
Nachhaltigkeit von Olympischen Bauten
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Die Gegenüberstellung auf Kategorienbasis zeigte sehr schnell, dass nicht bei allen
Methoden ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt wird. So erscheinen insbesondere
ökonomische, technische und funktionale Aspekte nur beim Deutschen Gütesiegel,
d.h. bei einer Methode der zweiten Generation. Aber auch die Systeme der ersten
Generation weisen Kategorien auf, wie z.B. „Regionale Aspekte“ (LEED) oder
„Innovationspunkte“ (LEED und BREEAM), die nicht bei Methoden der zweiten
Generation berücksichtigt werden. Die Gegenüberstellung von Gütesiegeln auf Basis
der Kategorien eignet sich daher nicht für einen detaillierten Vergleich. Zum einen
lassen sich Kategorien, wie z.B. „Land und Ökologie“ oder „Verschmutzung“ der
Bewertungsmethode BREEAM nicht eindeutig den Aspekten von LEED oder DGNB
zuordnen. Zum anderen beziehen sich sowohl BREEAM, LEED, als auch DGNB
inhaltlich auf spezielle nationale, politische, kulturelle und klimatische Aspekte, die eine
spezifische Gegenüberstellung auf Kriterien- und Indikatorenbasis erfordern.
Den zweiten Schritt stellte folglich eine Gegenüberstellung der Methoden auf
Grundlage der Kriterien und unter Einbezug der Indikatoren dar. Dieser Vergleich
zeigte nun, dass sich die Inhalte bzw. Kriterien der Bewertungsmethoden BREEAM,
LEED und DGNB in zehn Hauptaspekte einteilen lassen (siehe Anhang 11):
Ökologie: Umweltbelastungen, Materialien und Ressourcen, Abfall, Wasser
Ökonomie: Lebenszykluskosten, Wertstabilität
Soziale Aspekte: Sicherheit, Barrierefreiheit, regionale und kulturelle Kriterien
Energie: CO2-Emissionen, erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Technische
Gebäudeausstattung, Gebäudehülle
Behaglichkeit und Gesundheit: Thermischer Komfort, Innenraumluftqualität,
akustischer Komfort, visueller Komfort, Einflussnahme des Nutzers
Funktionale Aspekte: Flächeneffizienz, Umnutzungsfähigkeit
Design: Architektur, Kunst am Bau, Innovation
Technische Aspekte: Brandschutz, Haltbarkeit, Reinigungsfreundlichkeit, Wetter-
und Umweltresistenz
Prozess/ Management: Planungsprozess, Baustellenabläufe, Inbetriebnahme,
Betrieb
Standort: Mikro-Standort, Verkehrsanbindung, Fahrradkomfort, Nachbarschaft,
Bauordnung, Erweiterungsmöglichkeiten, Flächenverbrauch, Biodiversität
Die hier entwickelte Einteilung der Kriterien in Kategorien stellen die Aspekte dar, mit
denen heutzutage die Nachhaltigkeit von Gebäuden beurteilt werden kann, d.h. die bei
Gütesiegeln, wie BREEAM, LEED oder DGNB bereits zum Einsatz kommen. Die
aufgeführten Nachhaltigkeitsaspekte eignen sich folglich zur ganzheitlichen Bewertung
der Nachhaltigkeit von Olympischen Sportbauten, d.h. die Nachhaltigkeit von
Olympischen Sportstätten kann auf Basis dieser Kategorien und Kriterien bemessen
werden.
Der Vergleich auf Kriterienbasis zeigt aber, dass eine eindeutige Zuordnung der
Kriterien zueinander und Zuweisung zu den einzelnen Kategorien sehr schwierig ist.
Bei allen Systemen werden zwar „ähnliche“ Kriterien aufgeführt, dennoch weisen diese
oft unterschiedliche Inhalte bzw. Indikatoren auf (siehe Anhang 11). Ein Beispiel stellt
das Kriterium „CO2 Emissionen“ dar. Beim Deutschen Gütesiegel wird dieser Aspekt