
Ausdehnung der Flut:
Teil I
Weltweite Flut: Hinweise Örtliche Flut: Gegenbeweise
Der Bericht ist so formuliert, daß er
immer und immer wieder völlige
Überflutung ausdrückt (Gen. 7, 18—24)
Der Bericht geht vom Standpunkt des
Berichterstatters aus, und aus seiner Sicht
ist alles völlig überflutet. »Das Ganze« muß
nicht immer »das Ganze« bedeuten
(Gen. 41, 57; Deut. 2, 25; 1. Könige 18, 10).
Wenn es 150 Tage dauerte, bis das
Wasser sich verlaufen hatte, muß es
überall gewesen sein.
Eine ausgedehnte örtliche Flut könnte
so lange brauchen, und selbst wenn der
Wind zusätzlich trocknete, dauerte es
bei einer allgemeinen Flut viel länger.
Die Größe der Arche läßt erkennen,
daß es keine örtlich begrenzte Flut war.
Eine große Arche wurde gebraucht, weil
darin sehr viele Tiere untergebracht
werden mußten; die Größe hat nichts
mit dem Ausmaß der Flut zu tun.
Wenn es nur eine örtliche Flut war,
warum war dann überhaupt die Arche
nötig?
Auf diese Weise wollte Gott erretten.
Der Bau der Arche gab Noah
Gelegenheit zur Verkündigung.
Zweck der Flut war die Bestrafung der
weltweiten Sünde. Eine örtliche Flut
reicht da nicht aus; einige hätten
entrinnen können.
Gott hätte dafür sorgen können, daß alles
Fleisch in der Flut umkam, ohne den
ganzen Globus unter Wasser zu setzen.
Es gibt überall Überlieferungen von
Menschen, die von einer Flut berichten.
Viele haben diese Überlieferung nicht
(z. B. Ägypten); viele Berichte sprechen nicht
von einer universellen Flut; es gibt viele
Unterschiede in den verschiedenen Berichten.
Es gibt weltweite Spuren der Flut.
Eine universelle Flut ist auch
geologisch nachweisbar.
Die Beweise sind verstreut, unzusammen
hängend und nicht hinreichend gewichtig.
Es gibt keinen schlüssigen geologischen
Beweis für eine solche Katastrophe.
Die Verheißung, es werde keine Flut
mehr geben (Gen. 9, 15) wäre falsch,
wenn es nur eine örtliche Flut
gewesen wäre.
Wenn auch örtlich, könnte sie doch
größer gewesen sein als jede andere
seither. Außerdem sagt die Verheißung,
keine Flut mehr »alles Fleisch zu
vernichten«; darin lag die Absicht.
Nichts wird im Text so deutlich,
wie die weltweite Flut, darum muß
es stimmen.
Die wissenschaftlichen Beweise gegen eine
weltweite Flut sind so umfassend, daß es not
wendig wird, den Text objektiver zu lesen.
Das Ende von Eiszeiten, herabstürzende
Wolkenmassen, Kontinentalverschiebungen,
und/oder Änderungen im Neigungswinkel
der Erdachse wurden eingesetzt, um die
notwendigen Bedingungen zu schaffen.
Dies Argument ist zu theoretisch, und
vielleicht wären diese Phänomene noch
immer nicht ausreichend. Auch erklären
sie nicht alles.
Die Berggipfel des Ararat sind hoch, und
da das Wasser überall auf gleicher Höhe
stehen muß, und die Arche sich dort nieder
ließ, müssen sie bedeckt gewesen sein.
Die Arche landete nicht auf einem Gipfel
des Gebirges, sondern irgendwo im Massiv.
Noah und seine Familien hätten unmöglich
den Abstieg von so einer Bergspitze geschafft.