
Am Anfang steht die Erkenntnis. Man
kommt nicht mehr so angenehm durchs
Leben. Schlaflosigkeit, Grübeleien,
Stress, ein wenig Wahnsinn? Wie gut,
dass es Therapeuten und Psychiater
gibt, die uns unterstützen, wenn man
sich denn helfen lässt. Zahlreiche
Schriftsteller*innen haben Unterstüt-
zung gesucht bei Paartherapeuten,
Analytikerinnen, Familienaufstellern.
Und ihnen ein literarisches Andenken
erschaffen. Jasmin Tabatabai und
Matthias Matschke stellen Ihnen heute
die windigste Psychiaterin New Yorks
vor, lesen aus Woody Allens neuro-
tischen Aufzeichnungen und folgen
Nikolai Gogol in den Wahnsinn. Die
beiden proben die therapeutische
„Wunderübung“ Daniel Glattauers,
die Paare aus der Beziehungsfalle
holen soll, und erzählen uns von einem
Helden, der wegen des Berufs seiner
Eltern keinen Geschlechtsverkehr mehr
haben kann. Und am Ende verstehen
wir einmal mehr: Literatur ist die beste
Therapie. Konzept: Axel von Ernst
MS RheinEnergie/Literaturschiff
Frankenwerft, KD-Anleger, Innenstadt
VVK € 15–25 | 13–22 (ermäßigt), AK 19–32
18 Uhr
„Maybe you should talk to someone ...“
Therapietexte, Therapeutenliteratur
und ein wenig Küchenpsychologie,
gelesen von Jasmin Tabatabai und
Matthias Matschke
>> 10
Kein Einlass nach Beginn – Schiff legt ab!
Donnerstag 12.3.
Als Anfang der 1990er „Das Herz der
Kölner – Eine Sprach-Collage aus ori-
ginal kölschen Tönen“ erschien, war
klar, dass es ein anderes Köln neben
dem der selbstverliebten (Halb-)Wahr-
heiten gibt. Eines, das lustig und rau,
schmutzig und herzlich zugleich ist.
Gerd Köster und Arno Steffen suchen
nach echtem und falschem Kölsch,
in alten Texten, Liedern, Krätzjer und
dem eigenen Umfeld, und stellen da-
bei fest: Es ist nicht alles „Wrede“,
was glänzt.
Gerd Köster war Sänger der Schroeder
Roadshow, Frontmann und Texter von
The Piano Has Been Drinking. Seit 1996
ist er mit Frank Hocker unterwegs – in
Echtkölsch, er tritt auch als Vorleser und
Hörbuchinterpret auf. Arno Steffen be-
gann seine kölsche Wort-Karriere 1978
als Texter der Zeltinger Band, für die
er u.a. „Müngersdorfer Stadion“ kom-
ponierte. Danach folgte die legendäre
Band L.S.E. mit Rolf Lammers und Tommy
Engel. Steffen macht Filmmusik, tritt mit
seiner Band und kölschen Texten auf.
Stadthalle Köln-Mülheim
Jan-Wellem-Straße 2, Mülheim
VVK € 16–30 | 14–27 (ermäßigt), AK 20–36
18 Uhr
Für et Hätz un jäjen d’r Kopp
Gerd Köster und Arno Steffen
stecken knietief im kölschen Jemölsch
>> 09 op Kölsch
Donnerstag 12.3.