurde.
Es soll an dieser Stelle allerdings no h
einmal klargestellt werden, dass niht
unbedingt alle Übungsleiter in den
Bewertungsbögen erfasst worden sein
müssen. Die Aussagen können daher
niht verallgemeinert werden und ge-
ben nur den Ausshnitt wieder, der
uns vorliegt.
Auÿerdem wollen wir die Kritik niht
zu einseitig aussprehen: Die Studen-
ten, die negative Bewertungen abge-
geben hab en und im Shnitt, wahr-
sheinlih aus genannten Gründen, nur
selten bei den Übungen waren hätten
die für sie untragbare Situation deut-
lih früher versuhen können abzustel-
len, z. B. im Dialog mit dem Dozenten
oder auh der Fahshaft. Aus den Be-
wertungen geht jedenfalls niht hervor,
dass jemand ernsthaft versuht hätte,
etwas an der Situation zu ändern
Professoren können niht wissen, dass
es Probleme gibt, wenn sie keiner an-
spriht. Siher: Gerade für Studenten
jüngeren Semesters kostet es Überwin-
dung, so etwas mit dem Dozenten zu
besprehen, eine vernihtende Bewer-
tung der Vorlesung am Ende des Se-
mesters ist vor diesem Hintergrund al-
lerdings ebenfalls unshön.
Gesamtb ewertung
Nimmt man die zuletzt genannten
Aspekte heraus, ist die Bewertung der
Vorlesung niht so shleht, wie es
zunähst sheint: Zwar konnte Prof.
Hartmann niht jeden von seiner Vor-
lesung üb erzeugen, aber es gab eben-
so viele Zuhörer, die die Vorlesung gut
fanden, wie jene, die ihr nihts abge-
winnen konnten.
Was das Gesamtbild kräftig trübt, ist
der Übungsbetrieb. Klar ist aber auh,
dass es dem verantwortlihen Profes-
sor obliegt zu beurteilen, ob die von
ihm ausgewählten Assistenten in der
Lage sind, die Informatik II zu be-
treuen. Es sollte daher dringend ge-
prüft werden, inwieweit die Einshät-
zung der Studenten hier zutrit. Denn
gerade bei einer so wihtigen Grund-
veranstaltung wie dieser Vorlesung ist
es essenziell, dass die Studienanfänger
kompetente Betreuer bekommen, die
die Lehre ernst nehmen.
WURZEL 2/12
38
Einführung in die künstlihe Intelligenz bei Prof. Dix
Einführung in die künstlihe Intelligenz b ei Prof. Dix
Marel Bergmann
Allgemeines
Letztes Semester fand wieder einmal
die Einführung in die künstlihe In-
telligenz bei Prof. Dix statt. Da die-
se Vorlesung mittlerweile auh via
Multimedia-Hörsaal nah Göttingen
exportiert wird, versammelten sih zu
Beginn insgesamt immerhin etwa 20
bis 25 Zuhörer. Zuletzt waren es dann
niht mehr ganz so viele, nämlih 4
in Clausthal und 5 in Göttingen. Von
den Clausthalern hab en wir dann so-
gar von fast allen ein Feedbak erhal-
ten (insgesamt 3 Stük), sodass wir
uns entshieden hab en, einen Artikel
dazu zu shreiben. Der Beitrag spie-
gelt die Meinung der Clausthaler Be-
suher wider, die die Vorlesung kon-
sequent bis zum Ende besuht hab en.
Eben diese sind im Folgenden auh ge-
meint, wenn von Studenten die Re-
de ist. Es handelt sih hierbei um
zwei Bahelor-Informatiker und einen
-Mathematiker.
Vorlesung
Die Vorlesung baut auf dem Grund-
wissen der Informatik I I I auf und ist
demnah ein relativ theoretishes Fah.
Dennoh waren die Studenten davon
niht üb erfordert, die Menge wurde al-
lerdings als etwas zu viel eingeshätzt.
Prof. Dix maht dies ab er durh eine
hervorragende Vortragsweise wett. So
wurde zum Beispiel seine Art, die Stu-
denten in die Vorlesung zu integrieren
und immer wieder zum Mitdenken an-
zuregen, explizit gelobt. Gleihes gilt
für den sehr guten Einsatz von erklä-
renden Beispielen, die zahlreih einge-
streut wurden. Die Strukturierung der
Vorlesung geel zwei der drei Studen-
ten hier und da niht ganz so gut,
weshalb hier zwar keine perfekte, aber
trotzdem ein gute Wertung erzielt wer-
den konnte. Dafür war die Rundum-
Organisation ausgezeihnet.
Dozent
Prof. Dix hat wieder sehr gute Ar-
beit geleistet: Die Studenten waren
fast vollkommen zufrieden mit der Vor-
tragsweise und seiner Motivation, was
sih auh darin zeigt, dass er sih auf
seine Zuhörer einstellte und sehr viel
mit den Studenten zusammen erarb ei-
tete. Das kam bei letzteren hervorra-
gend an und sollten doh einmal Fra-
gen aufgekommen sein, so konnten die-
se zufriedenstellend geklärt werden.
Materialien
Hier sheiden sih die Geister etwas.
Zwar stimmen alle überein, dass die
Folien gut strukturiert und lesbar wa-
ren und man der Vorlesung aufgrund
eines angenehmen Vortragstemp os gut
folgen konnte. Allerdings wird das
WURZEL 2/12
Einführung in die künstlihe Intelligenz b ei Prof. Dix
39
Skript im Shnitt eher als mittelmäÿig
bewertet, wobei manhe es tendenziell
besser und manhe shlehter fanden.
So merkte ein Student an, dass die
Folien zwar gut und mit klaren Aus-
sagen versehen waren, aber es stör-
te ihn, dass der Vortrag auf deutsh,
die Folien ab er auf english waren. Ein
anderer war vom Foliensatz gar niht
angetan: zu viele Denitionen blieben
in der Foliensammlung unklar und wa-
ren im Nahhinein auh nur shwierig
nahzuvollziehen.
Übungen
Auh die Tutorien b esuhten die Stu-
denten regelmäÿig. Sie mussten dort
auh Hausaufgabenzettel abgeben, da
diese für den Erhalt der Prüfungszulas-
sung essenziell waren. Der behandelte
Sto dort war tendenziell anspruhs-
voll, wurde dann ab er in den Tutorien
vorgerehnet. Eine groÿe Übung gab es
übliherweise niht.
Der Übungsleiter glänzt leider niht so
wie der Dozent der Vorlesung. Zwar
mahte er auf die Studenten einen
motivierten Eindruk und konnte dies
auh gut in seine Vortragsweise üb er-
tragen, allerdings hab e er oft unvor-
bereitet gewirkt, was sih vor allem
bei längeren Beweisen und shwieri-
geren Aufgab enstellungen b emerkbar
gemaht hab e. Eb enso hätte die Ver-
ständlihkeit seiner Lösungen deutlih
besser sein können, wurde angemerkt.
Dennoh konnte er sih ausgezeihnet
auf seine Zuhörer einstellen, wo durh
ein generell p ositiver Eindruk zurük-
blieb.
Gesamtb ewertung
Insgesamt kann man sagen, dass die
Vorlesung vor allem durh den her-
vorragenden Dozenten sehr gut abge-
shnitten hat. Zwar sheinen die The-
men niht unbedingt jeden Theoreti-
ker zu b egeistern (ein Student emp-
fand die Vorlesungsinhalte als eher un-
spannend), ab er dennoh konnte Prof.
Dix selbst jene bei der Stange halten.
Der Übungsbetrieb ist generell niht
shleht, sollte ab er nah Meinung der
bewertenden Studenten etwas b esser
vorbereitet werden. Eine shöne Veran-
staltung.
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Wir brauhen euer Feedbak
Wir brauhen euer Feedbak
Fabian Shink
Wie auh shon in den vergangenen Se-
mestern sind uns wieder Feedbaks zu
vielen vershiedenen Veranstaltungen
zugegangen. Vielen Dank dafür an alle
Einsender!
Niht immer konnten wir die Feed-
baks auh in einem eigenen Artikel
auswerten. Eine sinnvolle Auswertung
setzt voraus, dass die eingesandten
Meinungen ein zumindest halbwegs re-
präsentatives Bild der Hörershaft wie-
dergeben. Ein faires Urteil zur Veran-
staltung ist unserer Meinung nah nur
dann möglih, wenn die Anzahl der ein-
gereihten Bewertungen in einem ange-
messenen Verhältnis zur Gröÿe der Hö-
rershaft steht. Ist es zu gering, ziehen
wir es vor, gar keine Bewertung der
Vorlesung zu veröentlihen. Das ist
jedenfalls b esser, als sie in ein falshes
Liht zu rüken.
Zu folgenden Veranstaltungen hab en
wir vereinzelte Feedbaks erhalten, je-
doh zu wenige, um einen Artikel zu
verfassen:
Prof. Angermann:
Analysis II
Dr. Behnke:
Numerishes Praktikum
Prof. Bohn:
Regelungstehnik I
Prof. Dix:
Multiagentensysteme I
Prof. Hartmann:
Webinformationssysteme
Dr. Le:
Lehr- und Lerntehnologien
Prof. Müller:
Wirtshaftsinformatik II
Prof. Raush:
Programmierkurs
,
Softwaretehnik II
Prof. Rihter:
Rehnerorganisation I
und
II
Prof. Siemers:
Verteilte Systeme
Wir danken allen, die sih die Mühe ge-
maht haben, unseren Feedbakbogen
auszufüllen! Auh wenn wir eure Be-
wertungen dieses Mal niht berüksih-
tigen konnten, heiÿt dies niht, dass
wir kein Interesse an Euren Feedbaks
haben. Ganz im Gegenteil! Wir brau-
hen einfah mehr! Fragt also am En-
de des nähsten Semesters Eure Bank-
nahbarn; den Kerl, der sih immer
einen Stift leiht; den Typen, der immer
vorne rehts sitzt; die Frau, die immer
alles weiÿ; Eure Freunde und alle an-
deren, die noh mit im Hörsaal sitzen:
Shon gefeedbakt?
WURZEL 2/12
Buh-Rezensionen
Büher kostenlos? Shreibt eine Rezension!
Fabian Shink
Ihr habt ein Buh, das euh b egeis-
tert hat? Oder die gruseligste Samm-
lung shwarzer Lettern auf Papier er-
wisht? Der Aufwand, eine Rezension
zu shreiben ist übershaubar, dafür
für die Leser des Wurzels sehr hilfreih!
Und das Beste: Die Fahshaft hat
einen Fundus an Bühern, die von Ver-
lagen zur Verfügung gestellt wurden
und im Taush gegen eine Rezension
im Wurzel kostenlos behalten werden
können! Für eine halbe Stunde Arb eit
bekommt ihr Literatur, welhe sonst
20
e
und mehr in der Anshaung kos-
tet. Die Büher gibt es zu den Ö-
nungszeiten im Fahshaftsbüro.
Folgende Büher sind zur Zeit verfüg-
bar:
Deiser: Reelle Zahlen
Winkler: Mathematishe Rätsel für
Liebhaber
Shulze-Pillot: Einführung in Alge-
bra und Zahlentheorie
WURZEL 2/12
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B. Korte, J. Vygen: Kombinatorishe Optimierung
B. Korte, J. Vygen: Kombinatorishe Optimierung
Theorie und Algorithmen
Johann-Rob ert Kummer
Dieses Buh ist die deutshe Üb erset-
zung der englishen Ausgabe
Combi-
natorial Optimization Theory and
Algorithms
der Bonner Mathematik-
professoren Bernhard Korte und Jens
Vygen. Es ist aus mehreren Vorlesun-
gen über kombinatorishe Optimie-
rung sowie Vertiefungskursen zu ver-
wandten Themen entstanden und soll
als fortgeshrittenes Lehrbuh dienen.
Insgesamt enthält das Buh 22 Kapi-
tel auf 675 Seiten. Neben grundlegen-
den und weiterführenden Themen der
kombinatorishen Optimierung gibt es
auh Kapitel zur linearen Optimie-
rung, ganzzahligen Optimierung und
NP-
Theorie. Im ersten Kapitel werden
auh noh einmal die Grundlagen der
Graphentheorie erläutert.
In jedem Kapitel werden mit ausrei-
hend Worten als erstes die Fragestel-
lungen dargelegt und das Problem gra-
phish deutlih hervorgehoben. Dar-
aufhin wird die Theorie mit Denitio-
nen, Lemmata und Sätzen erläutert.
Dabei werden diese niht einfah hin-
tereinander abgespult, die Theorie
wird dazwishen jeweils no h erklärt
und in Zusammenhang mit anderen
Erkenntnissen gestellt. Daneb en wer-
den, wie der Buhtitel shon vermu-
ten lässt, viele Algorithmen für die ent-
sprehenden Probleme vorgestellt. Die-
se werden ansprehend hervorgehob en,
was es einfaher maht, sie b eim Nah-
shlagen zu nden und zu nutzen.
Am Ende jedes Kapitels gibt es Auf-
gaben zum Üben des gerade b ehandel-
ten Stoes und ein Literaturverzeih-
nis für weiterführende Literatur. Die
Aufgaben sind durhaus anspruhsvoll
leider sind keine Lösungsskizzen bei-
gefügt.
Die verwendete Sprahe ist auh für
Studenten gut verständlih, lediglih
in die einzelnen Bezeihnungen muss
man sih manhmal kurz einarbeiten,
da diese sih teilweise von denen un-
tersheiden, die man selbst im Studi-
um kennengelernt hat.
Das vorgestellte Buh eignet sih nah
Besuh der entsprehenden Vorlesung
gut als Nahshlagewerk, das tiefer in
die Thematik führt. Um es allerdings
als Lehrbuh zum Selbststudium oh-
ne Vorkenntnisse zu nutzen, fehlt eine
deutlihe Menge an Beispielen.
Bernhard Korte, Jens Vygen
Kombinatorishe Optimierung
Theorie und Algorithmen
Springer-Verlag; 4., überarb eitete und
aktualisierte Auage; 2008
ISBN 978-3-540-76918-7, 39,95
e
e-ISBN 978-3-540-76919-4, 35,99
e
WURZEL 2/12
Impressum
Namentlih gekennzeihnete Artikel geb en niht unbedingt die Meinung der Redakti-
on oder des Fahshaftsrates wieder. Die Vorlesungsb ewertungen (Feedbaks) basie-
ren auf niht-repräsentativen Umfragen am Ende des Semesters, die von der Redaktion
ausgewertet werden. Die darin zusammengefassten Meinungen stammen aus den aus-
gewerteten Frageb ögen und geben niht unbedingt die Meinung der Redaktion o der
des Fahshaftsrates wieder.
Reproduktion oder Nutzung der ershienenen Beiträge durh konventionelle, elektro-
nishe oder beliebige andere Verfahren ist nur im niht-kommerziellen Rahmen ge-
stattet. Verwendungen in gröÿerem Umfang bitte zur Information bei der Fahshaft
anmelden.
Beiträge sollten in Standard-L
A
T
E
X-Quellode o der als unformatierter Text in der
Fahshaft abgegeben bzw. an untenstehende E-Mail-Adresse geshikt werden.
Herausgeber: Fahshaftsrat Mathematik und Informatik
an der TU Clausthal
Silberstraÿe 1
38678 Clausthal-Zellerfeld
http://home.tu-lausthal.de/student/fsmi/
fs-mitu-lausthal.de
Redaktion: Redaktion Wurzelmännhen
wurzeltu-lausthal.de
Fabian Shink (V. i. S. d. P.)
Daniel Arnsb erger Christian Barthel
Marel Bergmann Robert Fulshe
Jan Kerk Johann-Robert Kummer
Dennis Wimmer
Titelbild:
Ulam-Spirale
http://en.wikipedia.org/wiki/Fil e:Sp iral e_U lam_ 150. jpg
Druk: Papierieger Clausthal
Auflage: 300
WURZEL 2/12
ANNOTOBAK|OsteröderStr.4|05323-78107|www.anno-tobak.de
LONG
alle
1,50€
WEIZEN
jedes

1,80€
jedenDonnerstagab19Uhr
jedenMontagab19Uhr
DRINKS
ausgenommenLongdrinksmitWhiskey
ANNO-KELLER
Geöffnet
vonFreitagundSamstag
ab20Uhr
ur au pn sS aß!
ANNOHOT-SPOT
hiergeht’szudenInfos

FUSSBALL-LIVE
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TO AKB
NAN O
TOBAK
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