
UMWELT, INNOVATION, BESCHÄFTIGUNG Branchen und Berufe für den Übergang in eine Green Economy – 00/2020
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Im Jahr 2010 sind die drei häufigsten Berufsgruppen der betrachteten Branche der „Hochbau“
(18,3 %), „Klempnerei, Sanitär, Heizung, Klimatechnik“ (9,9 %) sowie „Büro und Sekretariat“
(8,2 %). Zusammen stellen sie rund 36,4 % der Erwerbstätigen. Es folgen die BG „Maler,
Stuckateure, Bauwerksabdichtung, Bautenschutz“ (8,1 %) und „Aus-, Trocken-, Iso-, Zimmer-,
Glas- und Rolladenbau“ (7,5 %). Rund 47,9 % der Erwerbstätigen üben Berufe aus anderen
Berufsgruppen aus. Für das Jahr 2015 zeigt sich ein ähnliches Bild. Die größte Entwicklung im
Vergleich zum Jahr 2010 zeigt sich hier in der BG „Hochbau“, welche ein Plus von 0,7
Prozentpunkten zu verzeichnen hat. Die BG „Maler, Stuckateure, Bauwerksabdichtung,
Bautenschutz“ verzeichnet ein Plus von 0,1 Prozentpunkten und steigt somit zur drittgrößten
Berufsgruppe auf.
Anforderungsniveau: 72 % der in dieser Branche tätigen Personen arbeiten als „Fachkraft“. Am
zweithäufigsten sind Personen anzutreffen, die als „Helfer“ tätig sind (15 %). Danach folgen mit
einem Anteil von 9 % Personen, die das Anforderungsniveau „Spezialist“ erfüllen. Relativ gering
ist in dieser Branche der Anteil der als „Experte“ eingeordneten Personen mit 4 %.
Tätigkeitsmuster: Im Baugewerbe sind die drei wichtigsten Tätigkeiten, welche sich aus der
Auswertung des Mikrozensus für das Jahr 2015 ergeben, „Fertigen, Be- und Verarbeiten,
Bauen/Ausbauen, Installieren, Montieren“ (48,6 %), „Reparieren, Renovieren, Instandsetzen,
Ausbessern“ (12,9 %) und „Ausführen von Schreib-, Rechen- und DV-Arbeiten / Buchen,
Erstellen von Zeichnungen“ (9,6 %). 28,9 % üben einen anderen Tätigkeitsschwerpunkt aus. Mit
„Ausführen von Schreib-, Rechen- und DV-Arbeiten / Buchen, Erstellen von Zeichnungen“ findet
sich auch in der Branche „Herstellung von Metallerzeugnissen“ eine Tätigkeit wieder, die zu den
Top 3 der häufigsten Tätigkeiten der Gesamtwirtschaft zählt.
„Ergrünung“: In der Bauwirtschaft liegt der Anteil der Stellenanzeigen mit Green-Economy-
Bezug an allen Stellenanzeigen für das Jahr 2011 bei 24,3 %. Er steigt 2014 auf 29,0 % und sinkt
2017 wieder auf 24,7 %, womit er stets deutlich über dem für alle Branchen gemessenen Anteil
liegt. Von 2011 bis 2017 steigt der Anteil im Baugewerbe leicht um 0,4 Prozentpunkte. Somit
zeigt sich eine schwach-positive Entwicklung, während der Anteil der Stellenanzeigen mit
Green-Economy-Bezug an allen Stellenanzeigen insgesamt relativ stabil bleibt.
Relative Wachstumsaussichten: Verglichen mit der Entwicklung der Erwerbstätigenzahlen
aller Branchen untereinander liegen die relativen Wachstumsaussichten für die Zahl der
Erwerbstätigen im Baugewerbe gemäß der QuBe-Basisprojektion 5. Welle im Zeitraum 2015 bis
2025 im Mittelfeld. Im darauffolgenden Projektionszeitraum von 2025 bis 2035 liegen sie im
ersten Quintil. D. h., dass die erwartete Entwicklung der Branche verglichen mit der erwarteten
Entwicklung aller anderen Branchen nun deutlich schwächer verläuft als im vorigen Zeitraum.
Die bereits in der Vergangenheit zu beobachtenden stark zyklischen Entwicklungen setzen sich
auch zukünftig fort.
3.2. 16 WZ 71 – Architektur- und Ingenieurbüros; technische Untersuchung
Die Branche WZ 71 ist seit 1991 bezogen auf die Erwerbstätigenzahl deutlich gewachsen. Die
Zahl hat sich mehr als verdoppelt (vgl. Abbildung 30) – so auch die Zahl der Selbstständigen. Vor
allem in den Jahren um die Jahrhundertwende sind in dieser Branche deutliche Zuwächse bei
den Erwerbstätigen sowie bei den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu verzeichnen. Die
Arbeitnehmerinnen- bzw. Arbeitnehmerzahlen sind über den betrachteten Zeitraum ebenfalls
merklich gestiegen, jedoch etwas weniger dynamisch als die Erwerbstätigenzahlen.
Im Vergleich der Veränderung vom Jahr 2000 bis zum Zeitpunkt des aktuellen Datenstands
(2016) mit der Veränderung von 2000 bis zum Stand bei der zuletzt veröffentlichten