Seite | 27
bereits identifizierten Maßnahmen gegen Einsamkeit im Alter und um Menschen im Alter
besser erreichen zu können, wie z. B. Hausbesuche zu bestimmten Anlässen, die wir
verstärkt umsetzen und weiterentwickeln wollen, spielen die lokalen Quartiere eine
zentrale Rolle.
Insbesondere Senior*innen brauchen sichere, barrierefreie, gut ausgeleuchtete und
komfortable Fußwege und ein lebenswertes, gesundes Wohnumfeld mit Raum für
Begegnung und Kommunikation. Wir setzen uns verstärkt dafür ein, die
Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum zu erhöhen – durch weniger Lärm, bessere
Luft, mehr Grün und ausreichend geeignete und sichere Sitz- und Ruhegelegenheiten.
Fragen zu Wohnen und Pflege im Alter werden in den kommenden Jahren immer
drängender. Bereits heute fehlen über 1.000 Pflegeplätze in Düsseldorf. Daher fördern
wir eine Pflegebedarfsplanung, die sicherstellt, dass alle Angebote – von ambulant
betreuten Pflegewohnungen und Wohngruppen bis hin zu stationären Kurzzeit-, Tages-
und Langzeit-Pflegeeinrichtungen – stadtweit und mit Bezug auf die jeweiligen Quartiere
abgestimmt und weiterentwickelt werden. Zu den zentralen Herausforderungen, die wir
in diesem Zusammenhang angehen werden, gehören die Verfügbarkeit von Grundstücken
und das Gewinnen und Halten von Pflegefachkräften. Beides muss die Stadt gemeinsam
mit den freien Trägern koordiniert und verstärkt vorantreiben. Die Pflegekräfteoffensive
wollen wir deshalb gezielt fortsetzen. Den Ausbau der Demenzgruppen wollen wir
proaktiv fortsetzen und damit An- und Zugehörige stärker stützen. Wir unterstützen
außerdem, dass in Düsseldorf ein Demenzquartier für Menschen mit schwerer Demenz,
die besonderen Schutz brauchen, entsteht.
Gesund leben
Auf kommunaler Ebene übernimmt das Gesundheitsamt wichtige Aufgaben in den
Bereichen Prävention, Beratung und Gesundheitsschutz. Wir werden die personelle und
strukturelle Stärkung des Gesundheitsamtes fortsetzen und insbesondere die
Digitalisierung und die Planung für einen Neubau im Rahmen eines Gesundheits-Campus
vorantreiben. Wir sichern und stärken zentrale Projekte wie beispielsweise den
Hitzeaktionsplan, die CHECK’D Untersuchungen, Angebote des sozialpsychiatrischen
Dienstes und des Zentrums für Schulpsychologie sowie der psychosozialen
Krisenversorgung zu Randzeiten. Wir unterstützen neuere Ansätze wie die Messi-
Beratung im Gesundheitsamt und bauen sie bedarfsgerecht aus. Das Beratungsangebot
des Gesundheitsamts für Personen mit gynäkologischen Erkrankungen, insbesondere
Endometriose, wollen wir ausbauen, bestehende Aufklärungsprogramme sollen erweitert
werden. Die Finanzierung von Projekten, die freie Träger durchführen, sichern wir
ebenfalls und passen sie bedarfsgerecht an. Dazu gehören unter anderem die Angebote
des Psychosozialen Zentrums (PSZ), Bertha F. (eine Suchtkrankenhilfeeinrichtung für
Mädchen und Frauen), des Demenznetzes Düsseldorf, der Hebammenzentrale, der
Aidshilfe und Trans*beratung, der Drogenhilfe, von Stop Mutilation, von Stay MediNetz
sowie die Weiterführung des Verhütungsmittelfonds. Zusätzlich zum PSZ setzen wir uns
für eine neu zu schaffende psychosoziale Betreuung und Behandlung von Kindern und
Jugendlichen mit geistiger Behinderung ein.