UBS Global Family Office Report 2025: Globaler Handelskrieg im Fokus PDF Free Download

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UBS AG, Mitteilung, 21 Mai 2025 Seite 1 von 5
21. Mai 2025
Mitteilung
UBS Global Family Office Report 2025: Globaler Handelskrieg im Fokus
Ein globaler Handelskrieg gilt als das grösste Investitionsrisiko für Family Offices im Jahr 2025
gefolgt von zentralen geopolitischen Konflikten und einer höheren Inflation. Um ihre
Portfolios zu schützen, sichern sich Family Offices mit aktivem Management, Hedgefonds und
selektiv mit Edelmetallen ab. Regional verlagert sich die Asset-Allokation zunehmend nach
Nordamerika und Westeuropa. Einige Family Offices erhöhen gezielt ihre Gewichtung in
Aktien und Anleihen aus Industrieländern, offenbar auf der Suche nach liquiden Chancen für
Kapitalwachstum und Renditen in einem volatilen Umfeld.
Zürich, 21. Mai 2025 UBS hat heute den jährlichen Global Family Office Report 2025 veröffentlicht, der
Einblicke von 317 Single Family Offices aus mehr als 30 Märkten weltweit enthält. Das durchschnittliche
Nettovermögen der Familien belief sich auf 2,7 Milliarden US-Dollar, wobei die Family Offices im Durchschnitt
1,1 Milliarden US-Dollar verwalteten. Damit gilt der Bericht als umfassendste und aussagekräftigste Analyse
dieser einflussreichen Investorengruppe. Die Umfrage wurde vom 22. Januar bis zum 4. April 2025
durchgeführt.
„In Zeiten erhöhter Volatilität, globaler Rezessionsängste und einem nahezu beispiellosen Einbruch der
Märkte Anfang April zeigt die Auswertung, dass Family Offices weltweit in erster Linie einen stabilen,
langfristigen Ansatz verfolgen und sich auf den Erhalt des Vermögens künftiger Generationen konzentrieren“,
sagte Benjamin Cavalli, Head of Strategic Clients bei UBS Global Wealth Management. Auch wenn die
Umfrage grösstenteils im ersten Quartal durchgeführt wurde, waren sich Family Offices der
Herausforderungen eines globalen Handelskriegs zu diesem Zeitpunkt bereits sehr bewusst und identifizierten
ihn als grösstes Risiko des Jahres. In Interviews, die nach den Marktturbulenzen Anfang April geführt wurden,
bekräftigten sie ihre diversifizierte und allwettertaugliche strategische Vermögensallokation.“
„Wir freuen uns, dass wir dank der Grösse unseres Datensatzes diesmal eine noch tiefgreifendere regionale
Analyse als je zuvor durchführen konnten“, sagte Yves-Alain Sommerhalder, Head of GWM Solutions bei UBS
Global Wealth Management. Während das globale makroökonomische und politische Umfeld weiterhin von
schnellen Veränderungen und hoher Unsicherheit geprägt ist, bietet die Auswertung eine Perspektive auf das,
was in den nächsten fünf Jahren zu erwarten ist. Vor allem aber gibt sie Einblick in die Denkweise, die Ziele,
Präferenzen und Anliegen von Family Offices weltweit.
Globaler Handelskrieg ist grösste Sorge für das Jahr 2025
Auf die Frage nach Risiken für ihre finanziellen Ziele in den nächsten 12 Monaten nennen mehr als zwei
Drittel (70%) der Family Offices einen Handelskrieg. Für mehr als die Hälfte der Befragten (52%) gelten
grössere geopolitische Konflikte als zweitgrösste Sorge, gefolgt von einer höheren Inflation. Mit Blick auf die
nächsten fünf Jahre erhöht sich der Anteil derer, die einen grösseren geopolitischen Konflikt befürchten, auf
61%. 53% äussern sich besorgt über eine mögliche weltweite Rezession als Folge potenziell
schwerwiegender Handelskonflikte. Angesichts der Gefahren, die von der Staatsverschuldung ausgehen, sind
laut den Ergebnissen 50% der Family Offices besorgt über eine Schuldenkrise.
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Trotz dieser Bedenken planen 59% der Family Offices zum Zeitpunkt der Umfrage, im Jahr 2025 das gleiche
Portfoliorisiko wie 2024 einzugehen und damit ihren Anlagezielen treu zu bleiben. 38% sehen jedoch die
Schwierigkeit, bei der Steuerung von Portfoliorisiken die richtige Risikoausgleichsstrategie zu finden, während
29% auf die Unvorhersehbarkeit von sicheren Anlagen aufgrund von Faktoren wie instabilen Korrelationen
hinweisen. Vor diesem Hintergrund halten 40% die Auswahl von Managern und/oder aktives Management
für ein wirksames Mittel zur Verbesserung der Portfoliodiversifizierung, gefolgt von Hedgefonds (31%). Fast
ebenso viele Family Offices erhöhen ihre Bestände an illiquiden Vermögenswerten (27%), und mehr als ein
Viertel (26%) setzen auf hochwertige festverzinsliche Wertpapiere mit kurzer Laufzeit. Edelmetalle, die
weltweit von fast einem Fünftel (19%) der befragten Family Offices genutzt werden, verzeichneten im
Vergleich zum Vorjahr den stärksten Zuwachs. 21% rechnen in den nächsten fünf Jahren mit einem
deutlichen oder moderaten Anstieg ihrer Allokation.
Verlagerung der Vermögensallokation zugunsten liquider Märkte
In einer für den Handel und die Weltwirtschaft unsicheren Zeit findet derzeit ein Wandel der strategischen
Vermögensallokation statt. Einige Family Offices erhöhen ihre Gewichtung in Aktien und Anleihen aus
Industrieländern, da sie in einem volatilen Umfeld nach liquiden Möglichkeiten für Kapitalwachstum und
Rendite suchen. Zunehmend bieten sich Chancen, von langfristigen Wachstumstrends in börsennotierten
Unternehmen zu profitieren, die vor einigen Jahren noch weitgehend Private Equity vorbehalten waren. Diese
reichen von Aktien aus dem Bereich der generativen künstlichen Intelligenz bis hin zu Energie-, Rohstoff- und
Langlebigkeitsaktien.
Die Allokation in Aktien entwickelter Märkte ist 2024 auf im Durchschnitt 26% gestiegen. Family Offices, die
für 2025 Änderungen planen, beabsichtigen, diesen Anteil weiter auf 29% zu erhöhen. Fast die Hälfte (46%)
der Family Offices geht davon aus, dass ihre Allokation in Aktien entwickelter Märkte in den nächsten fünf
Jahren deutlich oder moderat ansteigen wird. Dagegen erwartet weniger als ein Viertel (23%) dies für ihre
festverzinslichen Anlagen in entwickelten Märkten.
Nach einer längeren Phase enttäuschender Renditen, in der sich das Wirtschaftswachstum in der Regel nicht
in Aktienmarktrenditen niederschlug, zeigen sich Family Offices in den USA und Europa gegenüber
Schwellenländern zurückhaltender als ihre Peers im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika und im
Mittleren Osten. Weltweit investierten Family Offices 2024 nur 4% in Aktien aus Schwellenländern und 3% in
Anleihen aus Schwellenländern, werden aber höchstwahrscheinlich ihr Engagement in Indien und China in
den nächsten 12 Monaten erhöhen. Als Hindernisse für Investitionen in Schwellenländern wurden am
häufigsten geopolitische Bedenken (56%) sowie politische Unsicherheit und/oder das Risiko eines
Staatsbankrotts (55%) genannt. Aber auch Sorgen vor hrungsabwertungen und/oder Inflation (48%)
sowie Rechtsunsicherheit/mangelnde Regulierung (51%) sorgen für Zurückhaltung.
Während Family Offices ihr Engagement in Private Equity leicht reduzierten, blieb die Allokation in private
Märkte mit 21% im Jahr 2024 relativ hoch. Diejenigen, die für 2025 eine Änderung ihrer Allokation planen,
wollen diesen Anteil jedoch im Durchschnitt auf 18% senken wobei die Reduzierungen hauptsächlich durch
direkte Investitionen getrieben werden da die gedämpfte Kapitalmarktentwicklung und geringe
Akquisitionstätigkeit den Ausstieg aus Portfolios verlangsamen und höhere Zinsen die Finanzierung verteuern.
Der Trend der vergangenen Jahre setzt sich fort: Nordamerika (53%) und Westeuropa (26%) bleiben mit fast
vier Fünfteln aller Vermögenswerte die bevorzugten Anlageziele. Die Allokationen in den asiatisch-pazifischen
Raum (ohne Grossraum China) und den Grossraum China gingen jeweils leicht auf 7% zurück.
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Zukunft des Family Office
Inmitten des derzeit stattfindenden grössten Vermögenstransfers der Geschichte hat weltweit nur etwa die
Hälfte (53%) der befragten Family Offices bereits Vermögensnachfolgepläne für ihre Familienmitglieder
aufgestellt. Massnahmen werden vor allem nicht ergriffen, weil die wirtschaftlichen Eigentümer davon
ausgehen, noch ausreichend Zeit dafür zu haben (29 % der Family Offices ohne Nachfolgepläne gaben dies
an). Über ein Fünftel (21%) gibt an, dass die wirtschaftlichen Eigentümer noch nicht entschieden haben, wie
ihr Vermögen aufgeteilt werden soll, während fast ebenso viele (18%) bestätigen, dass die Eigentümer
bislang noch keine Zeit hatten, darüber zu sprechen.
In Familien, die bereits über eine Nachfolgeregelung verfügen, besteht laut fast zwei Dritteln der Befragten
(64%) die grösste Herausforderung weiterhin darin, die Vermögensübertragung auf möglichst steuereffiziente
Weise sicherzustellen. Mehr als vier von zehn (43%) sehen die Vorbereitung der nächsten Generation auf
einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Vermögen im Sinne der Familienziele als weitere grosse
Herausforderung an. Nur 26% beziehen die nächste Generation von Anfang an in die Nachfolgeplanung mit
ein.
Regionale Ergebnisse:
USA
Alternative Anlagen machen 54% der Portfolios von US-Family Offices aus, wobei 27% in Private Equity, 18%
in Immobilien und 3% in Private Debt investiert sind. Im Vergleich dazu waren 46% der Portfolios in
traditionelle Anlageklassen investiert, wobei der grösste Anteil auf Aktien entfällt (32%), gefolgt von
festverzinslichen Wertpapieren (9%) und Barmitteln (5%). Die Portfolios sind geografisch am stärksten auf
Nordamerika ausgerichtet (86%), während nur 7% in Westeuropa und 3% im asiatisch-pazifischen Raum
(ohne Grossraum China) investiert sind. Unter den Family Offices mit Kapitalbeteiligungen werden 47% der
Aktienportfolios aktiv verwaltet.
Lateinamerika
Traditionelle Anlageklassen machen 71% der Portfolios lateinamerikanischer Family Offices aus, wobei 33%
auf Aktien und 31% auf festverzinsliche Wertpapiere entfallen. Der Anteil alternativer Anlageklassen liegt bei
29%, wobei die grössten Investitionen in Private Equity (17%) und Immobilien (6%) fliessen. 64% ihrer
regionalen Vermögensallokation konzentrierte sich auf Nordamerika, gefolgt von Lateinamerika (15%),
Westeuropa (11%) und dem asiatisch-pazifischen Raum (ohne Grossraum China) mit 5%.
Schweiz
Traditionelle Anlageklassen machen 56% der Portfolios Schweizer Family Offices aus, wobei 34% in Aktien
und 13% in festverzinsliche Wertpapiere investieren. 44% investieren in alternative Anlageklassen, darunter
16% in Private Equity, 12% in Immobilien und 5% in Hedgefonds. Westeuropa ist die bevorzugte regionale
Asset-Allokation (53%), gefolgt von Nordamerika (39%) und Asien-Pazifik (ohne Grossraum China) mit 4%.
Mehr als zwei Drittel (68%) der Aktienportfolios wurden aktiv verwaltet.
Europa (ohne Schweiz)
Traditionelle Anlageklassen machen 51% der Portfolios europäischer Family Offices aus, wobei Aktien den
grössten Anteil ausmachen (30%), gefolgt von festverzinslichen Wertpapieren (15%) und Barmitteln (6%).
Der Anteil alternativer Anlageklassen liegt hier bei 49%, angeführt von Private Equity (27%) und Immobilien
(11%). Wie ihre US-Peers bevorzugen sie den Heimatmarkt: 44% ihres Anlageportfolios war in Westeuropa
investiert, gefolgt von den USA (43%) und dem asiatisch-pazifischen Raum (ohne Grossraum China) mit 5%.
UBS AG, Mitteilung, 21 Mai 2025 Seite 4 von 5
Mittlerer Osten
Im Mittleren Osten sind die Portfolios gleichmässig auf alternative und traditionelle Anlageklassen verteilt
(50%), wobei der grösste Anteil auf Aktien (27%) fällt, gefolgt von Private Equity (25%), festverzinslichen
Wertpapieren (16%) und Immobilien (14%). Nordamerika ist mit 55% die bevorzugte Region für die
Vermögensallokation, gefolgt von Westeuropa (21%) und dem Mittleren Osten (14%). Der Grossraum China
nimmt mit derzeit 4% den vierten Platz in Bezug auf die geografische Ausrichtung der Portfolios ein.
Nordasien
60% der Portfolios in Nordasien sind in traditionelle Anlageklassen investiert, davon 28% in Aktien und 21%
in festverzinsliche Wertpapiere. Der Anteil alternativer Anlageklassen betrug 40%, wobei Private Equity mit
15% die bevorzugte Anlageform war, gefolgt von Immobilien (10%) und Hedgefonds (9%). 43% der
Portfolios waren in Nordamerika investiert, gefolgt vom Grossraum China (31%) und dem asiatisch-
pazifischen Raum (ohne Grossraum China) mit 19%.
Südostasien
Traditionelle Anlageklassen machen 69% der Portfolios von Family Offices in Südasien aus, wobei 31% auf
Aktien und 27% auf festverzinsliche Wertpapiere entfallen. Der Anteil alternativer Anlageklassen (31%)
umfasste Allokationen in Private Equity (11%) und Private Debt (6%). 56% der Portfolios waren in
Nordamerika allokiert, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum (ohne Grossraum China) mit 21% und mit
12% in Westeuropa. 33% planen, ihr Engagement im Grossraum China in den nächsten 12 Monaten zu
erhöhen, während 28% dies in Indien oder Taiwan beabsichtigen.
Mehr erfahren und Bericht herunterladen
Über den UBS Global Family Office Report 2025
Für den diesjährigen UBS Global Family Office Report wurden im Zeitraum 22. Januar bis 4. April 2025
317 Family Offices aus dem UBS Kundenstamm befragt. Das durchschnittliche Nettovermögen der
teilnehmenden Familien belief sich auf 2,7 Milliarden US-Dollar. Im Durchschnitt verwalteten ihre Family
Offices 1,1 Milliarden US-Dollar. Die Beteiligten wurden eingeladen, über eine Online-Methodik an der
Auswertung teilzunehmen, die in über 30 Märkten weltweit durchgeführt wurde.
Über UBS
UBS ist ein führender und globaler Vermögensverwalter sowie die führende Universalbank in der
Schweiz. UBS bietet diversifizierte Vermögensverwaltungslösungen und fokussierte Investmentbanking-
Services an. Mit der Akquisition der Credit Suisse verwaltete UBS per erstes Quartal 2025 ein Vermögen
in Höhe von 6,2 Billionen US-Dollar. Auf dem Weg zu ihren persönlichen finanziellen Zielen unterstützt
UBS ihre Kunden mit individueller Beratung, Anlagelösungen und -produkten. Mit Hauptsitz in Zürich ist
UBS als globale Bank mit Schweizer Wurzeln in mehr als 50 Märkten weltweit aktiv.
UBS AG
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