FINEXITY auf globalem Expansionskurs: CEO Michael Ost über neue Märkte, digitale Infrastruktur und eine Handelsrevolution PDF Free Download

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FINEXITY auf globalem Expansionskurs: CEO Michael Ost über neue Märkte, digitale Infrastruktur und eine Handelsrevolution PDF Free Download

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EXXECNEWS
KAPITALANLAGE-NEWS FÜR EXECUTIVES
AIF
Sachwerte
Investmentfonds
Beratung
Recht
Versicherungen
TOP STORIES
Ausgabe 12
02. Juni 2025
14 Jahrgang
FINEXITY auf globalem Expansionskurs:
CEO Michael Ost über neue Märkte, digitale Infrastruktur und
eine Handelsrevolution
Das Hamburger Fintech Finexity, Spezialist für
die Tokenisierung von allen Arten von Vermögens-
werten, geht mit einem ambitionierten Plan in
die nächste Phase seiner Expansion: Gemeinsam
mit dem französischen Multi-Family-Office Bat-
sela Asset Management will das Unternehmen
neue Märkte in Europa, Afrika und der Golfregion
erschließen. Im Gespräch mit EXXECNEWS er-
läutert Michael Ost, CEO Europa bei Finexity, die
strategischen Hintergründe der Partnerschaft,
seine Vision für das Unternehmen – und warum
er an eine neue Ära privater Investitionen zur
Transformationsfinanzierung glaubt. Von Achim
Griesel.
„Finexity und Batsela ergänzen sich ideal
„Batsela eröffnet uns Zugang zu einem hoch-
karätigen internationalen Investorennetzwerk –
insbesondere in der Golfregion und in Afrika“,
sagt Ost. „Gleichzeitig bringen wir unsere Ver-
triebsinfrastruktur in Deutschland sowie unsere
technologischen Lösungen für digitale Assets und
Private Markets ein. Die Zusammenarbeit ermög-
liche es Finexity, bestehende Angebotslücken zu
schließen – etwa im Bereich Impact Investing oder
beim Zugang zu Family Offices und Emittenten
in neuen Märkten.
Expansion nach Afrika, Singapur im Blick
Neben Frankreich, Luxemburg, den Vereinigten
Arabischen Emiraten und Westafrika stehen per-
spektivisch weitere Regionen auf der Agenda:
„In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind
wir bereits vertreten und bauen dort sukzessive
unser Geschäft, zum Teil auch über Kooperatio-
nen, weiter aus. Wir sehen aber auch Singapur
als einen spannenden Markt mit attraktiven
regulatorischen Rahmenbedingungen“, so Ost.
Die Expansion sei kein Selbstzweck, sondern
Teil einer klaren Strategie: Wir wollen über den
Zugang zu Privatmarktinvestments auch das
Impact Investing stärken, damit das vorhan-
dene Kapital unter passenden regulatorischen
Bedingungen Mehrwert schaffen kann.
Kooperation mit Banken als Schlüssel
Dabei setzt Finexity auf Zusammenarbeit statt
Konfrontation: „Wir arbeiten nicht gegen die Ban-
ken, sondern mit ihnen“, betont Ost. So sei durch
Top Stories – Seiten 1 bis 3
FINEXITY auf globalem Expansi-
onskurs: CEO Michael Ost über neue
Märkte, digitale Infrastruktur und eine
Handelsrevolution.
VKS-Sachwert-
Kongress 2025: „Der Sachwertmarkt
ist weiter systemrelevant.
Produkte – Seite 4
Sachwertinvestments
Paribus legt Wohnimmobilienfonds auf.
Real I.S. startet Logistikfonds.
Investmentfonds
BIT Capital lanciert Multi-Asset-Fonds.
Partnerschaft im Bereich tokenisierter
Geldmarktfonds.
From the Desk – Seite 5
Tim Humphreys schreibt über Infra-
struktur-Investmentchancen durch
Künstliche Intelligenz und Strom-
nachfrage.
Unternehmen – Seite 6
Tochter der Magna Asset Management
erhält KVG-Zulassung.
Metzler grün-
det Kompetenzzentrum für digitale Assets
und Künstliche Intelligenz.
Märkte/Assetklassen – Seite 7
Private-Equity-Fonds mit starkem
ESG-Fokus zeigen Outperformance.
Patrizia identifiziert Top-Städte für In-
vestitionen in studentisches Woh-
nen.
Milliardenpotenzial für smarte
Agrartechnologien.
Für Sie gelesen – Seite 8
Globaler Handelskrieg im Risiko-Fokus
bei Family Offices.
Coface: Das hält
Finanzentscheider nachts wach.
DIGEST
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Fortsetzung auf Seite 2
Michael Ost
Foto: Unternehmen
Dies ist eine Marketing-Anzeige. Bei der in dieser Marketing-Anzeige beschriebenen Investitionsmöglichkeit handelt es sich um ein Investmentvermögen in der Form eines geschlossenen EU-AIF nach
luxemburgischen Recht. Grundlage dieser Investitionsmöglichkeit ist luxemburgisches Recht. Das Angebot richtet sich ausschließlich an sogenannte sachkundige Anleger im Sinne des Luxemburger
Rechts bzw. semiprofessionelle und professionelle Anleger gemäß dem KAGB. Bitte lesen Sie das Emissionsdokument des AIF, bevor Sie eine endgültige Anlageentscheidung treffen.
Mehr unter www.bvt.de I interesse@bvt.de I +49 89 38165-206
BVT Unternehmensgruppe
Sachwerte. Seit 1976.
Sustainable Energy:
Investitionen in Infrastruktur zur
Erzeugung von Strom aus erneuer -
baren Energien, zur Speicherung
und zur Einsparung von Energie
Mehr erfahren:
EXXECNEWS
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Nr. 12
02. Juni 2025
Dr. Dieter E. Jansen,
EXXECNEWS-Herausgeber
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Eine neue Ära des Wachstums
NUR FÜR PROFESSIONELLE KUNDEN | MARKETINGMATERIAL | KAPITALANLAGERISIKO MKTGM1224E/S-4108397-1/28
Neue Horizonte, neue Instrumente bei börslichen
und privaten Kapitalanlagen
Auf meiner permanenten Suche nach überzeugenden po-
sitiven Perspektiven für den Themenbereich, den ich seit
Jahrzehnten in den Medien, die ich konzipierte, bearbeite,
habe ich erst jetzt die ultima ratio entdeckt, genauer die
ultimative Faktensammlung und Interpretationskette für
private Anlagemärkte mit maximaler Überzeugungskraft
(so meine Meinung), für das was auf uns nach Corona, Null-
Wachstum und Kriegswirren, zukommen wird und womit
wir rechnen können.
Private Beteiligungen, möglichst in produzierende Unternehmen
mit Innovationspotenzial, sind seit Jahrzehnten der bestmögliche
Schutz und damit eine wirksame Versicherung vor den Folgen von
überraschenden Krisen oder anderen Finanzkatastrophen. Das war
immer meine Position. Nun kann ich professionelle Quellen vorle-
gen, die in den kommenden Jahren Leitplanken für Investments
sein könnten.
Ich möchte Ihnen eine BlackRock-Schrift vorstellen:
2025 - Ausblick Privatmärkte
Eine neue Ära des Wachstums.
Das Wichtigste auf einen Blick
„Die besten Zeiten für die privaten Märkte liegen noch vor
uns, angetrieben von steigender Investitionstätigkeit, ge-
sunkenen, aber immer noch hohen Finanzierungskosten
und einer größeren Nachfrage nach langfristigem Kapital.
Branchenschätzungen gehen davon aus, dass die privaten
Märkte von heute 13 Billionen US-Dollar bis 2030 auf über 20
Billionen US-Dollar anwachsen könnten. Wir denken, Private
Debt und Infrastruktur werden am schnellsten wachsen.
Private Debt expandiert weiterhin weltweit und erschließt
neue Finanzierungswege, wobei es erhebliche Performance-
Unterschiede je nach Größe und Sektor der Kreditnehmer
gibt.
Investoren können das Transformationspotenzial, das
Künstliche Intelligenz (KI) bietet, über Infrastruktur, Pri-
vate Debt, Private Equity und Immobilien nutzen.
Eine Reihe tiefgreifender Veränderungen in der demogra-
fischen Entwicklung weltweit, der Energienachfrage, der
digitalen Technologie und deren Lieferketten kurbeln die
Investitionen auf den Privatmärkten nach wie vor an.
Die Märkte für Fusionen und Übernahmen (M&A) und für
Börsengänge (IPO) beleben sich – was im Private-Equity-
Bereich entsprechend zu mehr Exits und wachsenden Aus-
schüttungen führen dürfte.
Viele Immobilienbewertungen nähern sich ihrem Tiefpunkt,
was Chancen eröffnet, auch wenn die Erholung der Preise
einige Zeit in Anspruch nehmen dürfte und die Streuung
zwischen Sektoren und Regionen groß ist.
Die Studie äußert sich zu den Trends der Einfluss-
faktoren, die das Wirtschaftswachstum der Volks-
wirtschaften beeinflussen, sie kommentiert die
Bedeutung von MegaForces (einflussreiche struk-
turelle Kräfte, die Märkte beinflussen).
KI hat das Potenzial die Wirtschaft umzugestalten.
Die Studie geht gründlich darauf ein, wie und wa-
rum und für wen dieses welche Folgen hat (Stich-
wort: Die KI-Chance nutzen).
Die Studie formuliert: Der Wettlauf um die Entwick-
lung der nächsten Generation von KI-Technologien
nimmt weiter Fahrt auf.
Die beschriebenen Trends und Entwicklungen wer-
den von Regierungen und Aufsichtsbehörden un-
terstützt, zum Wohle der Anleger. Die Investment-
Welt hat das einigende Ziel, es Privatpersonen
besser zu ermöglichen in Privatmarktanlagen zu
investieren. Die Studie sieht großen Bedarf von
Know-how beim Aufbau von Portfolien, dort ist viel
mehr Expertise nötig.
Die Studie resummiert zu KI: Bei KI bieten sich ideale Gelegen-
heiten für erfahrene Infrastrukturinvestoren aus den Bereichen
digitale Infrastruktur.
Private Debt erweist sich als die wohl wichtigste Anlageklasse.
Der Begriff wird immer breiter gefasst. So beteiligen sich Private-
Debt-Investoren zunehmend an Asset-Backed Finanzierungen.
Dazu zählen Schuldtitel wie Konsumenten- und Geschäftskredite,
physische Vermögenswerte (Hard Assets), sowie geistiges Eigen-
tum. Private Debt wird zunehmend global.
Private Equity ist ebenfalls ein Investment-Sektor, den die Studie
intensiv beleuchtet (Headline dazu: Attraktive Einstiegspunkte).
Die Studie sieht Chancen im Gesundheitswesen, insbesondere bei
Take-private- und Carve-out-Deals.
Ein Zwischenfazit: Der Mittelstandsmarkt ist nur eine der vielver-
sprechenden Chancen in einer spannenden Zeit für Private Equity.
Steigende Aktivitäten sowohl auf den M&A als auch auf den IPO-
Märkten führen zu mehr Exits und Ausschüttungen und in der Folge
zu neuen Investitionen.
Zu den treibenden Kräften, die die privaten Märkte expandieren
lassen, gehören auch: Neue Fondstrukturen und ein breiterer
Zugang dazu: Retail-orientierte (ELTIFs, LTAFs) und fully-funded-
Lösungen, Evergreen Fonds.
Warum ist diese Studie so überzeugend?
Ich denke deshalb: Der Herausgeber (BlackRock) steht an der
Spitze der Expertenliga für Vermögensbildung in der Welt. Ein
solcher Herausgeber hat alle denkbaren Fachleute zur Verfü-
gung. Sehen Sie sich die beeindruckende Autoren-Liste an,
sämtliche denkbaren technischen Hilfs-und Analysemittel-und
Methoden (wie sämtliche KI-Modelle und -Quellen). Die Leser
dieser Studie werden oder könnten alle derzeitigen oder
künftigen Kunden sein. Die gesamte Fachwelt würde nach
Schwächen der Studie suchen. Sollte es solche geben oder
mangelhafte Aussagen enthalten sein, dann ist der Thron von
BlackRock tangiert. Mehr Kompetenz zu aggregieren ist nicht
möglich, deshalb werden die Ergebnisse, die diese Studie vor-
stellt, das Bestmögliche sein, was heutzutage machbar ist.
Mein Rat: Lesen Sie die Studie. Erwarten Sie keine Rezepte-
liste für rentable Investments.
EDITORIAL
EXXECNEWS
Nr. 12
02. Juni 2025 4
Der Hamburger Investmentmanager Paribus plant die Aufle-
gung eines geschlossenen Wohnimmobilienfonds. Der „Paribus
Wohnimmobilien Deutschland 1mit einem Volumen von
100 Millionen Euro (davon 50 Prozent Eigenkapital) richtet
sich auf Nachfrage von EXXECNEWS an professionelle und semi-
professionelle Investoren mit langem Anlagehorizont. Ab Einlagen
von 200.000 Euro ist der Beitritt möglich, die Laufzeit beträgt zwölf
bis 15 Jahre.Die durchschnittliche jährliche Ausschüttung nach
Kosten beträgt circa vier Prozent, das Eigenkapital-Volumen zum
Start beläuft sich auf rund 20 Millionen Euro.
Fokussieren wird sich der Fonds auf Objekte mit sogenann-
tem „Nachholbedarf“, also Objekten, die in den 1960er bis
1990er Jahren in den A-Städten und deren Umland sowie in
den B-Städten mit hoher Mieternachfrage errichtet wurden.
Ziel des Fonds sei die langfristige Sicherung von Erfolgen und der
Erhalt von Werten von Wohnimmobilien im Segment des „bezahl-
baren Wohnraums. Da der Neubau stockt, gelte es umso mehr, in
die Jahre gekommene Bestände wieder attraktiv zu machen und
auch energetische Optimierungen umzusetzen.
Paribus hätte Chancen in den ehemaligen „di.i.i-Fonds“ mit Op-
timierungsbedarf erkannt und durch gezielte Maßnahmenpake-
te an den Fondstrukturen und an den Immobilien saniert. Die-
se Expertise umfasse die Beseitigung von Sanierungsstaus, die
Reduzierung von Leerständen,
Umnutzungen und marktgerech-
te Mietanpassungen, wodurch
die Immobilien in zukunftsfähige
Wohnanlagen transformiert wer-
den konnten. „Ziel unseres Fonds
ist die Transformation von Immo-
bilien mit Nachholbedarf, sodass
der Wohnraum langfristig erhalten,
Sanierungsstaus abgebaut sowie
eine vernünftige Investorenrendite
erwirtschaftet wird, dabei aber be-
zahlbarer Wohnraum bleibt. Denn
diesem Marktsegment kommt eine
ebenso hohe wirtschaftliche wie auch soziale Bedeutung zu. Da
der Neubau stockt, gilt es umso mehr, in die Jahre gekommene
Bestände wieder attraktiv zu machen und behutsam energetische
Optimierungen umzusetzen“, sagt Dr. Georg Reul, Geschäfts-
führer von Paribus.
Aufgrund dieser erfolgreichen Bilanz plant das Unternehmen nun,
Expertise und Know-how verstärkt am Markt zu positionieren und
sich neben dem eigens aufgelegten Fonds auch für Drittmandate
zu öffnen. (DFPA/MB)
www.paribus.de
EXXECNEWS
PRODUKTE
BIT Capital lanciert Multi-Asset-Fonds
Der Asset Manager BIT Capital erweitert sein Produktuniversum:
Mit dem neuen „BIT Global Multi Asset“ lanciert das Berliner
Unternehmen seinen ersten aktiv gemanagten Multi-Asset-Fonds.
Damit reagiere BIT Capital auf die wachsende Nachfrage nach einer
Investmentlösung, die Wachstumschancen des Technologiesek-
tors in einem breit diversifizierten, risikooptimierten Multi-Asset-
Portfolio erschließt. Mit der Auflage des Fonds macht BIT Capital
sein Research-Alpha erstmals über eine Multi-Asset-Strategie zu-
gänglich.
Als erster Fonds des Hauses mit Multi-Asset-Ansatz erweitert
der „BIT Global Multi Asset“ das bisher auf Aktien- und Crypto-
Strategien fokussierte Produktuniversum. Anleger können mit
dieser Produktergänzung nun aus einer deutlich erweiterten Skala
an Risiko-Rendite-Profilen wählen. Der Fonds ist auf eine mode-
rate Risikoklasse gemäß Summary Risk Indicator (SRI) – einer
europaweit standardisierten Skala von 1 (niedrigstes Risiko) bis 7
(höchstes Risiko) – ausgerichtet und aktuell in Klasse 3 eingestuft.
Das Portfolio gliedert sich in die drei Kernkomponenten Aktien-
portfolio (Kombination von Mega-Caps mit selektierten Wachs-
tumswerten), Anleihenportfolio (Fokus auf Unternehmensanleihen
technologieorientierter Emittenten mit starker Fundamentalda-
tenbasis und hoher Bonität) sowie Safe-Haven-Assets und Makro-
Hedges – gezielte Allokationen in Safe Haven-Assets wie Gold oder
ausgewählte Crypto-Assets (jeweils begrenzt auf maximal fünf
Prozent). Hinzu kommen Future-basierte Makro-Hedges, die gezielt
zur Absicherung in Stressphasen eingesetzt werden.
„Unser Ziel ist ein asymmetrisches Ergebnisprofil: starke Parti-
zipation an positiven Marktphasen bei gleichzeitiger Begrenzung
von Verlusten in Abwärtsphasen – für all jene, die Stabilität und
Wachstumsorientierung vereint in einer Investmentlösung suchen,
sagt Marcel Oldenkott, Fondsmanager, Managing Director und
Co-CIO bei BIT Capital. (DFPA/MB)
www.bitcap.com
Real I.S. startet neuen Logistikfonds für
institutionelle Investoren
Der Immobilien-Assetmanager
Real I.S. AG hat mit dem „Real
I.S. LogistiX“ einen neuen Immo-
bilien-Spezialfonds für institutio-
nelle Investoren aufgelegt. Der
Fonds soll bis zu 600 Millionen
Euro Kapital einsammeln und
eine jährliche Ausschüttungsren-
dite von fünf bis sechs Prozent
erzielen. Erste Kapitalzusagen
aus dem institutionellen Bereich
liegen bereits vor.
Der Fonds investiert in Lo-
gistikimmobilien an Ver-
kehrsknotenpunkten und in Metropolregionen des Euro-
Währungsraums, mit besonderem Fokus auf Deutschland,
Frankreich und die Niederlande. Ergänzend sind Engagements
in Spanien, Portugal, Polen sowie selektiv im restlichen Euroraum
geplant. Geplant ist eine Diversifikation über verschiedene Nut-
zungsarten wie Lager-, Distributions- und Last-Mile-Logistik sowie
Light Industrial.
Vorstandsvorsitzende Christine Bernhofer erklärte, der Markt
biete aktuell günstige Einstiegsbedingungen. Die Kombination aus
stabilem Flächenbedarf, begrenztem Angebot und langfristigem
E-Commerce-Wachstum stärke die Attraktivität des Segments.
Nachhaltigkeit spielt laut Real I.S. ebenfalls eine zentrale Rolle –
der Fonds verfolgt eine Anlagestrategie gemäß Artikel 8 der EU-
Offenlegungsverordnung.
Laut Tobias Kotz, Leiter Client Relations & Capital Funding, re-
agieren Investoren derzeit verstärkt auf Chancen im Logistik- und
Wohnimmobilienbereich mit attraktiven Risiko-Rendite-Profilen.
(DFPA/ABG)
www.realisag.de
Paribus legt Wohnimmobilienfonds auf
Partnerschaft im Bereich tokenisierter Geldmarktfonds
Das deutsche Start-up 21X und die Münchner Investmentbank
Black Manta Capital Partners bringen gemeinsam den ersten
tokenisierten UBS-Geldmarktfonds auf eine vollständig re-
gulierte digitale Handelsplattform. Über 21X können profes-
sionelle Investoren nun erstmals den „USMO-Token, eine
digital verbriefte Note eines US-Geldmarktfonds, direkt mit
Stablecoins zeichnen und handeln. Das Projekt markiere einen
bedeutenden Schritt in der Verbindung klassischer Finanzprodukte
mit blockchainbasierter Marktinfrastruktur.
Das Frankfurter Finanz-Start-up 21X hat es sich zur Aufgabe ge-
macht, den Kapitalmarkt mithilfe einer vollständig regulierten Han-
dels- und Abwicklungsplattform auf Basis verteilter Datenbanktech-
nologie (Distributed Ledger Technology, kurz DLT) zu digitalisieren.
Dafür erhielt das Unternehmen im Dezember 2024 eine DLT-Lizenz
der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
zur Emission zugehöriger Wertpapiere – und konnte nun mit Hilfe
von Black Manta Capital Partners sein erstes Investmentprodukt
auf den Markt bringen. Es handelt sich um den „Black Manta USD
Short Term Yield“ (USMO), der nun auf Basis eines US-Dollar-
Geldmarktfonds, dem „UBS (Irl) USD Sustainable Money Mar-
ket Fund“, digital verbrieft wird. Black Manta Capital übernahm
dabei die Konzeption, rechtliche Strukturierung und Emission des
„USMO-Tokens“ über ihre Luxemburger Verbriefungsgesellschaft.
SBI Digital Markets wiederum übernahm die Tokenisierung.
Für Black Manta Capital stelle dieser Produktlaunch einen ent-
scheidenden use case für die Tokenisierung in der Praxis dar: Nicht
nur ermögliche er, Investitionen in Geldmarktfonds direkt mittels
Stablecoins, also an Fiat-Währungen gebundener Token auf der
Blockchain, zu tätigen. Er eröffnet auch professionellen Anle-
gern wie Banken und Vermögensverwaltern die Anlagemög-
lichkeit in tokenisierte Wertpapiere auf einer regulierten,
Blockchain-basierten Plattform. (DFPA/MB)
https://blackmanta.capital
Dr. Georg Reul
Foto: Unternehmen
Christine Bernhofer
Foto: Unternehmen
EXXECNEWS
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Nr. 12
02. Juni 2025
MÄRKTE/ASSETKLASSEN
Private-Equity-Fonds mit starkem ESG-
Fokus zeigen Outperformance
Börsennotierte Private-Equity-Fonds (PE-Fonds) mit einem starken
ESG-Ansatz erzielen laut einer Analyse des globalen Beratungsun-
ternehmens Alvarez & Marsal (A&M) eine überdurchschnittliche
finanzielle Performance. Um das Wertschöpfungspotenzial von ESG
zu messen, wurden in der Studie die Ergebnisse von 16 börsenno-
tierten PE-Fonds mit einem Vermögen von 6,3 Billionen US-Dollar
und rund 1.800 Portfoliounternehmen bewertet.
PE-Fonds mit einem starken
ESG-Fokus haben seit 2020
laut Studie ihre schlechten be-
werteten Mitbewerber um ins-
gesamt 77 Prozent übertroffen
und gleichzeitig wettbewerbs-
fähige interne Renditen erzielt.
Auch die Transaktionswerte waren
höher: Bei Portfoliounternehmen,
die über ESG berichteten, stiegen
die Transaktionswerte um insge-
samt 45 Prozent. Darüber hinaus
stiegen die Umsatzmultiplikatoren
um durchschnittlich 30 Prozent.
Die Ergebnisse deuteten auf einen Zusammenhang zwischen
der ESG-Performance und der Unternehmensbewertung
hin. Dies unterstreiche die Chance für PE-Fonds, durch ESG-
Initiativen zusätzlichen Wert zu schaffen - insbesondere da
das typische Exit-Fenster von drei bis fünf Jahren mit dem Nach-
haltigkeitsmeilenstein 2030 zusammenfällt. Trotz des positiven
Zusammenhangs mit der Bewertung veröffentlichten nur 21 Prozent
der rund 1.800 PE-finanzierten Unternehmen in der Studie ESG-
Berichte, was deutlichen Raum für Verbesserungen signalisiere. Der
Umfang der ESG-Offenlegungen variiere je nach Branche erheblich.
Wir sehen einen direkten Zusammenhang zwischen der ESG-
Ausrichtung eines Unternehmens und einer niedrigeren Risikobe-
wertung", sagt Will Rhode, EMEA (Europe, Middle East, Africa) ESG
Lead bei Alvarez & Marsal. „Fonds und Unternehmen haben daher
einen starken Anreiz, sich frühzeitig auf ESG-positive Maßnahmen
zu konzentrieren, insbesondere angesichts der Beschleunigung der
Nachhaltigkeitsagenda bis zum Meilensteinjahr 2030." A&M hat fünf
wichtige strategische Hebel für die ESG-gesteuerte Wertschöpfung
identifiziert. Dazu gehören Dekarbonisierung und Energiemanage-
ment, die Neuausrichtung der Lieferkette, ESG-orientierte Beschaf-
fung, die Optimierung der Infrastruktur für Transport und Logistik
sowie verbesserte Recycling- und Abfallmanagementpraktiken.
(DFPA/MB)
www.alvarezandmarsal.com
Die Preise für Vermögensgüter in Deutschland sind im ersten
Quartal 2025 deutlich gestiegen. Laut dem aktuellen „Flossbach
von Storch Vermögenspreisindex“ verteuerte sich der Aufbau
von Vermögen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,0 Pro-
zent. Damit ist die sogenannte Vermögenspreisinflation deutlich
höher als die allgemeine Verbraucherpreisinflation, die zuletzt bei
2,3 Prozent lag.
Besonders stark legten Immobilien (plus 3,0 Prozent) Aktien
(plus 13,7 Prozent) und Betriebsvermögen (plus 9,9 Prozent)
zu. Der Preis für Gold und andere Rohstoffe im Privatbesitz
stieg sogar um 26,5 Prozent. Lediglich langlebige Konsum-
güter (plus 0,5 Prozent) und Sammelobjekte (minus 3,5
Prozent) blieben weitgehend stabil oder verbilligten sich.
Nach Einschätzung der Analysten
wurde der Anstieg vor allem durch
fallende Zinsen und die Erwartung
weiterer geldpolitischer Lockerun-
gen befeuert. Zudem verstärken
hohe Staatsausgaben sowie geo-
politische Unsicherheiten die Ent-
wicklung. Die zunehmenden Preis-
steigerungen für Vermögensgüter
erschweren vor allem Haushalten
mit geringem Vermögen den Auf-
bau von Rücklagen und Altersvor-
sorge.
Die Vermögenspreisinflation ver-
schärft die soziale Ungleichheit, so Philipp Immenkötter, Autor
des Indexberichts. Während wohlhabende Haushalte von steigen-
den Preisen profitieren, rücken Vermögensaufbau und Immobilien-
besitz für viele andere in weite Ferne. Die Entwicklung trage laut
Bericht auch zur gesellschaftlichen Polarisierung bei – sichtbar etwa
in gestiegenen Wahlerfolgen populistischer Parteien.
Der FvS-Vermögenspreisindex bildet die Preisentwicklung von
Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Aktien und weiteren
Vermögenswerten privater Haushalte ab und wird quartalsweise
veröffentlicht. Seit 2015 sind die Vermögenspreise in Deutschland
demnach um rund 40 Prozent gestiegen. (DFPA/ABG)
www.flossbachvonstorch.de
Smarte Agrartechnologien wie autonome Landmaschinen, sensor-
gesteuerte Bewässerung oder teilflächenspezifische Ausbringung
bieten der Landwirtschaft großes wirtschaftliches Potenzial – wer-
den aber bislang zu wenig genutzt. Das zeigt eine am Donnerstag
veröffentlichte Studie der Landwirtschaftlichen Rentenbank und
der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Demnach
nnten moderne Technologien Erträge steigern, Kosten senken und
Ressourcen effizienter einsetzen – etwa Wasser, Dünger oder Pflan-
zenschutzmittel. Gleichzeitig ermöglichten sie mehr Nachhaltigkeit
in der Agrarproduktion. Trotz dieser Vorteile gingen die welt-
weiten Investitionen in den Agri-Food-Tech-Sektor zwischen
2021 und 2023 um mehr als 70 Prozent zurück – von 53 auf 15
Milliarden US-Dollar. Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gehen in
der Landwirtschaft Hand in Hand“, sagte Nikola Steinbock, Spre-
cherin des Vorstands der Rentenbank. Die Studie zeige, wo Tech-
nologien wie Robotik oder Künstliche Intelligenz bereits heute einen
messbaren Nutzen bringen – und warum es bisher an einer breiten
Umsetzung fehlt. Die Analyse identifiziert 17 Schlüsseltechnologien
mit besonders hohem Potenzial – darunter Robotik, Drohnentechno-
logie und autonome Fahrzeuge. Diese seien betriebswirtschaftlich
attraktiv und skalierbar, aber unterfinanziert. Ein Hemmnis sei die
Zurückhaltung von Investoren, die den Markt als schwer zugänglich
bewerteten. BCG-Partner Benjamin Subei forderte neue Finanzie-
rungsansätze: Es braucht Kapital, das Wirkung entfaltet – für die
Betriebe, die Ernährungssicherheit und den Kapitalmarkt. Geeignet
seien etwa Partnerschaften aus öffentlichem und privatem
Kapital sowie spezialisierte AgriTech-Fonds. Jetzt ist die Zeit,
zu investieren und Innovationen auf den Acker zu bringen“, so Subei.
(DFPA/ABG)
www.bcg.com
Die Augsburger Investmentgesellschaft Patrizia hat erstmals
einen europaweiten „Student City Index“ vorgestellt, der über
180 Universitätsstädte hinsichtlich ihres Potenzials für Investments
in sogenanntes Purpose-Built Student Accommodation (PBSA)
bewertet.
Solche spezialisierten Wohnanlagen für Studierende gelten als
inflationsgeschützt, renditestark und weniger reguliert als klassi-
sche Mietwohnungen. Angesichts steigender Studierendenzahlen
und struktureller Angebotsengpässe in vielen Städten bietet PBSA
laut Patrizia attraktive Einstiegsmöglichkeiten für institutionelle
Investoren. Der Index ermöglicht eine differenzierte Analyse auf
Stadtebene – etwa nach Demografie, Marktstruktur und Hoch-
schulreputation – und dient als strategisches Werkzeug für Port-
folioaufbau und Risikosteuerung. (DFPA/ABG)
www.patrizia.ag
Zum Student City Index“
Will Rhode
Foto: Unternehmen
Philipp Immenkötter
Foto: Unternehmen
FvS-Vermögenspreisindex: Vermögens-
aufbau in Deutschland deutlich teurer
Milliardenpotenzial für smarte Agrar-
technologien
Patrizia identifiziert Top-Städte für
Investitionen in studentisches Wohnen
IMPRESSUM
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Herausgeber: Dr. Dieter E. Jansen (DJ)
Verantwortlich für diese Ausgabe:
Leo J. Heinl (LJH)
Redaktion: Melanie Bobrich (MB),
Achim Griesel (ABG), Leo J. Heinl (LJH), Axel
Zimmermann (AZ)
Autoren: Tim Humphreys
Chef v. Dienst: Axel Zimmermann
Marketing/Anzeigen: Achim Griesel
E-Mail: Redaktion@exxecnews.de
Grak & Reinzeichnung: Silveria Grotkopf,
Axel Zimmermann
Preis: 2,50 €.
Nächste Ausgabe: 16. Juni 2025
Hinweis: Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben
die Meinung des Verfassers und nicht unbedingt die der
Redaktion wieder.
©EXXECNEWS sind sämtliche Rechte vorbehalten.
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Internetseiten – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher
Genehmigung des Verlages.
Gültige Anzeigenpreise vom 01.01.2025.
EXXECNEWS
Nr. 12
02. Juni 2025 8
FÜR SIE GELESEN • FACHPRESSE • STUDIEN/REPORTS • BÜCHER
Finanzverantwortliche deutscher Unternehmen werden von der
schwankenden Konjunktur um ihren Schlaf gebracht. Für 83 Pro-
zent von ihnen ist die anhaltende wirtschaftliche Volatilität die
größte Sorge, gefolgt von
ausufernden Bürokratiekos-
ten. Das spiegelt sich auch
in den Erwartungen der Chief
Financial Officers (CFOs) an
die schwarz-rote Bundesregie-
rung wider: Steuererleich-
terungen (62 Prozent) und
Bürokratieabbau (59 Pro-
zent) stehen ganz oben auf
der Wunschliste. Zu diesen
Ergebnissen kommt eine Be-
fragung des Kreditversiche-
rers Coface.
Die deutsche Wirtschaft taumelt weiter von Krise zu Krise:
Erst Corona, dann der Ukraine-Krieg und jetzt Donald Trumps
Zollchaos. Die Folge: Der Index zur wirtschaftspolitischen Unsi-
cherheit in Deutschland erreichte im April 2025 einen vorläufigen
chstwert. Das beschäftigt auch die Finanzverantwortlichen deut-
scher Unternehmen - 83 Prozent von ihnen bereitet die anhaltende
wirtschaftliche Volatilität die meisten Sorgen. Dahinter folgen
Regulierungs- und Bürokratiekosten (79 Prozent) sowie fortschrei-
tender Protektionismus (77 Prozent). „Alle drei Faktoren spiegeln
die strukturelle Unsicherheit und die Herausforderungen wider, mit
denen Finanzentscheider konfrontiert sind. Die deutsche Wirtschaft
tritt das dritte Jahr in Folge auf der Stelle und die Umbrüche in der
globalen Zollpolitik erschweren es zusätzlich, verlässliche Finanz-
und Investitionsentscheidungen zu treffen. Das betrifft gerade
exportorientierte Unternehmen", sagt Katarzyna Kompows-
ka, Coface-CEO für die Region Nordeuropa. Erschwerend hinzu
kommen regulatorische Anforde-
rungen, denn nach Berechnungen
des ifo Instituts kostet die aus-
ufernde Bürokratie Deutschland
jedes Jahr 146 Milliarden Euro an
Wirtschaftsleistung.
Steuerentlastungen, nicht Infra-
struktur: die Erwartungen an
Schwarz-Rot
Wirksame Maßnahmen zur Bewäl-
tigung dieser Herausforderungen
erhoffen sich die Finanzverant-
wortlichen auch von der neuen
Bundesregierung. Geht es nach
ihnen, dann stehen Steuersenkungen ganz oben auf der schwarz-
roten Agenda – 62 Prozent der Befragten fordern das. Gefolgt von
Bürokratieabbau (59 Prozent) und niedrigeren Energiekosten (50
Prozent). „Die Forderung von Steuerentlastungen ist ein klares
Signal für den Wunsch nach mehr finanziellen Spielräumen. Der Ruf
nach Bürokratieabbau und sinkenden Energiekosten unterstreicht
ebenfalls die Belastungen, mit denen sich die deutsche Wirtschaft
aktuell konfrontiert sieht", sagt Kompowska. Eine verbesserte
Infrastruktur, für die ein Sondervermögen in Höhe von 500 Milli-
arden Euro bereitgestellt wurde, ist dagegen nur für vier von zehn
Befragten wichtig.
Insgesamt wurden 204 Finanzentscheider befragt. (DFPA/MB)
www.coface.de
Analyse des Vermögensverwalters UBS identifiziert Risiken
Angst vor globalem Handelskrieg prägt Strategien von Family Offices
Ein globaler Handelskrieg ist in den Augen der Family Offices das
größte Risiko in Bezug auf ihre Investments im Jahr 2025 – gefolgt
von zentralen geopolitischen Konflikten und einer höheren Inflation.
Um sich dagegen abzusichern, setzen Family Offices insbesondere
auf ein aktives Management; weitere Strategien sind der Fokus
auf Hedgefonds und selektiv auf Edelmetalle. Das geht aus dem
„Global Family Office Report 2025des Vermögensverwal-
ters UBS hervor.
Die Ergebnisse basieren auf der Befragung von 317 Family Of-
fices aus mehr als 30 Märkten, die ein Netto-Familienvermögen
von im Durschnitt 2,7 Milliarden US-Dollar repräsentieren. Damit
gilt der Bericht als umfassendste und aussagekräftigste Analy-
se dieser einflussreichen Investorengruppe. Regional verlagert
sich die Asset-Allokation der befragten Vermögensverwaltungen
zunehmend nach Nordamerika und Westeuropa, wobei europäi-
sche Family Offices stark ihre Heimatregion bevorzugen. Einige
Family Offices erhöhen gezielt ihre Gewichtung in Aktien
und Anleihen aus Industrieländern, offenbar auf der Suche
nach liquiden Chancen für Kapitalwachstum und Renditen
in einem volatilen Umfeld. In der strategischen Asset-Allokation
überwiegen klassische Anlageklassen (Aktien, Festverzinsliche
Wertpapiere und Barmittel) mit einem Anteil von 56 Prozent. Auf
alternative Anlageklassen wie Private Equity, Immobilien oder
Hedgefonds entfallen 44 Prozent In Europa liegt das Verhältnis bei
51 Prozent zu 49 Prozent.
Aktives Management gewinnt an Bedeutung
„Die Angst vor einem globalen Handelskrieg in den nächsten zwölf
Monaten prägt die Strategien europäischer Family Offices. Auch
mit Blick auf die nächsten fünf Jahren stehen Folgerisiken wie eine
weltweite Rezession, eine globale Schuldenkrise oder die Eskalation
geopolitischer Konflikte im Fokus“, sagt Tobias Vogel, CEO UBS
Europe. „In diesem unsicheren Umfeld gewinnt aktives Management
an Bedeutung: 61 Prozent der Family Offices in Europa verwalten
ihre Aktienpositionen inzwischen aktiv – ein klarer Trend zur Risi-
kostreuung durch Flexibilität. Hedgefonds und gezielte Allokationen
in Edelmetalle ergänzen diesen strategischen Kurs.“ Und Maximilian
Kunkel, Chefanlagestratege der UBS in Deutschland, ergänzt: „Trotz
geopolitischer und wirtschaftlicher Turbulenzen bleiben Family Of-
fices ihren langfristigen Strategien treu. Sie setzen konsequent auf
Diversifikation, Renditeoptimierung und gezielte Engagements in
strukturelle Wachstumsthemen wie generative KI, Gesundheits-
wesen und Elektrifizierung“. Gleichzeitig sei eine spürbare Ver-
änderung der Portfoliostruktur zu beobachten. Bargeldbestände
sinken und Aktienallokationen steigen – insbesondere in etablierten
Märkten wie USA und Europa. Auch Private Debt gewinne spürbar
an Gewicht, genau wie Investitionen in Anleihen.
Family Offices sehen Handelskrieg kurzfristig als größtes
Risiko für finanzielle Ziele
Auf die Frage nach Risiken für ihre finanziellen Ziele in den nächs-
ten zwölf Monaten nennen mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der
Family Offices einen Handelskrieg. Auf den weiteren Plätzen fol-
gen größere geopolitische Konflikte (52 Prozent) und eine höhere
Inflation. Mittelfristig, mit Blick auf die kommenden fünf Jahre,
sehen die Befragten insbesondere einen größeren geopolitischen
Konflikt als Risiko für ihre finanziellen Ziele (61 Prozent), gefolgt
von einer weltweiten Rezession (53 Prozent) sowie einer Schul-
denkrise (50 Prozent).
Trotz dieser Bedenken planen 59 Prozent der Family Offices zum
Zeitpunkt der Umfrage, im Jahr 2025 das gleiche Portfoliorisiko
wie 2024 einzugehen und damit ihren Anlagezielen treu zu bleiben.
38 Prozent sehen jedoch die Schwierigkeit, bei der Steuerung von
Portfoliorisiken die richtige Risikoausgleichsstrategie zu finden,
während 29 Prozent auf die Unvorhersehbarkeit von sicheren Anla-
gen aufgrund von Faktoren wie instabilen Korrelationen hinweisen.
(DFPA/MB)
www.ubs.com
zum „Global Family Office Report 2025“
Tobias Vogel
Foto: Unternehmen
CFO-Studie des Kreditversicherers Coface
Schwankende Konjunktur hält Finanzentscheider nachts wach
Maximilian Kunkel
Foto: Unternehmen
Diese Faktoren halten CFOs nachts wach (Coface CFO-Studie, 2025)